Küken statt Smartphone
In der indonesischen Millionenstadt Badung verschenken die Behörden 2.000 Küken an Schüler, um die Kinder von ihren Handys wegzubekommen.

Oded Danial, Bürgermeister der indonesischen Großstadt Bandung (2,5 Millionen Einwohner), setzt auf tierische Unterstützung im Kampf gegen die immer stärker um sich greifende Smartphone-Sucht unter den Kindern und Jugendlichen der Stadt. Er wies die Behörden an, 2.000 Küken an Schüler zu verteilen, um sie von ihren Handys wegzubekommen. Die Küken saßen bei der Übergabe in kleinen Käfigen, an denen ein Zettel mit der Bitte „Pass gut auf mich auf“ hing. Die Betreuung der Tiere soll den Kinder die Handyabsenz erleichtern.
Durchschnittlich 3 Stunden täglich im Internet
Auslöser für diese nicht alltägliche Massnahme ist die Tatsache, dass die Kinder in Bandung durchschnittlich drei Stunden pro Tag im Internet surfen, und das überwiegend über ihr Smartphone. Doch um Handy-Detox alleine geht es Danial nicht, wie er der Zeitung „Kompas“ erklärte: „Unser Ziel ist nicht nur, die Kinder von den Handys wegzubekommen. Sie sollen auch lernen, Tiere zu lieben und Verantwortung zu übernehmen.“ Durch das Füttern der Küken morgens und abends, so der Bürgermeister, lernen sie Disziplin und die Übernahme von Verantwortung.
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