Quidditch für Muggel

Ja, das gibt es wirklich! Die zauberhafte Sportart aus den Harry Potter-Filmen hat auch in der Menschenwelt Fuß gefasst und erfreut sich bei vielen Fans großer Beliebtheit – so auch bei den Fortress Falcons, einem Salzburger Verein.
Beim Stichwort Quidditch denken Harry Potter-Fans meist an heldenhafte Szenen aus Matches, die auf fliegenden Besen ausgetragen werden und in denen der blitzschnell schwirrende Goldene Schnatz vor der Nase von Harry und Draco davonfliegt – oder von der Hauptfigur verschluckt wird. „Fliegen können wir natürlich nicht“, lacht Richard Frasl, Vereinsgründer und Teamtrainer des Salzburger Quidditch-Vereins Fortress Falcons. Eine Art Besen gibt es aber natürlich: „Als Besenattrappe befindet sich aber immer eine ca. ein Meter lange PVC-Stange zwischen den Fü.en der Spieler* innen“, sagt Richard.
Quidditch für Anfänger
Wie die Sportart bei Muggeln funktioniert? Mit ein bisschen Know-How garnicht so schwierig, wie der Teamtrainer erklärt: „Quidditch ist ein gemischtgeschlechtlicher Vollkontaktsport, der Elemente aus den Sportarten Handball, Dodgeball und Rugby vereint. Insgesamt gibt es vier verschiedene Positionen: Keeper, Chaser, Beater und Seeker. Gespielt wird sieben gegen sieben. Nach 20-25 Minuten ist eine Partie normalerweise zu Ende.“ Die einzelnen Positionen auf dem Spielfeld haben natürlich gemäß dem originalen Sport verschiedene Aufgabenfelder: So sind Keeper und Chaser für das Toreschießen mit dem Quaffel (meist ein Volleyball) verantwortlich, die Beater versuchen mit Dodgebällen, sogenannten Bludgern, gegnerische SpielerInnen abzuwerfen. Und der berühmte goldene Schnatz? „Nach 18 Minuten kommt der Schnatz aufs Spielfeld. Ein Schiedsrichter mit einem Tennisball, der in einer Socke an seinem Hosenbund baumelt, schlüpft in diese Rolle. Da er keinen Besen hat, ist das ein klarer Vorteil“, so der passionierte Spieler. Die Seeker haben von da an die Aufgabe, den „Schnatz“ zu fangen. Die wohl wichtigste Regel des Spiels hängt mit dem „Besen“ zusammen, auf dem die SpielerInnen sitzen, erläutert Richard: „Wer von einem Bludger abgeschossen wird oder generell seinen Besen verliert, gilt als „off broom“, als vom Besen gefallen. Danach muss man mit dem Besen in der Hand zu seinen eigenen Ringen zurücklaufen und einen davon berühren. Erst danach darf man wieder aktiv am Spiel teilnehmen.“ Quidditch-Interessierte sollte bewusst sein, dass die Sportart doch recht anstrengend ist – so werden neben der Ausdauer auch die Schulter- und Beinmuskulatur stark beansprucht. Kindern und Jugendlichen, die sich für den Harry-Potter-Sport interessieren, rät der Trainer: „Ausdauer, Ballgefühl und eine Portion Robustheit schaden nicht.“ Und weiter: „Es kann ja durchaus ein wenig zur Sache gehen, wobei es kein Tackling im Kidditch, Quidditch für Kinder, gibt.“ Na dann: Ab auf den Besen!

Richard Frasl
Fortress Falcons Salzburg
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