Kulturreich durch das Jahr 2026
Ein paar freie Stunden lassen sich gut im Museum verbringen. „familiii“ zeigt, was die (Kultur-)Museen 2026 für unsere Kleinen im Angebot haben.

ZOOM KINDERMUSEUM
Bereits seit 1994 können Kinder im Zoom Kindermuseum in eigens entworfenen Erfahrungs- und Erlebnisräumen Themen aus Kunst, Wissenschaft und Alltagskultur auf spielerische Weise erkunden. Noch bis 8.2. gibt es dort die Ausstellung Kunst & Spiel zu erleben: Diese eignet sich für Kinder von sechs bis zwölf und soll die Kinder zum freien und ergebnisoffenen Spiel anregen. Die beiden raumgreifenden Arbeiten von Alfredo Barsuglia und Esther Stocker eröffnen unterschiedliche Spielangebote und künstlerische Positionen.
Ab 11.3. gibt es dann die Ausstellung „Donau Strom auf / Strom ab“ und darüber hinaus können ganzjährig die verschiedenen Bereiche des Kindermuseums besucht werden, wie zum Beispiel das Zoom Atelier, das Zoom Trickfilmstudio oder die Soundwerkstatt.

BELVEDERE
Wer nach den Weihnachts- und Silvester-Feierlichkeiten das heimische Wohnzimmer gegen Museumsräume tauschen will, hat gleich ab den ersten Jännertagen im Belvedere die Möglichkeit verschiedene Workshops zu besuchen: Los geht’s im Unteren Belvedere mit „Wenn Farben tanzen“, Klein und Groß können – auf den Spuren der Impressionist*innen – eigene Bilder kreieren. Im Oberen Belvedere steht bei „Goldschätze“ die Faszination Gold im Fokus. Im Belvedere 21 dreht sich wiederum beim Workshop „Total skulptural!“ alles um Skulpturen. Selbstportraits mittels bunter Cut-out-Collagen gestalten, das ist dann beim Workshop „Kopfkunststücke“ im Unteren Belvedere möglich. Im Belvedere 21 nähern sich die Kinder im Workshop „Ganz schön ich!“ den verschiedenen Arten, wie man Körper darstellen kann, an. Falten, kleben und lustige Zeichenroboter bauen oder mit Naturpigmenten malen kann man bei „Hallo Werkraum!“, ebenso im Belvedere 21. Darüber hinaus gibt es mehrmals die Möglichkeit, Museumführungen zu buchen und diese gemeinsam mit seinem Baby zu besuchen: „Cézanne, Monet, Renoir“, „Gustav Klimt. Kunst in Wien um 1900“, „Franz Xaver Messerschmidt“, „Ashley Hans Scheirl“, „Sandra Mujinga“, „Friedrich Kubelka / vom Gröller“, „Schaudepot Mittelalter und Renaissance“, „Ferdinand Georg Waldmüller“ und „Sue Williams“. Achtung: Die beschränkten Plätze für die Workshops und Führungen sind mitunter schnell vergeben, unbedingt online vorab reservieren!

KUNSTHAUS BREGENZ
Das Kunsthaus Bregenz bietet nicht nur Einzelausstellungen bekannter Künstler*innen an, sondern ebenso ein abwechslungsreiches Programm für alle jungen Besucher*innen, wobei der Fokus darauf liegt, die eigene Neugier zuzulassen und selbst zu experimentieren. Das Museum möchte daher einen kreativen Erlebnis- und Erfahrungsraum für jedes Kind bieten. So gibt es jeden zweiten Samstag die Kinderkunst, wo man die aktuelle Ausstellung erkunden kann und anschließend im Atelier bastelt.
Das Format gibt es auch in einer Spezialversion mit ständig neuen Schwerpunkten und es ist für Kinder von 5 bis 10 Jahren konzipiert. Zudem lädt das Kunsthaus Bregenz während der Ausstellung „Koo Jeong A“ von 31. Jänner bis 25. Mai 2026 zur Veranstaltung „Kunst & Kosmos“, einer Themenwoche mit Taschenlampenführung und Planetarium.
Von 6.2. bis 17. 4. ist für Kinder von drei bis fünf Jahren „Kunst Kinderleicht“ geplant, hier können die Kleinen Kunst mit allen Sinnen erleben. Auch in den Ferien gibt es Spannendes zu erleben, etwa den Osterworkshop „Frühlingsduft und Sternenhimmel“ für Kinder von sechs bis zwölf Jahren.
Am 23.4. lockt das „Public Space Pop-Up-Planetarium“: Im Kunsthaus Bregenz wird dann ein mobiles Sternenzelt aufgeschlagen, das Groß und Klein eine interaktive Reise durch das Universum ermöglicht.
Einen Tag darauf wartet die „Spot on! Taschenlampenführung“, dann können die Kinder das Kunsthaus Bregenz nachts entdecken.

UNIVERSALMUSEUM JOANNEUM
Das Universalmuseum Joanneum ist das älteste und zweitgrößte Museum Österreichs und besteht bereits seit 1811. Zu ihm gehören 20 Museen und ein Zoo – von Alter Kunst, Kultur und Geschichte, bis hin zu moderner und zeitgenössischer Kunst sowie Natur und Wissenschaft gibt es viel zu entdecken. 2026 dreht sich im Universalmuseum Joanneum an acht Standorten – darunter dem Kunsthaus Graz und dem Volkskundemuseum – (fast) alles um die Blume: Blumen sind beliebt und ein Zeichen für Friede, aber auch für die Fragilität des Lebens. Unter dem Titel „Bloom“ zeigt das Universalmuseum Joanneum zehn Ausstellungen und wie Blumen, Kulturen verbinden, aber zugleich den Kolonialismus antreiben, wie sie die Wissenschaften inspirieren und Mythen erschaffen und wie sie die Menschen von der Geburt bis in den Tod begleiten. Besonders interessant wird’s im Festivalmonat Juni, wenn zahlreiche Veranstaltungen warten.

FRIDA & FRED
Ab 21. März 2026 können Kinder im Grazer Kindermuseum Frida & Fred alles rund ums Tüfteln und BastelnSchließlich wird ständig etwas Neues erfunden oder etwas entdecken. Altes verbessert. Für Kinder von drei bis sieben Jahren ist die Ausstellung „Die Tüftelmäuse“ gedacht: Hier können die Kleinen selbst aktiv werden: Das Museum sagt zur Ausstellung: „Tanz mit den Tüftelmäusen und mach für sie mit einer Spieluhr Musik. Bring mit dem Gokart den MäusGang und dreh am Mäusekarussell. Mit einer Streichelmaschine hilfst du deiner Maus beim Einschlafen. Besthast du viele Ideen und (er-)findest Lösungen für ihre Wünsche. Probier’s einfach aus, mit deiner Lieblingsmaus schaffst du das!“ Für ältere Kinder ab acht Jahren ist wiederum die die Ausstellung „Die Tüftelgenies“ gedacht: Hier stehen zahlreiche Erfindungen und die Personen dahinter im Fokus.
Die Kinder sollen eigene Ideen einbringen und können sich auf die Jagd nach Geistesblitzen begeben und selbst zum Tüftelgenie werden.

MUSEUM NIEDERÖSTERREICH
Das Museum Niederösterreich bietet mit dem Haus der Geschichte und dem Haus für Natur gleich zwei Schwerpunkte an. 2026 ist im Haus der Geschichte die Sonderausstellung „Kinder des Krieges. Aufwachsen zwischen 1938 und 1955“ ganzjährig zu sehen, eine Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung. Am 7. und 8.5. findet zudem eine Publikumstagung statt, hier wird das Ausstellungsthema durch Gespräche mit Expert*innen und Zeitzeug*innen sowie einer Filmpräsentation vertieft. St. Pölten ist 2026 40 Jahre die Landeshauptstadt Niederösterreichs, auch dazu gibt es im Haus der Geschichte, in Kooperation mit dem Stadtmuseum St. Pölten, im Mai eine Ausstellung zur Entwicklung der Stadt. Die Inhalte werden an zehn öffentlichen Plätzen und in den beiden Museen zu sehen sein.
Ebenso wird die Schulausstellung „Zugespitzt – 30 Jahre im Blick der Karikatur“, die in Kooperation mit dem Karikaturmuseum Krems 2025 entstand, fortgesetzt. Diese beleuchtet die jüngste Geschichte am Beispiel von Karikaturen und richtet sich speziell an Schulklassen von AHS und weiterbildenden Schulen.

MAMUZ & WEINVIERTLER MUSEUMSDORF NIEDERSULZ
Ab März startet abermals die Saison im Mamuz Museum Mistelbach: Dort dreht sich alles um die Iberer*innen, den Nachfahren der spanischen Ureinwohner*innen. Anhand von mehr als 200 Originalobjekten und spektakulären Funden wird deren Leben rekonstruiert. Im Rahmen der Ausstellung gibt es eigene Erlebnisbereiche für Kinder. Sie können interaktiv erfahren, welche Schrift die Iberer*innen nutzten, wie sich deren Gesellschaft gestaltete, wie ihre Städte aussahen und welche Tiere auf der iberischen Halbinsel lebten. Im Mamuz Schloss Aspern/Zaya werden – ebenso ab März – 40.000 Jahre Menschheitsgeschichte erlebbar gemacht. Die Ausstellung im Schloss gibt mit einer interaktiven und modernen Gestaltung einen umfassenden Einblick in die Urgeschichte, Frühgeschichte und Mittelalterarchäologie. Es gibt Originalexponate zu bestaunen, die das Leben und künstlerische Schaffen unserer Vorfahren zeigen – interaktive Stationen für Klein und Groß inklusive.
Wie schwierig ist es, ein Langhaus in Miniaturform zu errichten? Und wie funktioniert das Schmieden von Kupfer, Bronze oder Eisen? – Fragen wie diese werden in der Ausstellung beantwortet. Das Weinviertler Musuemsdorf Niedersulz wiederum kann ab April besucht werden. Hier kann man gut erfahren, wie es war, in einem Weinviertler Dorf um 1900 zu leben und zu arbeiten. Die Besucher*innen tauchen in das damalige Alltagsleben der Menschen ein und können 80 wieder errichtete Objekte erleben, etwa Wohn- und Handwerkshäuser, eine Schule, ein Wirtshaus mit Greißlerei, Kapellen und Stadeln. Für Kinder besonders interessant: der „lebende Bauernhof“, dort gibt es Tiere, die früher auf einem Gehöft zu finden waren, unter anderem Ziegen, Schweine, Kaninchen und Geflügel. Auch das „Haus zum Ausprobieren“ wartet auf die Besucher*innen – Angreifen und Mitmachen ausdrücklich erlaubt! So kann man etwa Socken stopfen oder Brot backen. Kinder können sich zudem an den zwei Spielplätzen erfreuen, das Museumsdorf ist für Kinderwägen geeignet, zu beachten sind nur die geschotterten Wege.
Kulinarisch ist man ebenso vorgesorgt und Kinder erhalten an der Museumskassa ein kostenloses Rätselheft.

MUSEUM MODERNER KUNST KÄRNTEN
Auf rund 1.000 Quadratmetern zeigt man im Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) moderne und zeitgenössische Kunst – und hat auch ein eigenes Programm für Kinder parat: Am 15.3, 26.4. und 31.5. wartet das Offene Atelier auf die Kleinen: Inspiriert von der aktuellen Ausstellung können diese ihre eigenen Kunstwerke gestalten und mit nach Hause nehmen.
Am 21.3. können Kinder ab sechs Jahren beim Workshop „Schöpfen und gestalten“ die Kunst des Papierschöpfens erlernen. Auch Ostern lässt sich kreativ im MMKK verbringen.
Am 2.4. können diese künstlerische Osterdekorationen aus unterschiedlichen Materialien gestalten.
Am 19.4. und 17.5. machen Kinder gemeinsam mit ihrer Familie einen Rundgang durch das Museum und werden danach selbst kreativ. Zudem gibt es mit „Film ab!“ am 10.4. für Kinder ab acht Jahren – in Kooperation mit Wissens.Wert.Welt – die Möglichkeit einen eigenen Film zu produzieren. Am 9.5. werden im Workshop „Der geheime Brief“ verschlüsselte Briefe geschrieben, Geheimschriften entdeckt und gemeinsam ein Code geknackt. Die Spurensuche kann beginnen!
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