Komm, lass uns fernschauen!
Von Comedy über Wissensendungen bis Zeichentrick – noch nie war die Bandbreite an Fernsehsendungen für Kinder so groß wie heute. Doch was ist wirklich gut, und worauf kann man verzichten? Drei junge Seher bewerten für familiii Kinderfernsehen.

Auch wenn viele Eltern es so lange wie möglich versuchen hinauszuzögern – irgendwann einmal hat das Kind den ersten Kontakt mit dem Medium Fernsehen. Gleich, ob über das klassisch lineare Schauen am TV-Gerät oder über die mittlerweile zahlreichen Video-on-demand- Angebote, sobald Kinder mit den bewegten Bildern in Berührung gekommen sind, sind sie nur schwer davon zu trennen. Und die Auswahl ist gewaltig: von eigenen Nachrichtensendungen über Wissensformate bis hin zu Kinder-Comedy-Shows made in US und klassischen Animationsserien.
Was man beachten sollte
„Gute Fernsehsendungen für Kinder“, sagt Martina Leibovici-Mühlberger, „zeichnen sich dadurch aus, dass sie zum Gespräch und zur Auseinandersetzung anregen. Alles, was den Horizont eröffnet, ist empfehlenswert. Gute Dokumentationen oder Wissenssendungen können der Dreh- und Angelpunkt für eine Diskussion sein oder dazu motivieren, Neues auszuprobieren.“ Die Psychotherapeutin und Ärztin warnt davor, Kinder beim Fernschauen sich selbst zu überlassen, da das Medium eine Sogwirkung habe und es in der Verantwortung der Eltern liege, den Fernsehkonsum zu regulieren: „Ich kann meinem Kind nicht erlauben, dass es eine halbe Stunde fernsehen darf, und mich darauf verlassen, dass es nach einer halben Stunde wirklich den Fernseher abdreht. Ich muss es ihm anschaulich machen, indem ich ihm den Weg zeige und zum Beispiel eine Eieruhr oder eine Sanduhr hinstelle, die den erlaubten Zeitraum verdeutlicht.“ Schlussendlich gilt wohl auch in Sachen Fernsehen: Du bist, was du schaust.
Maximilian, 9, & Mara, 8:

Alfred, 11

Prof. Dr.Martina Leibovici-Mühlberger
Ärztin & Psychotherapeutin

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