Training im Einklang mit dem Zyklus
Wer die hormonellen Schwankungen gezielt für Workouts nutzt, trainiert effektiver.

Viele Frauen kennen das Gefühl: An manchen Tagen läuft das Training wie von selbst, an anderen fehlt jede Energie. Der Grund liegt oft im Menstruationszyklus – und genau hier steckt großes Potenzial! Zyklusbasiertes Training bedeutet, die hormonellen Schwankungen gezielt für Work-outs zu nutzen.
Was Mütter beachten sollten:
• Der Zyklus verändert sich mit dem Alter – besonders nach Schwangerschaften oder in der Perimenopause.
• Schlafmangel, Stress und Stillen beeinflussen die hormonelle Balance.
• Frau sollte auf den eigenen Körper hören: Nicht jeder Tag muss ein Trainingstag sein.Die vier Phasen des Zyklus und ihr
Einfluss:
• Menstruation (Tag 1–5): Der Körper braucht Ruhe. Leichtes Yoga, Spaziergänge oder sanfte Dehnübungen helfen gegen Krämpfe und fördern das Wohlbefinden.
• Follikelphase (Tag 6–12): Östrogen steigt – Energie und Motivation sind hoch. Jetzt ist die beste Zeit für Krafttraining, HIIT oder intensive Workouts.
• Eisprungphase (Tag 13-16): Maximale Leistungsfähigkeit. Schnelligkeit, Koordination und Kraft sind auf dem Höhepunkt.
• Lutealphase (Tag 17–28): Progesteron steigt, Stimmung und Energie sinken. Setze auf moderate Bewegung wie Pilates, Schwimmen oder Ausdauertraining.
Vorteile von zyklusbasiertem Training:
- Weniger Verletzungsrisiko durch angepasste Belastung.
- Bessere Ergebnisse durch hormonelle Unterstützung.
- Mehr Körperbewusstsein und Selbstfürsorge.
Nachteile:
- Zyklus ist individuell – nicht jede Frau spürt die Phasen gleich stark.
- Unregelmäßigkeiten (z. B. nach Geburt oder in der Stillzeit) erschweren die Planung.
- Zu intensives Training in der Menstruation kann Beschwerden verstärken.
Zyklusbasiertes Training ist kein Trend, sondern eine Einladung, den eigenen Körper besser zu verstehen. Gerade für Mütter, die zwischen Familie, Alltag und Selbstfürsorge jonglieren, kann es ein echter Gamechanger sein. Zusätzlich kann man ein Zyklustagebuch führen oder Apps nutzen. Auch die richtige Ernährung in den 4 Phasen spielt eine wichtige Rolle für das Training. Work-outs sollten flexibel angepasst und das Training mit Kraft-, Ausdauer und Entspannung kombiniert werden.
1. Menstruationsphase (Tage 1–5):Regeneration & sanfte Bewegung
Ziel: Entspannung, Durchblutung fördern, Stress reduzieren
Meditation und sanfte Hüftmobilisation im Sitzen
- Sitz auf einer Matte oder Bank
- Kreisende Bewegungen mit dem Becken, Vor- und Zurückrollen
- 2–3 Minuten pro Richtung
Nordic Walking
- 20–30 Minuten Walking mit bewusster Atmung (4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus)
2. Follikelphase (Tage 6–12): Energieaufbau & Krafttraining
Ziel: Muskelaktivierung, Stabilität, Motivation nutzen
Ausfallschritte mit Seitdrehung und Theraband auseinanderziehen
- 3 Sätze à 15–20 Wiederholungen
- Fokus auf kontrollierte Bewegung und stabile Körpermitte
Tree-sit mit Gewicht halten (Kürbis)
- Je nach Level zwischen 45 Sekunden und 1,5 Minuten
Stufentraining oder leichtes Jogging/schnelles Maschieren
3. Eisprungsphase (Tage 13–16):Höchstleistung & Koordination
Ziel: Koordination, Krafttraining, Sprints und an die Grenzen gehen
Outdoor-Zirkeltraining
3 Wiederholungen
- Springschnur springen oder je nach Level Jumping Jacks steigen
- Plank oder Liegestütz je nach Level auf Bank oder Boden
- Plank Leg Lifts je nach Level auf Bank oder Boden
4. Lutealphase (Tage 17–28): Rückzug & Balance
Ziel: Stressabbau, Dehnung, sanfte Aktivierung
Stretching im Freien
- Stretching Übungen
- Vierfüsslerstand: diagonal auseinanderziehen
- Meditation und Entspannung in der Natur






















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