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Home » Studie: Fast jeder dritte Jugendliche ist übergewichtig
Gesund bleiben

Studie: Fast jeder dritte Jugendliche ist übergewichtig

Daniela GrießerVon Daniela GrießerMai 17, 2018Aktualisiert:Feber 25, 20263 Minuten Lesezeit
© Shutterstock
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Am 19. Mai findet jährlich der Europäische Adipositas Tag, engl. European Obesity Day, statt, der auf die Gefahren von Adipositas und Übergewicht hinweisen soll.

Die erschreckende Nachricht: Fast jeder dritte Jugendliche ist übergewichtig. Aus diesem Anlass informieren die Österreichische Adipositas Gesellschaft (ÖAG) und die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) über die Erkrankung und ihre gesundheitlichen Folgen.

Dass die Ursachen für Adipositas wesentlich komplexer sind als zu viel Essen und zu wenige Bewegung, betont die ÖAG besonders. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die pandemische Ausmaße erreicht hat. Nicht umsonst erklärte die WHO Adipositas zum größten globalen Gesundheitsproblem bei Erwachsenen.

Übergewichte Teenager

2017 ergab eine Studie, dass beinahe 1/3 unserer Teenager übergewichtig oder adipös sind. Bei einer durchschnittlichen Klasse mit 24 SchülerInnen haben acht einen zu hohen Body Maß Index. Nachdenklich stimmt, dass im Vergleich zu Daten aus dem Jahr 2012 die Zahl der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen in den letzten fünf Jahren von 7,3 Prozent auf 10,7 Prozent gestiegen ist.

Gefahr: Folgeerkrankungen

Die Gefahr von Adipositas sehen Experten vor allem in den Folgeerkrankungen, wie etwa Diabetes mellitus Typ 2 oder das metabolische Syndrom mit Hypertonie und Hyperlipidämie, Fettleber, kardiovaskuläre Folgeerkrankungen und Krebs. Aber auch Depressionen und Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats können Folgen der Erkrankung sein. Zudem erfahren übergewichtige Menschen immer wieder soziale Ausgrenzungen und damit auch schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ökonomisch gesehen steigen durch die große Anzahl an Adipositaserkrankungen die Mehrkosten im Gesundheitssystem an.

Adipositas ist heilbar

Die WHO erkannte Adipositas als Erkrankung an. Es geht dabei um mehr als „iss weniger und mach mehr Sport“. Die Hirnforschung hat in den letzten Jahren erstaunliche Ergebnisse geliefert, warum es adipösen Menschen schwerfällt, nach einer Gewichtsabnahme dauerhaft schlank zu bleiben. Es hat evolutionstaktische Gründe, dass unser Gehirn immer versucht, das einmal bereits erreichte maximale Gewicht wieder zu erreichen. Für Menschen, die erfolgreich abgenommen haben, bleibt es ein dauernder Kampf gegen ihren eigenen Körper.

Prävention umso wichtiger

Aus diesen neuen Erkenntnissen wird klar, warum die Prävention eine wichtige Rolle spielt: Auch wenn der Lebensstil nicht der einzige Faktor ist, sind einzelne Faktoren dennoch entscheidend: So ist bekannt, dass industriell verarbeitete Lebensmittel, größere Portionen, weniger Bewegung und weniger Schlaf das Risiko von Adipositas erhöhen. Das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung und die Freude an Bewegung muss bereits bei Kindern aktiviert werden, weil besonders in dieser Altersgruppe ein starker Anstieg an übergewichtigen Kindern zu sehen ist. Aber auch schon vor der Geburt kann die Adipositas-Prävention ansetzen: Fetale Programmierung ist der Fachausdruck für die Auswirkungen von Fehlernährungen und Stoffwechselproblemen der Mütter während der Schwangerschaft auf ihre Kinder.

Alle Maßnahmen, die die gesunde Lebensweise während der Schwangerschaft und dem Stillen fördern, schützen Kinder vor Adipositas und Diabetes.

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Daniela Grießer

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