Bildung

Denk doch mal positiv!

Eine optimistische Einstellung hilft nicht nur beim Stressabbau, sondern Schüler, die positiv denken, schneiden auch in Tests, Prüfungen und Co. nachweislich besser ab.

Positives Denken ist der Turbo in vielen Lebenslagen. So auch beim Lernen. Eine positive Einstellung und Haltung lässt uns in vielen Bereichen zu Höchstleistungen heranwachsen. Und diese positive Einstellung kann auch vom Lehrenden oder von den Eltern auf die Schüler übertragen werden. Eine positive Einstellung ist sozusagen „ansteckend“. Und sie kann zum Glück auch gelernt werden. Bekommt man positive Anerkennung für seine Leistungen, egal ob Kind oder Erwachsener, wird man sich dementsprechend gut fühlen und die gestellten Aufgaben gerne erledigen. Positives Denken und eine optimistische Grundhaltung erhöhen die Chance, das zu schaffen, was man sich zu schaffen wünscht. Wer an sich glaubt, schafft mehr. Umgekehrt wird man kaum ein begeisterter Lerner werden, wenn das eigene Umfeld ständig Kritik übt und einem das Gefühl vermittelt, man sei dumm und könne keine positive Leistung bringen. Durch das negative Feedback sinkt nicht nur die Motivation etwas zu lernen, sondern auch das Selbstvertrauen. Viele Schüler fallen in negative Denkmuster und scheitern schon allein wegen ihrer negativen Einstellung an bestimmten Aufgaben. Wer immer die schlechten Dinge, die Gefahren und Misserfolge sieht, ist bald wie gelähmt. Lernerfolg ist also auch Einstellungssache und lässt sich durch positives Denken beeinflussen.

 

Das Glas ist halbvoll

 

Positiv denken wird manchmal gleichgesetzt mit „sich etwas schönreden“, also die Realität oder Konsequenzen einer Situation auszublenden. Doch das bedeutet es keinesfalls. Es heißt vielmehr, dass man sich auf positive Aspekte fokussiert und diese stärker wahrnimmt als die negativen und dass man in negativen Erfahrungen das Positive sieht. Wer positiv denkt, redet sich nicht Negatives schön, sondern akzeptiert schlechte Erfahrungen, ohne sich davon runterziehen zu lassen. Oder anders ausgedrückt: Man sieht das Glas halb voll, nicht halb leer. Es bedeutet auch, sich etwas zuzutrauen, an Erfolge und Möglichkeiten zu glauben und neue Dinge anzugehen. Und davon kann auch der Lernerfolg in großem Maße profitieren.

 

Unterstützung durch LehrerInnen & Eltern

 

Einen Beitrag zur positiven Einstellung leisten auch LehrerInnen und Eltern, die durch ihre Unterstützung dabei helfen, aus dem Lernen eine positive Erfahrung zu machen. „Ganz wichtig ist es vorab, dass Lehrende es schaffen, die Begeisterung für ein Schulfach auf die Schülerinnen und Schüler zu übertragen. Wer mit Begeisterung unterrichtet, wird motivierte Schülerinnen und Schüler haben“, erklärt Angela Schmidt von Lernquadrat und weiter: „Unterstützen Sie als Elternteil zusätzlich die Kinder in kurzen, dafür aber erfolgreichen, Sequenzen zu lernen. Kurze Lernsequenzen sind motivierend und entsprechen auch der Zeitspanne, die man sich konzentrieren kann. Jede Lernsequenz sollte positiv abgeschlossen werden. So endet jede Lerneinheit mit einem Erfolgserlebnis für das Kind. So hat das Kind Freude daran, nach einer Pause weiter zu lernen.“ Schüler können ihre Lernzeiten und Freizeiten in einem Wochenplan festhalten und eine „Das-habe-ich-heute-geschafft“-Liste anstatt einer „To-Do-Liste“ machen. So kann man auf eine Liste mit den kleinen und großen Erfolgen des Tages blicken. Und am Ende der Woche werden die so erreichten Erfolge gemeinsam gefeiert. Eltern können ihr Kind für gutes Lernen zum Beispiel belohnen, indem sie gemeinsam etwas unternehmen. Durch einen schönen Ausflug bleiben der Lernerfolg und mit ihm auch das Gelernte in positiver und langer Erinnerung.

 

Blick auf positive Dinge lenken

 

„Gemeinsam können Eltern und Kinder den Blick auf positive Dinge lenken. Daran kann man auch aktiv arbeiten und den Blick schulen, in dem man zum Beispiel ein Glückstagebuch führt. „Glück“ gibt es ja auch schon in einigen Schulen als eigenes Schulfach. Wir würden uns wünschen, dass dieses Thema noch mehr Schulen aufgreifen. Ja, Eltern sollten aktiv die Leistungen ihrer Kinder anerkennen. Ein ehrliches Lob und ein gemeinsames Freuen über einen Erfolg hilft da weiter“, so Schmidt. Negative Gedanken, beispielsweise nach einer verpatzten Schularbeit, können eine gewaltige Macht über einen Schüler haben. Sie zerstören die Laune, den Mut und die Motivation. Wenn man merkt, dass sich das Kind mit Selbstvorwürfen oder Sorgen beschäftigt, ist es wichtig, es gedanklich einen konsequenten Schlussstrich ziehen zu lassen und von negativen Gedanken abzulenken.

 

Schlechte Noten sind kein Drama

 

Selbstbewusstsein ist der Schlüssel zum Erfolg. Erfolgreiche SchülerInnen haben keine Angst vor Rückschlägen und Niederlagen. Sie stürzen sich voller Zuversicht auf neue Aufgaben und glauben fest an ihren Erfolg. Das Lernen und vor allem die Lernerfolge werden das Selbstbewusstsein des Schülers steigern und es leichter machen, positiv zu denken. Wenn etwas nicht gelingt, sollte man bewusst vermeiden, in alte Denkmuster zurück zu fallen. Ein Fehler ist kein Drama, sondern die Chance etwas daraus zu lernen. Negative Gedanken und Gefühle sollten so weit es geht verbannt werden. Wichtig ist, zu versuchen, trotz eines Misserfolgs immer positiv zu denken. „Die Schularbeit ist eine Momentaufnahme und Noten sind nur ein Hilfsmittel um eine Vergleichbarkeit von schulischen Leistungen herzustellen. Wichtig ist, dass Eltern und Schülerinnen und Schüler im Hinterkopf haben, dass Noten nicht das Wichtigste im Leben sind. Dies sollten Eltern und LehrerInnen auch ihren Kindern sagen!“, erklärt Angela Schmidt und weiter: „Schlechte Noten in der Schule kann man zum Glück ausbessern! Daher ist es kein Drama, wenn einmal eine Schularbeit daneben geht! Wichtig ist zu klären, welche Möglichkeit man hat, um die Noten zu verbessern. Gibt es vielleicht die Möglichkeit eine Prüfung zu machen, um eine positive Note zu bekommen. Gibt es eventuell sogar eine Nachschularbeit. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, bei der nächsten Schularbeit besser zu sein, zum Beispiel in dem Sie rechtzeitig eine Lernhilfe organisieren.“

 

Hilfe annehmen

 

Schlechte Noten und Misserfolge führen zu einer Negativ-Spirale, aus der es oft schwierig ist, alleine wieder herauszukommen. Man sollte sich daher nicht scheuen, Hilfe von außen anzunehmen um aus dem Tief wieder herauszukommen. „Wir vom LernQuadrat raten, Unterstützung für Schülerinnen und Schüler, die sich schwertun, zu organisieren, bevor die ersten Schularbeiten geschrieben werden. Wer also gleich von Anfang an mitlernt, kann sich einen Fünfer ersparen und somit auch gleich den ersten Misserfolg. Durch Nachhilfe gehen die Schülerinnen und Schüler besser vorbereitet und gestärkt in die Schule“, so Schmidt. Nachhilfe-Lehrkräfte wirken oft als positive Motivatoren, die es schaffen, geknickte SchülerInnen wieder aufzubauen. Sie können Begeisterung für ein Fach entfachen oder Licht ins Dunkel eines Stoffgebietes bringen. Stellen sich erste Erfolge in der Schule bei Tests und Schularbeiten ein, geht es oft auch in anderen Lebensbereichen wieder aufwärts und die Schülerin/der Schüler gewinnt sein Selbstvertrauen und seine positive Einstellung zurück.

„Gemeinsam können Eltern und Kinder den Blick auf positive Dinge lenken“

Angela Schmidt

LernQuadrat

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