Medien

„Die Bedrohung rechtzeitig erkennen“

Keepers-Gründer Hanan Lipskin über die größten virtuellen Gefahren – und wie Eltern damit umgehen können.

Hanan Lipskin, CEO Keepers Child Safety

Wie ist es zur Idee von Keepers gekommen?

Hanan Lipskin: Als Kind hatte ich einige traumatische Erlebnisse, ich wurde unter anderem nach einem Schulwechsel selbst Mobbing-Opfer. Mit meinem Cyber-Security Know-how wollte ich die Situation für viele Kinder, die unter Mobbing leiden, verbessern und habe die Kinderschutz-App Keepers entwickelt. Ich habe sie zur Probe auf den Smartphones meiner zwölfjährigen Nichten installiert. Nach nur zwei Stunden haben wir bemerkt, dass beide mit Freundinnen Nachrichten mit sexuellen Inhalten ausgetauscht haben – und aber eigentlich gar nicht wussten, was sie da taten.

Wie funktioniert Ihre App?

Die Anwendung ist für Kinder zwischen ca. sechs und 14 Jahren gedacht. Das System erkennt eingehende und ausgehende Textnachrichten aber auch Emojis und, wenn diese gefährliche oder aggressive Inhalte enthalten, meldet das System das an die Eltern. Auch haben wir weitere Features einbinden können. Darunter eines, das verbotene Websites erkennt, Informationen über die Location des Kindes und wieviel Zeit es wo im Internet verbringt weitergibt.

Wie groß ist die Gefahr von Cybermobbing und Belästigung?

Sehr groß – und das nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Es reicht von rassistischen über sexuelle bis hin zu gewalttätigen Inhalten. Mit unserer Technik können wir es zwar nicht verhindern, aber wir können Eltern helfen, die Gefahr rechtzeitig zu erkennen und etwas dagegen zu unternehmen. Wenn man in der Schule ein Problem hat und nicht weiter weiß, kann einem der Lehrer helfen. In der Welt von Social Media gibt es jedoch niemanden – und mit Keepers können die Eltern etwas tun, denn wir geben ihnen die Werkzeuge dafür mit.

Wie können Eltern mit diesen Gefahren umgehen?

Alle Eltern müssen für sich selber entscheiden, was sie ihren Kindern erlauben und was nicht. Wichtig ist aber, dass sie mit ihren Kindern über die Gefahren sprechen und ihnen Lösungen anbieten. Auch, dass sie den Kindern mitteilen, dass sie die App installiert haben – und dies nicht geschieht, um sie zu überwachen, sondern um sie zu schützen, wenn unangemessene Inhalte aufgerufen oder kommuniziert werden.

Infos über www.keeperschildsafety.net

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