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Home » Unter der Sonne
Gesund bleiben

Unter der Sonne

Marlene MayerVon Marlene MayerMai 14, 2025Aktualisiert:Feber 24, 20265 Minuten Lesezeit
© Shutterstock
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Kinder reagieren besonders sensibel auf Sonneneinstrahlung. So können Eltern ihre Kinder vor der gefährlicher UV-Strahlung schützen. Von der Wahl der richtigen Sonnencreme bis zu Sonnenbrillen und funktioneller UV-Schutzkleidung

Sommer – das heißt Freiheit, Sand und Freibadwiese. Wasser, Garten, Abenteuer. Es ist die Zeit der Eisfinger, der langen Tage, der schmutzigen Füße und – ja, genau, des Geruchs von Sonnencreme. Denn gründliches Eincremen an Sonnentagen ist Pflicht, schließlich ist das der sicherste und effektivste Weg, den Sommer wirklich unbeschwert genießen zu können. „Geht es um den Sonnenschutz, sollten Kinder immer wie ein rohes Ei behandelt werden“, weiß auch Verena Beck. Sie ist Hautärztin und sieht in ihrer Wiener Praxis tagtäglich, was passiert, wenn Kinder der Sonnenstrahlung ungeschützt ausgesetzt werden: „Das Ergebnis sind langfristige Hautschäden. Und es ist einfach so, dass es einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Sonnenbränden in der Kindheit und der Wahrscheinlichkeit gibt, an Hautkrebs zu erkranken.“ Die Haut vergisst nie, heißt es, und zahlreiche Studien belegen, dass das Hautkrebsrisiko mit jedem Sonnenbrand steigt. Aber wie schützt man sein Kind nun richtig? Wir bringen Licht ins Empfehlungsdickicht.

Und dann cremen, cremen, cremen. Wobei: Ganz so einfach ist es leider nicht. Denn zumindest im ersten Lebensjahr sollten Kinder am besten gar nicht eingeschmiert werden. Die Neugeborenenhaut ist noch sehr dünn – sie umfasst etwa ein Fünftel der Hautdicke eines Erwachsenen –, und das macht sie nicht nur besonders empfindlich gegenüber der Sonne, sondern auch gegenüber Pflegeprodukten. Es empfiehlt sich also, Babys der direkten Sonnenstrahlung gar nicht erst auszusetzen, und sie luftig, aber flächendeckend zu kleiden, etwa in dicht gewebte Leinenstoffe. „Die Natur hat das eigentlich ganz gut eingerichtet, immerhin können Neugeborene nicht in die Sonne krabbeln, sie haben es am liebsten gut geschützt, liegen nah an ihren Erwachsenen und werden gerne getragen. Ideale Voraussetzungen, um nicht in der prallen Sonne liegen zu müssen“, sagt Beck. Und weiter: „Wenn es sich aber nicht vermeiden lässt, das Baby etwa sehr aktiv ist, dann geht der Sonnenschutz immer vor. Es gibt Pflegeprodukte, die bereits ab sechs Monaten zugelassen sind, da muss man dann sehr bewusst wählen.“ Lichtschutzfaktor 50+, wie ihn etwa die Heliocare-Sonnenschutz-Linie „360°“ von Pelpharma bietet, schützt zarte Baby- und Kleinkinderhaut optimal. Gerade Babys sollten darüber hinaus stets einen Sonnenhut tragen, und auch für größere Kinder leisten Schirmkappe und Nackenschutz noch gute Dienste. Komplettiert wird der ideale Freibad-Look dann noch mit der richtigen Sonnenbrille, was zugegebenermaßen lustig aussieht, aber bei besonders hoher und direkter Sonnenstrahlung – etwa am Meer oder in den Bergen – durchaus Sinn macht. Bei der Sonnenbrillen-Wahl sollte jedenfalls auf Qualität geachtet werden, ästhetische Ansprüche stellt man lieber hintan. Gut zu wissen: Das CE-Kennzeichen und die Aufschrift „EN 1836:1997“ auf dem Bügel garantie￾ren zumindest die Einhaltung der EU-Sicherheitsstandards. 

© Shutterstock

Auch wenn es um die Kleidung geht, kann der Blick auf Siegel und Zertifikate helfen. Grundsätzlich bietet jede Textilie einen gewissen UV-Schutz. Die Faustregel lautet dabei: Je dichter das Gewebe und je dunkler der Stoff, desto höher ist er. Gerade für uneingeschränkten Badespaß gibt es darüber hinaus auch spezielle UV-Schutz-Anzüge, dabei ist allerdings Vorsicht geboten: Viele der verfügbaren Produkte sind bei den großen Konsumententests geradewegs durchgefallen. Es gibt zwar zahlreiche Siegel, nur wenigen kann man aber uneingeschränkt vertrauen. Als verlässlich gilt jedenfalls der „UV Standard 801“, alle anderen Verfahren prüfen nur am neuen Textil. Und was viele nicht wissen: Der UV-Schutz wäscht sich nach und nach aus, auch Sand und Sonnencreme setzen ihm zu. Gerade nach mehrmaligem Tragen ist es also gut möglich, dass die gefährlichen Strahlen unbemerkt durch die Funktionskleidung dringen. Bei aller gebotenen Vorsicht darf aber natürlich eines nicht vergessen werden: Spielspaß und Freude, nämlich, die machen diese wunderbaren langen Sonnentagen erst perfekt. Gut geschützt, steht dem dann zum Glück auch gar nichts im Wege.

 

Unabhängig vom Hauttyp empfiehlt es sich stets, zu einem hypoallergenen Produkt mit 50+ LSF zu greifen. Einen besonderen Fokus auf die Bedürfnisse von Babys- und Kleinkindern legt Pelpharma mit dem Produkt Heliocare „360°“, ideal für Babys ab sechs Monaten (erhältlich in der Apotheke). Mineralische Sonnencremen mussten die längste Zeit gegen ihren schlechten Ruf ankämpfen – dabei hat sich da in den letzten Jahren viel getan. Vor allem die Hersteller Avène und Eco Cosmetics tun sich da mit ihren Kinderlinien hervor. Wer einen guten Schutz für seine Kinder sucht, muss aber nicht unbedingt zu einem Apothekenprodukt greifen. Auch die ultrasensitiven Sprays der DM-Eigenmarke Sundance und die Nivea Sun Kids Sonnenmilch haben bei den letzten Konsumententests (Stiftung Warentest) gut abgeschnitten.

Gut zu wissen:

Geht es um empfindliche Kinderhaut, kann der Sonnenschutzfaktor gar nicht zu hoch sein.

Eine Sonnenbrille kann die empfindliche Kindernetzhaut vor der Sonne schützen, dabei muss sie aber gewissen Qualitätsansprüchen genügen. So sollte sie nicht nur ausreichend vor UV-Strahlen schützen, sondern auch bruchsicher sein und keine scharfkantigen Elemente enthalten. Bei der Wahl helfen das CE-Kennzeichen und die Aufschrift „EN 1836:1997“ – sie garantiert die Einhaltung der EU-Sicherheitsstandards. Führende Hersteller sind etwa Ki ET LA, Shadez oder Jako-o.

Kein modisches Accessoire:

Gerade bei Brillen ist es wichtig,zu hochwertigen Produkten zugreifen.

© Shutterstock

Funktionale und schöne Schirmkappen für größere Kinder gibt es etwa vom heimischen Outdoor-Spezialisten Enjoy Draussen. Für kleine Wasserratten eignet sich UV-Schutzkleidung, aber Vorsicht: Der Markt ist von mangelhaften Produkten überschwemmt. Empfehlenswert sind die Shorts und Shirts von Hyphen, Sterntaler oder Beco.

Anziehen, wenn es heiß wird?

Was auf den erstenBlick unlogisch wirkt, ist der beste Schutz.

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Marlene Mayer

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