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Home » Komm, ich zeig dir mein Museum! – Serie Teil 2
Digitale Welt

Komm, ich zeig dir mein Museum! – Serie Teil 2

Thomas WeberVon Thomas WeberApril 7, 2019Aktualisiert:April 7, 20264 Minuten Lesezeit
© Katharina Stögmüller
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Lust aufs Ausprobieren, Lernen und Gruseln: Wir baten Kinder ins Museum, um uns ihr liebstes Exponat zu präsentieren.

Die „alten Sachen“ haben es Lukas angetan. Von klein auf schon zieht es den Volksschüler immer wieder ins Museumsdorf nach Niedersulz, mehrmals jährlich, mit seinen Eltern. Fixe Station bei seinen Besuchen – Lukas wohnt praktischerweise in der Nachbarortschaft Obersulz – ist natürlich auch der Abenteuerspielplatz. Besonderen Reiz üben allerdings die alten Häuser und Werkstätten aus. „Man kann hineingehen und darf vieles angreifen.“ Denn das Weinviertler Museumsdorf ist alles andere als museal.

Ich finde die alten Sachen im Museumsdorf sehr spannend. Besonders gut finde ich, dass man in die alten Häuser und Werkstätten hineingehen kann und vieles angreifen darf. Es gibt zum Beispiel Kummets, die für die Pferdewägen gebraucht wurden. Das Kummet wurde dem Pferd um den Hals gehängt, damit die Last verteilt wurde.

Lukas, 8, und seine große Schwester Verena

Gewissermaßen in ihrer natürlichen Umgebung wurden alte Gebäude zu einem für die Region typischen historischen Dorf zusammengetragen und gerettet. Gehöfte gibt es da ebenso wie ein altes Wirtshaus, in dem Besucher wieder einkehren können, wie eine Kapelle und eine alte Schule. Auch Ställe, Scheunen und andere Wirtschaftsgebäude zeigen Lukas, wie Umfeld und Umwelt seiner Ur- und Urgroßeltern zu deren Kindheit ausgesehen hat. Auch Mobiliar, Werkzeug und Alltagsgegenstände von einst sind erhalten geblieben. Alte Kummets beispielsweise, also das Geschirr für Zugtiere wie Pferde oder Ochsen. „Das Kummet wurde dem Pferd um den Hals gehängt“, weiß Lukas, „damit die Last verteilt wird.“ An manchen Tagen ist es in Niedersulz sogar noch im Einsatz zu sehen – am „Pferdetag“ im Herbst, wenn tüchtige Arbeitspferde und engagierte Pferdeführer vorführen, wofür die Kraft der Arbeitstiere auch heute noch hin und wieder gebraucht wird. Denn in Niederösterreichs größtem Freilichtmuseum beschränkt man sich nicht auf bloße Brauchtumspflege, sondern versucht auch, alte Kulturtechniken zu erhalten, ihnen eine Plattform zu geben, zu vermitteln. Wobei allein schon die liebevoll gepflegten Bauerngärten und blühenden Streuobstwiesen einen Ausflug nach Niedersulz wert wären.

Saurierschädel und riesige Pflanzenfresser

Wirklich zum Leben erwecken lassen sich die Ausstellungsstücke, die es Theo (7) und Oskar (9) angetan haben, nicht mehr. Die Fantasie der beiden Buben aus Lustenau hält das freilich nicht in Grenzen. Vor Kurzem haben sie mit ihrer Familie einen Ausflug gen Zürich ins nahe Sauriermuseum Aathal (www.sauriermuseum.ch) unternommen.

Der Saurierschädel, vor dem Oskar für familiii posiert, stammt „von einem Raubsaurier“, wie er erklärt. Prähistorische Pflanzenfresser („Rieeesige Tiere!“) gibt es im Sauriermuseum zwar auch zu bewundern. Dieselbe Faszination wie die gewaltigen Raubsaurier mit ihren mächtigen Fangzähnen üben die harmlosen Riesen allerdings nicht aus. Neben der permanenten Ausstellung lockt auch im Aathal demnächst wieder das Freiluftareal des Museums. Im „DinoGiardino“-Außenbereich kann dann im Schatten der „alten Sachen“ auch gegrillt und gepicknickt werden.

© Rosie Blaser

Wir waren vor Kurzem im Sauriermuseum Aathal in der Schweiz. Der Saurierschädel ist von einem Raubsaurier, eh klar. Pflanzenfresser gibt es dort auch – rieeesige Tiere! –, aber ich mag Fleischfresser lieber.

Oskar, 9, und Bruder Theo, 7

Zehn originale Dinosaurierskelette aus eigener Grabung sind im Sauriermuseum Aathal zwischen Zürich und dem Vorarlberger Feldkirch zu sehen. Ab 12. April führt die Sonderschau „Trilobiten und Seeskorpione“ in die Unterwasserwelt des Erdaltertums, hinunter in die Tiefen der Urmeere.

© Technisches Museum/Katharina Stögmüller

Das Beste am Zug ist, dass er Geräusche macht und so klingt, als ob er fährt und die Maschine an ist. Außerdem gibt es so viele Knöpfe und Räder, die man drücken und drehen kann. Ich komme gerne ins Museum, am liebsten bei gutem Wetter. Da ist es nicht so voll.

Mathias, 8

Mathias ist oft und „sehr gerne“ im Technischen Museum. Sein Papa hat eine Jahreskarte gekauft. Auch, weil der „Mini“-Spielplatz eigentlich richtig groß ist.

TIPP Kindergeburtstag im Technischen Museum

Ob Geburtstags-Rallye (für Acht- bis Zwölfjährige), Geburtstags-Workshop oder Riesen-Geburtstags-Workshops (jeweils für Vier- bis Zehnjährige): Bei jedem Geburtstagspackage im Technischen Museum ist pädagogisch geschultes Personal anwesend – und immer gibt es ein Geschenk fürs Geburtstagskind. Auch unterschiedliche Workshop-Themen stehen zur Auswahl, etwa „Das verrückte Labor“, „Achtung – streng geheim“ oder „Die große Erfindungsshow“.
www.technischesmuseum.at/kindergeburtstag

© Angelika Starkl

Die Maus in der Zeichnung heißt Armstrong wie der erste Mann am Mond, und sie ist echt cool. Ich hab sie gleich entdeckt, weil wir das Buch zu Hause immer lesen!

Jakob, 7

Anlässlich des Jubiläums 50 Jahre Mondlandung zeigt das Karikaturmuseum Krems die Ausstellung „Wettlauf zum Mond! Die fantastische Welt der Science-Fiction“ (bis zum 27. 10. 2019). Historische Karikaturen gibt es ebenso wie moderne gesellschaftskritische Comics. Auch zu sehen sind die Illustrationen des Kinderbuchillustrators Torben Kuhlmann – das ist Jakobs Lieblingsbild, das er aus dem 2016 erschienenen Kinderbuch „Armstrong – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond“ (Verlag NordSüd) kennt. Ab Sommer widmet sich auch die Kunsthalle Krems dem Thema Mond in der Ausstellung „Ticket to the Moon“.

Hier geht’s zu Teil 1 der Serie:

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Thomas Weber

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