Nachhaltigkeit

Mama, was ist der Klimawandel?

Begriffe wie „CO2“, „Treibhauseffekt“ und „Klimaschutz“ sind heute in aller Munde. Wie können Eltern ihren Kindern erklären, worum es dabei eigentlich geht?

Einen Klimawandel hat es auf der Erde schon immer gegeben. Doch die Phasen von Erwärmung und Abkühlung gingen sehr langsam vor sich. So hatte die Natur immer genug Zeit, sich auf die bevorstehenden Veränderungen einzustellen. Aber jetzt ist der Mensch dafür verantwortlich, dass die Erde sich so schnell erwärmt. Und das hat schlimme Folgen für die Umwelt, die Tiere und die Menschheit selbst.

Wie können Sie Ihrem Kind die Vorgänge rund um den Klimawandel näherbringen?

 

Es ist vielleicht hilfreich, wenn Sie diesen Artikel einfach vorlesen: Klimawandel bedeutet, dass sich die Erde erwärmt. Es ist in den letzten 100 Jahren um circa 1 Grad wärmer geworden. Das klingt gar nicht so viel, hat aber sehr schlimme Folgen. Denn jetzt schmelzen zum Beispiel die Gletscher und das Eis an den Polen. Deshalb steigt der Meeresspiegel und es kommt zu Überschwemmungen. Auch viele Inseln werden kleiner oder versinken irgendwann ganz im Meer. Starker Regen, Hagel, Stürme, Hitzewellen und lange Trockenzeiten nehmen zu. Während es in manchen Teilen der Erde mehr Überschwemmungen gibt, breiten sich anderswo die Wüsten aus. Durch große Trockenheit und fehlenden Regen gibt es in vielen Gebieten mehr Waldbrände. Das ist besonders schlimm, weil es ja die Bäume sind, die das klimaschädigende CO2 speichern. Durch die Brände wird das dann freigesetzt, gelangt in die Erdatmosphäre und heizt sie durch den Treibhauseffekt weiter auf. Die Treibhausgase sind also schuld am Klimawandel. Aber nur, weil es zu viele davon gibt und die Wärme nicht mehr in die Atmosphäre entweichen kann. Eines dieser Gase ist Kohlendioxid, kurz CO2. Das wird zum Beispiel von Fabriken, Autos und Flugzeugen jeden Tag einfach so in die Luft gepustet und verstopft sozusagen die Umwelt. Bäume können CO2 in Sauerstoff umwandeln – aber leider werden immer mehr Wälder von uns Menschen abgeholzt, um die Fläche anders zu nutzen. Zum Beispiel um Städte und neue Fabriken zu bauen, oder Futterflächen für Tiere zu schaffen, die nur gezüchtet werden, um von uns gegessen zu werden. Die Meere werden wärmer und viele Fische, Wale und vor allem Korallen könnten bald für immer verschwinden. Weil Tiere und Pflanzen sich dem Klimawandel nicht so schnell anpassen können, sind manche vom Aussterben bedroht.

So wird Ihr Kind zum Klimahelden:

 

Weißt du, niemand ist zu klein, um sich um unsere Erde zu kümmern. Deshalb schreiben wir jetzt eine Liste mit Tipps, wie du und wir als Familie Klimaschützer werden. Die hängen wir dann an die Türe zum Kinderzimmer, an den Kühlschrank oder an einen Platz, wo wir sie immer sehen.

Wir fahren Fahrrad oder gehen zu Fuß.

Wir müssen nicht immer mit dem Auto fahren – Rad, Bahn oder Bus gehen doch auch.

Wir sparen Strom.

Schalte den Fernseher, den Computer oder die Spielekonsole aus, wenn du dein Zimmer verlässt. Wir schaffen uns auch eine Mehrfachsteckdose an – mit der geht das ganz einfach. Außerdem drehen wir Licht ab, das wir gerade nicht brauchen.

Wir essen weniger Fleisch.

Wenn wir mehr Obst und Gemüse essen statt Fleisch, tun wir nicht nur den Tieren etwas Gutes, sondern auch dem Klima. Denn die Haltung und Fütterung von Rindern, Schweinen und Hühnern verbraucht ganz viel CO2. Natürlich müssen wir uns vielleicht erst daran gewöhnen, weil uns Wurst und Fleisch ja schmecken.

Wir vermeiden Plastik.

Wir nehmen zum Einkaufen eben Stoffbeutel. Außerdem kaufen wir möglichst nur Sachen, die nicht in Plastik verpackt sind. Denn das ist Müll, der in der Entsorgung dann wieder giftige Gase verursacht.

Wir müssen in den Urlaub nicht immer fliegen.

Es gibt so viele tolle Landschaften zu entdecken. Wir planen unsere Ferien so, dass wir auch mit der Bahn hinkommen. Denn ein Flugzeug produziert ganz viel schädliches CO2. Außerdem können wir so mehr Spielzeug mitnehmen.

Sachen verschenken.

Wirf Spielsachen bitte nicht weg. Vielleicht kannst du sie ja verschenken und dann freut sich ein anderes Kind darüber.

Strom aus Sonne, Wind und Wasser.

Klingt das nicht schön? Diesen Strom nennt man Ökostrom oder grünen Strom. Wenn wir zu Hause auf Ökostrom umzustellen, können wir jedes Jahr richtig viel CO2 sparen.

Wir haben nur diese eine Erde. Aber wie du siehst, kannst du und unsere Familie viel dafür tun, dass wir eine Zukunft schaffen, in der es sich zu leben lohnt.

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