Entdecke Österreich: Zauber an der Salzach

Wunderbar überschaubar: Salzburg ist besonders im Advent einen (Wochenend-)Ausflug wert. Alle Attraktionen sind gut zu Fuß oder bequem mit Öffis erreichbar – auch die außerhalb gelegene Stille-Nacht-Kapelle.
Salzburg ist zu jeder Jahreszeit reizvoll. Besonders stimmungsvoll ist es in der Altstadt aber in der Vorweihnachtszeit. Großartiges Programm braucht man da theoretisch zwar gar keines. Gerade wer nicht zum ersten Mal in der Stadt ist, kann sich auch einfach durch die stimmungsvoll geschmückte Stadt treiben lassen, zwischendurch für gebrannte Mandeln Halt machen und sich – z. B. am Mirabellplatz – mit einem (Kinder-)Punsch aufwärmen. Oder in Mozarts Geburtshaus (Getreidegasse 9) vorbeischauen. Wichtig ist nur, dass man sich dabei nicht von der vorweihnachtlichen Hektik mitreißen lässt, vor der auch Salzburg nicht verschont bleibt.
Kultur – auch für Kinder
Es ist natürlich trotzdem sinnvoll, sich vorab zu überlegen, welche Stationen man bei einem Salzburgwochenende mit den Liebsten jedenfalls ansteuern möchte. Denn auch wenn die Stadt angenehm überschaubar ist: Sie hat doch mehr zu bieten als sich einfach so an zwei, drei Tagen bewältigen lässt. Und gerade kulturell wird Salzburg seinem Ruf auch gerecht wenn es um ein anspruchsvolles Programm für Kinder geht. Es ist nicht ausgeschlossen, an Restkarten zu gelangen, eine Reservierung empfiehlt sich dennoch. Wer die Stadt nicht nur zu ebener Erde auskosten möchte, nimmt den Lift auf den Mönchsberg und genießt den Blick über die Altstadt. Dazu muss man nicht zwingend im Restaurant M32 essen (hinter der Glasfassade blickt es sich von dort aber besonders beschaulich aufs Geschehenhinunter). Was zu jeder Jahreszeit fasziniert, sind die neuen und historischen Exponate des Spielzeugmuseums (Bürgerspitalgasse 2) sowie die dort angesiedelte Kinderbibliothek. Gerade in der Vorweihnachtszeit verwandeln sich dort aber auch Erwachsene für eine kurze Zeit wieder in große, verspielte Kinder.
Fantastische Reisen im Salzburger Marionettentheater
Wer sich dem Zauber der Fantasie hingeben möchte, ist im Salzburger Marionettentheater goldrichtig. Dort wird schon seit 1913 Marionettentheater gespielt – und das auf allerhöchstem Niveau. Was bis in die Nachkriegszeit von Hans Wurst dominiert war (also dem Kasperl), verfügt längst über ein weitreichendes Repertoire an Klassikern (von der „Zauberflöte“ über „Fidelio“ bis zu „Der kleine Prinz“) und hat derzeit um die 500 Marionetten im Einsatz. Auch der „Sound of Music“ und „Alice im Wunderland“ begeistern ein junges wie ein älteres Publikum gleichermaßen.
www.marionetten.at
Adventzauber im Märchenwald von Schloss Hellbrunn
Wo in der warmen Jahreszeit (und ab April wieder) die Wasserspiele locken, verzaubert jedes Jahr ab Mitte November ein Märchenwald aus über 700 mit roten Kugeln und Lichterketten geschmückten Nadelbäumen. Darüber hinaus wartet der Adventmarkt vor dem Lustschloss Hellbrunn mit einem umfangreichen Kinderprogramm auf – und die Fassade der 24 Fenster wird zu einem überdimensionalen Adventskalender.
www.hellbrunneradventzauber.at
Weihnachtsstimmung in der Stille-Nacht-Gedächtniskapelle außerhalb der Stadt
Außerhalb der Stadt Salzburg gelegen, aber vom Hauptbahnhof aus gut mit der Lokalbahn (S1, S11) erreichbar, ist die Stille-Nacht-Kapelle in Oberndorf. Einen weihnachtlicheren Ort wird man vermutlich in ganz Österreich nicht finden. Die 1937 eröffnete Gedächtniskapelle steht anstelle der einstigen St.-Nikolaus-Kirche, in deram 24. Dezember 1818 zum allerersten Mal das Weihnachtslied „Stille Nacht“ von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber aufgeführt wurde. Der Rest ist kanonisierte Weihnachtsgeschichte. Hier wird sie – weitgehend unverkitscht – zelebriert. Die Kapelle ist ganzjährig (von 8.30 bis 18 Uhr) geöffnet, wird zwischendurch aber immer wieder kurz für Führungen gesperrt.
www.stillenacht-oberndorf.com
Klassiker des Kinder- und Jugendtheaters im Schauspielhaus
Verschoben auf die Spielzeit 21/22 werden musste (u. a.) Ottfried Preußlers Klassiker „Räuber Hotzenplotz“ (ab 5 Jahren), in dem unter der Regie von Daniela Meschtscherjakov der listige Räuber Hotzenplotz den Kasperl und den armen Seppel gefangen nimmt. Für die ganz Kleinen (ab 2 Jahren) auf dem Programm: „Einladung zum Ball“ – ein interdisziplinäres Bewegungsstück mit Bewegung und Musik, das der Frage nachgeht, wie es wäre, wenn wir nicht wüssten, dass ein Ball ein Ball ist. Auch älteren Kindern und Jugendlichen macht das Schauspielhaus Klassiker schmackhaft: „Sherlock Holmes’ größter Fall“ (von Arthur Conan Doyle) sowie „In 80 Tagen um die Welt“ (von Jules Verne).
www.schauspielhaus-salzburg.at
Ein halber Tag im Haus der Natur
Mehr als bloß „Schlechtwetterprogramm“ bietet das Haus der Natur. Es ist ein modernes Museum für Natur und Technik mit einem Aquarium und Reptilienzoo, einem durchdacht aufbereiteten Science Center und einer vielseitigen Dauerausstellung. Sie reicht von einer Reise in den menschlichen Körper bis in die Urzeit oder führt hinaus in den Kosmos. Ein Besuch im Haus der Natur lässt sich gut mit einem Mittag- oder Abendessen in der unweit gelegenen Humboldtstubn (Gstättengasse 4) verbinden, einem bodenständigen Biowirtshaus.
www.hausdernatur.at










Forum
Diskutieren Sie über diesen Artikel
Insgesamt 0 Beiträge