Nachhaltigkeit

Weltbienentag – Acht Tipps für den Insektenschutz

Seit Jahren ist das Bienensterben Thema. In den vergangenen 30 Jahren hat der Insektenbestand in allen Ökosystemen weltweit um 75 Prozent abgenommen – eine dramatische Entwicklung. Was jede*r Einzelne tun kann, um Bienen und andere Insekten zu schützen, erklärt Martin Poreda, Gründer des Impact Start-up Hektar Nektar. Denn Bienenschutz ist immer wichtig - nicht nur am 20. Mai, dem Weltbienentag.

2_Biene in Bluete

Seit exakt vier Jahren setzt sich das Wiener Impact Start-up Hektar Nektar für den Bienenschutz ein. Mit PROJEKT 2028 werden Honig- und Wildbienen gezielt vermehrt und Lebensräume für alle Insekten geschaffen. Bereits mindestens 26 Millionen der summenden Tiere gibt es dank PROJEKT 2028 mehr. Darüber hinaus wird die lokale Imkerei gefördert und damit die lokale Bestäubung sichergestellt. Beteiligt sind mittlerweile über 150 engagierte namhafte Unternehmen, rund 6.000 Imker*innen sowie mehr als 11.000 Privatpersonen, denen Bienenschutz am Herzen liegt. Wieso der Schutz von Insekten wichtig ist, ist schnell erklärt: Insekten bilden in allen Ökosystemen quasi die Basis für Biodiversität. Sie lockern den Boden auf, dienen als Nützlinge und nicht zuletzt als Futter für andere Tiere. Darüber hinaus sorgen Insekten – allen voran die Honig- und die Wildbienen – für die Bestäubung von 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen und zeichnen direkt für ein Drittel aller Nahrungsmittel verantwortlich. Zudem bindet die Bestäubungsleistung eines einzigen Bienenvolkes mindestens 6 Tonnen CO2 pro Jahr. 

Starkes Movement für den Artenschutz

Wir konnten in den letzten vier Jahren ein starkes Movement kreieren und viele Partner*innen für Artenschutz und Nachhaltigkeit motivieren. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass sie gesellschaftliche Verantwortung tragen. Auch unter Konsument*innen wird das Bewusstsein für unsere Zukunft immer stärker. Die Corona-Krise hat als Katalysator gewirkt und ins Zentrum gerückt, was wirklich wichtig: unsere Umwelt, das Klima und natürlich die eigene Gesundheit. Dementsprechend fallen auch Kaufentscheidungen und es stellt sich eine Verhaltensänderung ein. Für nichts Geringeres als unsere Zukunft“, fasst Martin Poreda, Co-Gründer und CEO von Hektar Nektar die aktuellen Entwicklungen zusammen. Wenn es um Insektenschutz geht, kann jeder selbst aktiv werden. 

Einfache Maßnahmen mit großer Wirkung

Mit folgenden einfachen Maßnahmen auf dem Balkon oder im Garten und mit bewussten Kaufentscheidungen ist schon einiges für den Insektenschutz und damit für die Biodiversität getan.

  • Im Garten und auf dem Balkon auf Pestizide verzichten und Kunstdünger verbannen; Pestizide und Dünger sind für alle Insekten giftig
  • Heimische Pflanzen mit offenen Blüten pflanzen – so finden Bienen und andere Insekten ausreichend Nahrung. Obstbäume und Beerensträucher eignen sich besonders gut. Zierpflanzen wie etwa die beliebten Geranien sind als Nahrungsquelle für Bienen unbrauchbar;
  • Dafür sorgen, dass es im Garten von März bis September blüht, damit Bienen und Insekten die ganze Saison über einen reich gedeckten Tisch vorfinden
  • Eine Kräuterspirale mit Gartenkräutern wie Salbei, Majoran, Thymian und Co. zieht Bienen magisch an
  • Gefallenes Laub und Totholz im Garten belassen – hier finden Insekten Unterschlupf
  • Ein Insektenhotel bietet Wildbienen ein Zuhause, auch leere Schneckenhäuser und Tannenzapfen werden von manchen Wildbienen als Nistplatz bezogen
  • Unkraut nicht jäten – etwa Scharbockskraut bietet reichlich Nektar
  • Beim Lebensmitteleinkauf regionale und wenn möglich biologisch angebaute Produkte bevorzugen; in der biologischen Landwirtschaft kommen weniger Pestizide zum Einsatz, der Boden wird geschont und die Insektenvielfalt bewahrt

Bienen brauchen unsere Hilfe

“Insekten brauchen unsere Hilfe – nicht nur am Weltbienentag, sondern jeden Tag. Wer seinen Garten oder seinen Balkon bienenfreundlich gestaltet und Kaufentscheidungen bewusst trifft, kann aktiv zum Insektenschutz beitragen”, erklärt Martin Poreda. Darüber hinaus bietet Hektar Nektar einen weiteren unkomplizierten Weg, sich messbar für Bienen einzusetzen. Mit der Übernahme einer Patenschaft trägt man direkt zur Erhöhung der Bienenpopulation bei und erhält ab einem Beitrag von 40 Euro regionalen Honig dazu.

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