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Wenn das Internet schneller ist als die Erziehung

Safer Internet Day 2026: Neue Daten aus Österreich zeigen hohe Bildschirmzeiten und große Unsicherheit bei Eltern, die fürchten, mit dem Internet bei der Erziehung nicht Schritt halten zu können.

Anlässlich des Safer Internet Day 2026 unter dem internationalen Motto „Together for a Better Internet“ stehen die digitale Sicherheit von Kindern und Jugendlichen sowie der Umgang mit der Bildschirmzeit im Fokus.

Aktuelle Auswertungen aus anonymisierten Onboarding-Daten der österreichischen Kinderschutz-App Ohana von rund 20.000 Eltern zeigen ein deutliches Bild: Mehr als 60 Prozent der Kinder verbringen täglich drei Stunden oder mehr an Smartphone, Tablet oder Konsole, jedes dritte Kind sogar über fünf Stunden. Nur rund zehn Prozent nutzen ihr Gerät weniger als eine Stunde pro Tag. Hohe Bildschirmzeit ist damit längst zur Norm geworden.

60 % der Eltern wissen nicht, was ihr Kind im Internet gesehen hat

Besonders deutlich wird die Unsicherheit vieler Eltern beim Thema Inhalte. „Nur 14 Prozent der Eltern sind sich sicher, dass ihr Kind online noch nichts Ungeeignetes gesehen hat. Rund 25 Prozent gehen davon aus, dass ihr Kind bereits mit schädlichen Inhalten konfrontiert war, und insgesamt konnten 85 Prozent der Befragten nicht ausschließen, dass ihr Kind bereits entsprechende Erfahrungen gemacht hat. Mehr als 60 Prozent geben an, nicht genau zu wissen, was ihr Kind im Internet gesehen hat“, sagt Christian Orgler, Gründer und Geschäftsführer von Ohana.

Cybermobbing bei Kindern
85 Prozent der Eltern glauben, dass ihr Kind im Internet bereits mit schädlichen Inhalten konfrontiert wurde.

Jugendliche verbringen 80 Minuten am Tag mit Gaming

Studien unterstreichen die Bedeutung digitaler Angebote im Alltag junger Menschen. Laut Jugend-Internet-Monitor¹ nutzen rund neun von zehn österreichischen Jugendlichen täglich mindestens einen Social-Media- oder Messenger-Dienst. Diese Plattformen werden von der großen Mehrheit nicht nur regelmäßig, sondern mehrmals täglich genutzt und prägen den digitalen Alltag maßgeblich. Eine weitere Jugend-Medien-Studie zeigt, dass digitale Spiele mittlerweile häufiger zur Freizeitgestaltung genutzt werden als persönliche Treffen mit Freund:innen. Jugendliche verbringen im Schnitt rund 80 Minuten täglich mit Online-Gaming.

Kinder brauchen im digitalen Raum keine totale Kontrolle, sondern verlässliche Rahmenbedingungen. Klare, altersgerechte Regeln und transparente Strukturen stärken die Selbstregulation und können problematischer Nutzung sowie Suchtentwicklungen frühzeitig vorbeugen. Das Internet wartet nicht – Kinder machen digitale Erfahrungen, lange bevor Eltern beginnen, sich mit Schutzlösungen zu beschäftigen“, erklärt Stefanie Parth, Expertin für Cyberpsychologie.

"Mehr als 60 Prozent geben an, nicht genau zu wissen, was ihr Kind im Internet gesehen hat“, sagt Christian Orgler, Gründer und Geschäftsführer von Ohana.

Ein besseres Internet entsteht durch gemeinsames Handeln

 

Ohana versteht sich als digitaler Begleiter für Familien. Die App wurde in Österreich entwickelt, ist DSGVO-konform und wächst mit dem Alter der Kinder mit. Sie vermittelt digitale Grundbildung und verbindet technische Schutzfunktionen mit wissenschaftlich fundierten Ansätzen aus der Cyberpsychologie. So unterstützt sie Eltern dabei, Bildschirmzeiten zeitlich und app-spezifisch zu strukturieren, Inhalte altersgerecht zu filtern und Gespräche über die digitale Welt konstruktiv zu begleiten.

 

Ein zentrales Feature ist der KI-gestützte „Smart App Check“, der Apps bewertet und Eltern dabei hilft, informierte Entscheidungen zu treffen. „Was uns besonders macht, ist die Kombination aus digitaler Grundbildung, umfassendem Webschutz, nachvollziehbaren Nutzungsstatistiken und Vergleichen mit Gleichaltrigen“, sagt Orgler. „Wir geben Eltern Orientierung, respektieren die Privatsphäre der Kinder und machen Regeln nachvollziehbar statt willkürlich. Ziel ist ein gesunder Umgang mit Smartphone und Co für die ganze Familie.“

Der Safer Internet Day 2026 macht deutlich: Ein besseres Internet für Kinder entsteht nicht durch Verbote oder Wegsehen, sondern durch gemeinsames Handeln – Aufklärung, Dialog und digitale Werkzeuge, die Sicherheit, Orientierung und Vertrauen schaffen.

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