Was als fächerübergreifendes Projekt an einer Schule in Wien begann, mündete in einen professionellen Buchlaunch. Beim diesjährigen Vorlesetag im März entstand in der 2b der Volksschule Maria Frieden die Idee, ein eigenes Buch zu schreiben. Unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin Sophie Salomon setzten die jungen Autor:innen ein umfangreiches Konzept um. Nicht nur die Idee zur Handlung, sondern auch der Text und die Illustrationen stammen aus der Feder der Kinder. Entstanden ist das Buch „Großer Panda, große Reise“, das am Samstag in der Buchhandlung Seeseiten im Rahmen einer Lesung präsentiert wurde. Für das Buchprojekt setzten sich die 7 bis 8-jährigen intensiv mit Tieren, Lebensräumen und Landschaften auf verschiedenen Kontinenten auseinander. Das neu erworbene Wissen floss direkt in die Handlung der Geschichte ein.
Klassenlehrerin Sophie Salomon ist stolz auf die Leistung ihrer Schüler:innen: „Die Kinder haben den Austausch miteinander sowie die kreative Arbeit von der Ideenfindung über das Schreiben und Zeichnen hervorragend gemeistert. Dieses Projekt zeigt auf eine beeindruckende Weise, wie Kinder digitale Informationsquellen nutzen und in ein analoges Buch verwandeln. Das Ergebnis schlägt eine Brücke zwischen der digitalen Welt und der kindlichen Wirklichkeit.“

Kindgerechtes Wissen über Tiere und Natur
Die Hauptfigur, ein Pandabär, reist um die Welt und trifft dabei auf verschiedene Tiere in herausfordernden Situationen. Ein Eisbär am Nordpol, ein Känguru in Australien, ein Papagei in Südamerika und viele mehr. Der Pandabär hilft den Tieren in ihren brenzligen Situationen und lernt nebenbei Wissenswertes über ihre Lebensweise. Das Buch vermittelt nicht nur kindgerecht Informationen über Tiere und Natur, sondern betont auch in der aktuell erhitzten weltpolitischen Stimmung die Relevanz von Freundschaft und Hilfsbereitschaft.
Wissenschaftliche Begleitung durch Mozarteum Salzburg
Wie ästhetische Entscheidungen in einer Klassengemeinschaft entstehen, war auch das Thema eines Forschungsprojektes der Universität Mozarteum Salzburg. Im Rahmen des Projektes „Joint Aesthetic Judgements“ beobachtete Dr. Cornelia Zobl die Interaktionen der Kinder im Unterricht. Ziel der Forschung ist darzustellen, wie Kinder ästhetische Urteile nicht nur individuell fällen, sondern in der Gruppe gemeinsam entwickeln und so Gemeinschaften im schulischen Alltag entstehen.
Das Buch ist ab sofort auf der Website www.grosserpandagrossereise.at erhältlich.

