Freizeit

Entdecke Österreich – Dolce Vita an der Mur

Graz weiß junge Familien mit einer entzückenden Altstadt, modernen Museen, einem vielseitigen Gastro-Angebot und nicht zuletzt guter Öffi-Anbindung zu begeistern.

Die Murinsel in Graz

Wer nach Graz aufbricht, braucht keine großartige Vorbereitung. Denn Graz ist groß genug, um sicher sein zu können: Da ist immer etwas los! Das gilt nicht nur für kulturinteressierte Erwachsene, sondern auch für junge Familien und Eltern mit kleinen Kindern. Etwas Planung ist dennoch sinnvoll. Sie garantiert etwa, dass man als Erwachsener en passant vorsätzlich an Sehenswürdigkeiten vorüberkommt, für die sich der Nachwuchs vielleicht noch nicht begeistern lässt. Sie lassen sich aber vielleicht einfach im Vorbeigehen „mitnehmen“. Schließlich sollen bei einem Ausflug oder Städtetrip alle auf ihre Kosten kommen. (Auf YouTube bieten etwa vorweihnachtliche Design-Spaziergänge durch die „City of Design“ Inspiration, welche Wege man beim Flanieren einschlagen könnte.)

Reservierung sinnvoll, zumindest fürs Musicals

Rechtzeitige Voranmeldung ermöglicht es außerdem, bei einem Grazbesuch Programmpunkte einplanen zu können, die limitiert sind. Etwa um Karten fürs Kindertheater, für Musicalaufführungen (im November startet „Robin Hood“) zu bekommen. Wie bei jedem Urlaub mit den Kleinen empfiehlt es sich, sich nicht zu viel vorzunehmen. Mehr als zwei tägliche Programmpunkte sorgen schnell für Stress. Und niemand hetzt gern von A über B nach C um schließlich zu spät mit hungrigen, raunzigen Kindern Station D zu erreichen. Dann lieber entspannt und ohne konkretes Ziel mal auf einem Markt vorbeischauen. Von Montag bis Samstag hat man z. B. für den Kaiser-Josef-Markt (Kaiser-Josef- Platz, hinter der Oper) jeweils von 6 bis 13 Uhr Zeit. Ein Zeitfenster, das entschleunigt. Und hungrig verlässt den Markt sicher niemand.

Spaziergang über Murinsel und -Brücke

Die Innenstadt ist auch in Graz überschaubar. Deshalb erkundet man sie am besten zu Fuß, ohne festes Ziel flanierend und mit dem einzigen Vorsatz: zu gehen, wohin die eigenen Interessen einen ziehen. Ausgangspunkt einer Stadterkundung kann, nur zum Beispiel, die Murbrücke sein – oder die schwimmende „Murinsel“. Letztere ist – eine Erinnerung an das lange zurückliegende Kulturhauptstadtjahr 2003 – längst zum Klassiker geworden und wie der Uhrturm oder das Kunsthaus ein visuelles Aushängeschild der Stadt. Mit Spielen („Entdecke den Uhrturm!“) bleiben die Kleinen auch bei längeren Spaziergängen bei Laune. Bei trübem oder regnerischem Wetter gibt es in der Innenstadt eine Vielzahl kleiner Café (wie das „Tribeka“ am Grieskai) oder Lokale, die meisten davon sehr kinderfreundlich.

www.murinselgraz.at

Das kunterbunte Kindercafé von Martin Auer

Das „Kindercafé Tummelplatz“ von Martin Auer teilt sich das Gebäude mit den Grazer Kinderfreunden. Das ist kein Zufall: Erstens ist Martin Auer ein besonderer Kinderfreund, zweitens ist das praktisch. Denn ist im Lokal einmal zu wenig Platz zum Spielen, dann können die Kleinen auch den nebenan gelegenen Spielraum der Kinderfreunde nutzen. Sonst gibt’s in dieser besonderen Filiale von Martin Auer neben Buntstiften, Papier und Spielzeug, was es in allen anderen seinen Filialen gibt: feinstes Brot und Gebäck, Kaffee, Kakao und Süßes. Und: genügend Abstellplätze für Kinderwägen.

www.martinauer.at

Nähworkshop bei Juanita

Es muss bei Regen nicht immer ins Museum oder ins Flip Lab geben. Letzteres gibt es auch in Graz (Weblinger Gürtel 25, 8054 Graz). Es kann auch ein Nähworkshop sein. In Juanitas Nähbox gibt es laufend Angebote für erwachsene Kreative ebenso wie für Kinder. Auch Kinder-Näh- Geburtstage können hier gefeiert werden. Einzige Voraussetzung sind Kreativität und Lust am Stoff sowie am Ausprobieren.

www.juanitas-naehbox.com

Ritterrüstungen im Zeughaus

Nicht nur in der „Ritterphase“ spannend: ein Besuch im Zeughaus des Joanneum. Die Sammlung von 32.000 (!) Rüstungen, Panzerungen, Schwertern, Schildern und Speren, Kanonen und Feuerwaffen ist die größte historische Waffenkammer der Welt (mit Exponaten vom 15. bis ins 18. Jahrhundert). Das Kinderprogramm widmet sich nicht nur am Weltfriedenstag der Friedenserziehung. Für Kinder von 6 bis 10 Jahren gibt es regelmäßige Führungen unter dem Motto „Vom Zeughaus und seinem Zeug“.

www.museum-joanneum.at/landeszeughaus

„Frida und Fred“ - Entdeckermuseum für Kinder

Wer mit Kindern in Graz war und nicht bei „Frida und Fred“ vorbeigeschaut hat, dem ist etwas Wesentliches entgangen. Es ist ein Entdeckerparadies für Kinder und widmet sich immer wieder neuen Themen, die von einem engagierten Team kindgerecht aufbereitet werden – sodass mit Sicherheit auch die großen Begleitpersonen bei jedem Besuch etwas Neues lernen und mitnehmen. Aktuell ist bei Frida und Fred die Zeit Thema. „Der Uhr auf der Spur“ heißt die entsprechende Ausstellung, in der das Phänomen Zeit interaktiv erlebt werden kann (empfohlen ab 8 Jahren). Jüngere Besucher (3 bis 7 Jahre) reisen zum selben Thema in „Das kleine Städtchen Jederzeit“. Ebenfalls erbauliche Stunden versprechen das Forschungslabor (ab 8 Jahren zum Thema „Reise(s)pass durchs Universum“ und wechselnde Kindertheatervorstellungen.

www.fridaundfred.at

The Slide - die Rutsche am Schlossberg

Ebenfalls ein Ort, den man in Graz besucht haben muss: der Schlossberg. Hinauf geht es entweder mit der Zahnradbahn oder über die Stufen, hinunter mit dem Lift im Berg – oder mit der neuen Schlossbergrutsche. Die ist aber nichts für Zwerge. Ab einer Mindestgröße von 1 Meter 30 ist man in 40 Sekunden unten – in der 175 Meter langen, 64 Meter hohen „höchsten Underground- Rutsche der Welt“ (Selbstbeschreibung). Gut möglich, dass es auch die Großen dann gleich nochmal hinauf zieht. Eine gute halbe Stunde dauert eine Fahrt mit der Grazer Märchenbahn (zwergentauglich ab 4 Jahren). Dieser Evergreen aus den 1960er Jahren wurde vor einiger Zeit modernisiert, ist nun teilweise interaktiv (Spielen mit Taschenlampen) und immer noch ein Erlebnis.

www.schlossbergrutsche.at

www.grazermaerchenbahn.at

Naturkundemuseum des Joanneum

Egal zu welcher Jahreszeit, ein Besuch im Joanneumsviertel hat immer etwas zu bieten. Besonders beliebt bei jungen Gästen und Familien ist das Naturkundemuseum mit seiner Dauerausstellung „Der Natur auf der Spur“. Laufend wechselnde Schauen garantieren nicht nur Besitzern von Jahreskarten Abwechslung, sondern halten auch Anschluss an relevante Themen und erden global Brisantes fundiert in der Steiermark: aktuell etwa „Boden in Bewegung“ (über Hangrutschungen im Klimawandel) oder eine noch bis 21. November zu sehende Intervention über „Sportliche Höchstleistungen in der Natur“.

www.museum-joanneum.at/ naturkundemuseum

Kindertheater - Next Liberty

Next Liberty nennt sich das Theater für junges Publikum der Bühnen Graz. Es bringt Klassiker (im Oktober z. B. Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ in einer Überarbeitung von Christian Schönfelder, ab 6 Jahren) ebenso auf die Bühne wie neue Stücke für Jugendliche. Im Oktober feiert beispielsweise Kristo Sagors „Iason“ Premiere (ab 14 Jahren). Ab 5. November (Premiere) heißt es „Hexe Hillary geht in die Oper“ (von Peter Lund, ab 5 Jahren); ab 13. November singt für die ganze Familie „Robin Hood“ (Musical).

www.nextliberty.buehnen-graz.com

Veggie-Snack im „Mangolds“

Längst weit mehr als ein Café und Restaurant ist das „Mangolds“ in der Griesgasse. Die schmackhaften, gesunden und inspiriert von Julia Pengg und ihrem Team zubereiteten Speisen sind aber immer noch der Hauptgrund, warum es sich hier um die Mittagszeit und nachmittags auf eine bekömmliche Stärkung, einen Salat oder auf Kaffee und Kuchen vorbeizuschauen lohnt. Für Kinder wie Eltern angenehm: Es gibt eine Kinderlese- und eine Spieleecke. Gekocht wird frisch, bevorzugt mit regionalen, immer öfter auch mit Bio-Zutaten. Ausnahmslos vegetarisch.

www.mangolds.com

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