Freizeit

Österreichs Snowboard-Family

In den 1980er-Jahren stieg der Steirer Dieter Krebernik mit 41 von zwei Ski auf ein Brett um und steckte so zwei nachfolgende Generation mit dem Snowboard-Fieber an. Sein Sohn Lilo gibt in hello familiii Tipps, wie man die Kids zum Boarden bringt und wo man dafür hinfahren soll.

Kaum mehr als 20 Minuten mit dem Auto vom nächsten Skigebiet entfernt zuhause: Die Kreberniks aus Köflach in der Weststeiermark hatten schon deswegen die besten Voraussetzungen für Wintersport-Leidenschaft.

 

 

Die Riglet Parks sind die beste Spielwiese für die ersten Versuche der Kleinsten am Brett.

 

 

Ingeborg und Dieter Krebernik sind für ihre Enkel auch die perfekten Snowboard-Lehrer.

Noch dazu sind die Eltern, Dieter und Ingeborg, Skilehrer. Dass die Söhne schnell von den Alpinski auf das Snowboard umstiegen, verdanken sie allerdings vor allem dem Vater: Dieter Krebernik wechselte mit 41 auf das Brett, weil ihn das Skifahren bei Knien und Rücken zunehmend Probleme bereitete. Und er machte bald eine Snowboardlehrer-Ausbildung „Als Kinder waren wir immer am Berg, meistens am Gaberl, damals gab es dort mehr Schnee als heute“, erzählt Lilo Krebernik. Später, als Snowboard noch weniger Leistungs- als vielmehr Lifestylesportart war, nahm er an Europa- und Weltmeisterschaften teil. Gemeinsam mit seiner Frau Kathy Macheiner wohnt er längst in Wien, beide sind Grafikdesigner. Der dritten Generation der Kreberniks, Hedi, Wally, Ferri und Stani, war das Boarden also quasi in die Wiege gelegt, aber nicht nur das: „Wir betreiben eigentlich alle Board-Sportarten, im Sommer Skateboard als Ergänzung, und zuletzt waren wir surfen in Frankreich und in Portugal.“ Die Snowboard-(oder Board-)Großfamilie Krebernik umfasste schon einmal elf Personen in drei Generationen mit einer Altersspanne von 72 Jahren.

„Unsere Kinder sind im Jahr sicher 40 oder 50 Mal im Schnee unterwegs.“

Im Volksschulalter geht‘s am besten los

Wann sollte man die Kinder also zum ersten Mal aufs Board stellen? „Bei uns war das natürlich ganz speziell, weil wir die Kleinkinder immer schon im VW-Bus mit auf den Berg genommen haben. Das Volksschulalter ist grundsätzlich ideal, da lernen sie am schnellsten“, weiß Lilo Krebernik. Kurse gibt es bisweilen schon für Kids ab drei, der Anfang fällt den Kleinen aber oft etwas schwerer als beim Alpinskifahren. „Man muss zu Beginn als Elternteil oder Lehrer mehr mithelfen, sich mehr mit jedem Schüler beschäftigen als beim Skifahren.“ Daher empfiehlt er, die kleinen Kinder auf keinen Fall zu überfordern, bei den ersten Lektionen geht es etwa darum, die Bindung richtig aufzumachen. „Sie sollen immer spielerisch beginnen, und wenn sie sich nach ein paar Minuten überfordert fühlen, einen Schneemann bauen gehen.“

„Leistungssport- Ambitionen hat in unserer Familie keiner. Boarden ist unser Lifestyle.“

Material für Kids oft nicht leicht zu finden

Wintersport ist hierzulande generell nicht besonders billig, was Liftkarten und Unterkunft angeht. Insbesondere, wenn die ganze Familie unterwegs ist. Dazu kommt, dass es beim Snowboarden in den meisten Gebieten kaum Kinderkurse und noch weniger Leih-Ausrüstungen gibt. „Die Industrie hat die Kinder jahrelang vernachlässigt, es gab kaum passende Boards, in jüngster Zeit wird das aber immer besser, Burton macht da sehr viel“, erzählt der Snowboard-Papa. Am wichtigsten für den Spaß und die Erfolgserlebnisse ist also das passende Board (kein zu großes kaufen!), wo man auf Willhaben & Co oft günstige und gute findet. Wenn die Kinder besser und mutiger sind, sollte man auch an Rückenprotektoren denken. Und eisige Pisten sind ja auch bei den Alpinskifahrern nur für besonders geübte zu empfehlen. Wichtig: vom ersten Schwung an nie ohne Helm. Snowboarden ist aber weder schwieriger zu lernen noch gefährlicher als Alpinskifahren, und bis zwölf gilt ohnehin Helmpflicht. Lilo Krebernik: „Unsere Kinder
sind pro Jahr 40 oder 50 Tage am Schnee, Leistungssport-Ambitionen hat aber keiner in der Familie. Snowboarden ist einfach unser Lifestyle.“

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