Mein Computer denkt so, wie ICH das will!
Beim Wiener Startup acodemy lernen Kinder auf spielerisch kreative Art das Programmieren von Computerspielen oder Apps. Und lernen so ganz nebenbei die Grundlagen von logischem Denken, digitaler Kompetenz und verantwortungsvollen Umgang mit der Zeit am Computer.

Wenn die graue Katze am Bildschirm das erste Mal das blaue Wollknäuel im Zimmer herumschubst oder das rote Rennauto die Kurve richtig nimmt, dann leuchten Kinderaugen! Denn die Figuren führen genau jede Befehle aus, welche die Kinder zuvor selbständig codiert haben.
Mädchen und Buben erlernen in den Programmierkursen bei acodemy auf spielerische Art Fähigkeiten wie die Lösung komplexer Probleme, stressfreier Umgang mit Fehlern, kritisches Denken sowie Medienkompetenz.
Was ist acodemy?
Vor drei Jahren gründeten Anna Relle und Elisabeth Weißenböck, beide Akademikerinnen mit technischer Ausbildung das Start-up acodemy. Ihr Ziel ist es, Mädchen und Burschen im Alter von 5 – 15 Jahren durch das Programmieren eigener Computerspiele, auch coding genannt, digitale Kompetenz und ein Grundverständnis in Sachen Informatik zu vermitteln. „Wir vermitteln spielerisch Kenntnisse, wie Computer denken. Auf dieses wichtige Grundlagenwissen kann man später in vielen Lebens- und Lernsituationen aufbauen“, unterstreicht Anna Relle.
Programmieren ja, aber wie?
Langeweile kommt in den Kursen von acodemy jedenfalls keine auf: Die Kinder lernen Schritt für Schritt spielerisch neue Spiele zu entwickeln. „Wir bedienen uns einfacher Bausteine, jeder entspricht einem eigenen Befehl. Die Bausteine können hintereinandergestellt oder ineinander verschachtelt werden. So kommt man zu durchaus komplexen Anwendungen, die aber alle den Gesetzen der Informationstechnologie entsprechen“, erklärt Elisabeth Weißenböck. Basis für diese Applikationen ist eine vom MIT extra für Kinder entwickelte IT-Sprache, Scratch und Scratch Jr., welche die beiden Gründerinnen für die verschiedenen Kurslevels in aufeinander aufbauenden Lehrplänen adaptieren.
Während die jungen Teilnehmer zu Beginn der Kurse noch damit beschäftigt sind, Figuren durch bestehende Welten zu führen, so entwickeln und codieren sie nach und nach ganze Spielideen. Und so können 8-Jährige auf einmal verschiedene Waldtiere Schneebälle werfen lassen, 11-jährige Mädchen und Burschen ihre Minecraft-Welten ganz selbständig weiterentwickeln oder 13-Jährige eigene Apps am Handy entwickeln. „Kinder erleben sehr schnell sichtbare Erfolge und entwickeln so große Freude am selber Programmieren“, so die beiden Gründerinnen.
Ist Programmieren nur etwas für Jungs?
„Es ist uns ein besonderes Anliegen, möglichst viele Mädchen in unseren Kursen zu begrüßen“, unterstreichen die beiden. „Je mehr wir Burschen und Mädchen einen gleichberechtigen Zugang zu Technik ermöglichen, je eher wird es für Mädchen auch selbstverständlich, in Zukunft auch einen technischen Beruf zu wählen!“, sind die beiden überzeugt. „In unseren Kursen sehen wir jeden Tag aufs Neue, dass Mädchen und Burschen gleichermaßen technikaffin sind, wenn man das zulässt. Der Anteil an „IT-Girls“ beträft übrigens etwa ein Viertel der Teilnehmer – „Tendenz steigend“, freuen sich die beiden Unternehmerinnen.
Wozu Programmieren lernen?
Die Welt von morgen ist zunehmend digital. Ziel von acodemy ist es, Kinder auf diese digitale Welt vorzubereiten. Kritisches Denken und das Verständnis, wie Computer und Medien funktionieren, führen dazu, dass junge Menschen lernen, wie sie ihre Ziele mit diesen Hilfsmitteln erreichen – und wie sie sich einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Medien aneignen. Im Rahmen der acodemy Kurse erweitern Burschen und Mädchen ihre Skills in Sachen Medienkompetenz bei der Lösung komplexer Probleme, stressfreien Umgang mit Fehlern, aber auch mathematisches und logisches Denken.
Welche Art von Kursen gibt es?
Auf mittlerweile 15 Standorten in Wien und Niederösterreich bietet acodemy aufbauende Programmierkurse, die für Kinder ab dem Volkschulalter geeignet sind und die sich über ein ganzes Semester erstrecken. Weiters bietet man eigens konzipierte Programmierkurse und Workshops für Kindergärten und Schulen an, sowie zahlreiche Feriencamps, in denen neben dem Erwerb von Programmierkenntnissen auch Englisch oder Sport großgeschrieben werden. Entwickelt werden die Spiele individuell vom acodemy Team, geschultes und engagiertes Lehrpersonal vermittelt die Codingkenntnisse an die Teilnehmer. Mehr als 3.000 Burschen und Mädchen haben sich so in den vergangenen Jahren wertvolle Kenntnisse angeeignet.
Nähere Informationen zu Acodemy:

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