Freizeit

Auf geht’s zum Pistenvergnügen

Wie der Einstieg ins Skifahrerleben perfekt gelingt und worauf Eltern beim Skifahren mit Kindern achten sollten, damit der Nachwuchs nicht die Freude am Skisport verliert.

Kaum ein Wintersport erfreut die Gemüter der ÖsterreicherInnen so sehr wie das Skifahren. Ich selbst bin im Alter von drei Jahren das erste Mal auf Skiern gestanden und durfte so meine große Begeisterung für diesen Bergsport entwickeln. Ich erinnere mich an Aufstiegsübungen im Treppenschritt mit kurzen Plastikskiern inmitten einer Gruppe gleichaltriger Zwerge, umgeben von den Tiroler Bergen, behütet vom Skilehrer Franz in Jochberg. Meine gesamte Kindheit hindurch haben mich Winterurlaube in Schikursgruppen mit spannenden Abschlussrennen begleitet, die ich meistens gewann, oder aber mein Bruder. Auch als Jugendliche ließ meine Liebe zum Skifahren nicht nach und ich legte dann im Rahmen der Lehrerausbildung natürlich die Skilehrerprüfung ab.

Skifahren ist ein Sport fürs Leben

Als junge Mutter von zwei Söhnen begann ich diesen ebenfalls im Alter von drei Jahren, den Spaß des Skifahrens nahezubringen, jedoch zunächst nicht gleich in der Schischule. Meinen damals dreijährigen Sohn nahm ich anfangs zwischen meine Beine und wir fuhren im Pflug die Pisten hinunter, mein zweijähriger Sohn fuhr in einer Rückentrage bei mir mit. (Nicht unbedingt empfehlenswert, weil sehr gefährlich!) Ich glaube das ist der Grund, warum ich ihn, der sich heute hier als Experte äußern wird, einfach ein paar Wochen später allein auf den Hang stellen konnte und er fuhr tadellos Ski, als hätte er es schon lange vorher gelernt. Ich denke er hat den Bewegungsrhythmus in den Kurven quasi durch das Mitfahren am Rücken im Blut gehabt, das einzige Problem war: er war zu schnell und wollte nicht bremsen. So blieb auch ihm nur der Weg in den Skikurs und damit wurde eine Weiche zur späteren Teilnahme im Skikader und an unzähligen Fis-Rennen gelegt. Einem Kind einen Sport beizubringen, verändert sein späteres Leben nachhaltig. Auch wenn es heute oft schon wenig Schnee gibt und Winterurlaube sehr teuer sind, kann ich Ihnen nur ans Herz legen, Ihrem Kind das Skifahren beizubringen- es lohnt sich auf jeden Fall.

STEFAN CERNY, Inh. Fit4business, Skilehrer und Ex-Rennläufer empfiehlt

• Kinderski nicht zu lang, ein kürzerer Ski fährt leichter um die Kurve;

• Skischuhe nur gemeinsam mit dem Kind aussuchen, sie müssen passen, einfach zu schließen sein und dürfen keinesfalls weh tun;

• Bequeme Skikleidung, einfach aus- und anzuziehen für Toilettengänge auf der Piste; warme Fäustlinge;

• gut passender Skihelm;

• Skistöcke sind zu Beginn nicht unbedingt nötig.

• Zeichnen Sie mit den Kanten Linien in den Schnee;

• Lassen Sie das Kind selbst in die Bindung steigen und sie schließen sowie öffnen;

• Lassen Sie das Kind im Stehen mit angeschnallten Skiern in die Hocke gehen und ziehen Sie es ein Stück durch den Schnee.

STEFAN CERNY rät zu einem kleinen Hang mit Gegenhang, so nimmt man dem Kind die Angst vor dem Bergabfahren, weil es gleich gegenüber wieder bergauf geht. In vielen Schigebieten gibt es für die Kleinsten sanft absteigende, kleine Hänge, auf denen man durch Schwammerl unten durchfahren und um andere Figuren herumfahren kann. Das macht Spaß und da sind auch andere Anfänger. Vielfach gibt es einen Zauberteppich, der einen bergauf befördert. Planen Sie einen derartigen Kinderskizirkus als zweite Station beim Lernen ein. Stefan Cerny: „Auch der Bergtransport mit sogenannten „Tellerliften“, wo eine Plastiktellerform zwischen die Beine geklemmt wird, hilft den Kleinsten beim Transport auf den Berg. Manchmal gibt es Bügel zum Anhalten, die noch kleiner sind als die echten Schleppliftbügel und man muss sich nur anhalten und hinaufziehen lassen, das ist ein guter Start für die Kleinen.“  Ist es anfangs der sogenannte V- Pflug, so lernen viele Kinder sehr rasch auch das „Parallelfahren“. Anders als früher hat man heute bei Carving Skiern aber die Schi nicht mehr eng zusammen, um „schön“ zu fahren, sondern hüftbreit. Ein Ziel muss es auf jeden Fall sein, ästhetisch schön zu fahren, denn es geht nicht darum, einen Berg hinunter zu rasen und es ist gefährlich, nicht bremsen zu können. Am besten lernt Ihr kleiner Held auch das Bremsen durch Nachahmung. Zeigen Sie mit etwas übertriebener Bewegung das Stehenbleiben im Pflug durch den Einsatz der Innenkanten vor, Ihr Kind macht es Ihnen nach.

 

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