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Home » Heimweh: Eine Typsache?
Erwachsen werden

Heimweh: Eine Typsache?

Heike KossdorffVon Heike KossdorffMai 3, 2018Aktualisiert:Feber 27, 20263 Minuten Lesezeit
© Shutterstock
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Welche Kinder besonders anfällig für die große Sehnsucht nach Zuhause sind.

Gleich vorweg, nein, es gibt keinen speziellen Heimweh-Typ. Aber sehr wohl Umstände oder Charaktereigenschaften, die es wahrscheinlicher machen. So sind beispielsweise sehr schüchterne und zurückhaltende Kinder eher gefährdet. Diese finden meist weniger rasch Anschluss und fühlen sich dadurch natürlich schnell mal einsam. Hier hilft es das erste Ferien-Camp gemeinsam mit einer guten Freundin oder Freund oder einem Geschwisterkind zu machen.

Üben woanders zu übernachten

Auch recht junge Kinder haben oft eher Probleme, vor allem, wenn sie noch nie woanders als zu Hause übernachtet haben. Überhaupt: Wer das außer Haus schlafen noch nicht gewöhnt ist, tut sich generell meist schwerer damit. Hier könnte man vorab ein wenig üben – also eine Nacht bei Oma und Opa oder bei einem Klassenkameraden verbringen.

Vermitteln, dass ein Camp Spaß macht

Dann gibt es Kinder, die sich nur schwer von Vertrautem lösen können und wollen – auch diese werden sich wahrscheinlich sehr nach den Eltern und dem eigenen Zimmer sehnen. Ihnen könnte man etwas ein Stückchen Heimat in Form eines Kuscheltiers mitgeben. Und schließlich jene, die sich gerade in einer Umbruchphase befinden. Wenn beispielsweise ein Geschwisterchen unterwegs ist, ein Umzug ansteht oder gar die Trennung der Eltern. Ihnen sollte unbedingt vermittelt werden, dass sie nicht einfach weggeschickt werden, sondern dass man ihnen vielmehr etwas Gutes tun will.

Nichts erzwingen

Wichtig: Dem Kind das Gefühl geben über alles reden zu können. Versichern Sie ihm, dass es Ihnen vertrauen kann, dass Sie immer in der Nähe sind und abrufbereit für den Fall der Fälle.

Und ein Camp ist kein Muss. Wenn schon vorab alle Anzeichen dagegen sprechen, dann lieber noch ein Jahr warten und solange das Übernachten bei anderen üben.

Wie kann man Heimweh vorbeugen?

Die Idee, dass der Nachwuchs das erste Feriencamp besuchen soll, steht im Raum. Was nun? Entscheidend für ein positives Erlebnis, ist die Wahl des richtigen Camps – und da sollten Kinder unbedingt mitreden dürfen. Wann und wohin gehört gemeinsam beschlossen und vor allem der Schwerpunkt des Camps. Schließlich ist die Bandbreite riesig – egal ob Computer, Kunst oder Sport – für jedes Interesse wird etwas angeboten. Und genau das soll es treffen: Das Interesse des Kindes. Denn selbst wenn Eltern meinen, dass es mal an der Zeit wäre die Mathekenntnisse zu verbessern, wird der Tennis-Fan dort trotzdem nicht glücklich sein.

Bekanntes macht weniger Angst

Wo liegt das Camp genau, wie wird man untergebracht, gibt es viel Auswahl beim Essen und vielleicht einen Ort in der Nähe, um sich mal selbst was zu kaufen? All diese Dinge kann man vorab recherchieren und so den Kindern helfen sich vorzubereiten und eine Vorstellung vom Aufenthalt zu gewinnen. Die Angst vor dem Unbekannten ist damit schon mal Großteils besiegt!

Dazu gehört es auch die Betreuer im Vorfeld kennen zu lernen. Dann sehen die Kinder gleich, mit wem sie können und wen sie sympathisch finden. Und für Eltern ist es auch ein gutes Gefühl zu wissen, wem sie eigentlich ihre Kinder da anvertrauen.

Mama hat einen Plan für alle Fälle

Schließlich hilft es zu besprechen, wann, wie und wie oft man Kontakt halten wird. Welchen Plan man hat, sollte das Kind doch Heimweh bekommen und nach Hause wollen und vor allem zuzusichern, dass man immer für sein Kind da sein wird, es liebt und einfach hofft, dass es eine tolle Zeit haben wird!

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Heike Kossdorff

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