Geld

Jugendkonto: Sechs Tipps rund ums erste eigene Konto

Der Umgang mit Geld, bargeldloses Bezahlen und Sparen wollen gelernt sein. Eine einfache und sichere Möglichkeit für den Nachwuchs das zu lernen, ist ein eigenes Konto.

Zahlreiche Studien zeigen, dass besonders die Familie einer der wichtigsten Orte für die Vermittlung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Geld ist. Grund: Kinder lernen durch Imitation und das sehr schnell.

Dazu ist eine einfache und sichere Umgebung notwendig, wo die ersten Erfahrungen selbst gemacht und zusammen mit den Eltern geübt werden können. Das Taschengeld ist eine gute Basis, um damit die ersten Schritte im realen Geldleben machen zu können. Die finanzielle Gesundheit hängt davon ab zu erlernen, jederzeit den Überblick über sein Geld zu haben, zu wissen wofür man sein Geld ausgegeben hat, wieviel man bekommen hat und wieviel noch da ist. Die Kontrolle erleichtern Verständigungen bei Änderungen des Kontostands. Bargeldloses Bezahlen, Überweisungen per Internetbanking und Geldabheben beim Bankomaten müssen gelernt sein; diese bestimmen unseren Alltag. Daher sollte man auch den Nachwuchs an diese Themen heranführen. Eine gute Möglichkeit ist hier ein Jugendkonto.

TIPP 1: Den richtigen Zeitpunkt bestimmen die Eltern
Der richtige Zeitpunkt für ein Jugendkonto liegt vorrangig im Ermessen der Erziehungsberechtigen. Dennoch gibt es Anhaltspunkte, wann ein Konto für den Nachwuchs eröffnet werden soll: das erste Einkommen, zum Beispiel aus einem Ferialjob, oder bei Jugendlichen die Überweisung des Taschengeldes. „Unserer Erfahrung nach wird Kindern mit dem Kauf der eigenen Schuljause ab zirka 13 Jahren auch zugetraut, die Verantwortung für ein eigenes Geldleben übers Konto zu übernehmen“, so Ertan Piskin, Zahlungsverkehrs-Experte der Erste Bank.

TIPP 2: Die Kontoeröffnung ist einfach
Bei der Kontoeröffnung sind Legitimitätsnachweise auch der Kinder erforderlich. Vor dem 14. Geburtstag ist die Kontoeröffnung nur mit einem gesetzlichen Vertreter möglich. Diese Person ist auch verfügungsberechtigt und kann Limits fürs Bezahlen und Geldbehebungen festlegen. „Der junge Kontoinhaber kann somit in einem gesicherten Umfeld das Geldleben erlernen“, so Piskin. Ab dem 14. Geburtstag kann das Kind ein Konto alleine eröffnen.

TIPP 3: Den Überblick bewahren
Der regelmäßige Blick auf die Kontodaten sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Eltern sollten deshalb mit ihren Kindern üben, die Kontoübersicht korrekt zu lesen. Piskin: „Bargeld ohne Aufzeichnungen kann Jugendlichen sehr leicht durch die Finger rutschen. Durch das Jugendkonto und den regelmäßigen Check, lernt der Heranwachsende, die eigenen Finanzen besser zu planen. Auch die Eltern sehen was ihre Kinder mit dem Geld machen und das ist gut für beiderseitiges Vertrauen.“

 

„Der junge Kontoinhaber kann in einem gesicherten Umfeld das Geldleben erlernen.“
Ertan Piskin
Zahlungsverkehrsexperte
Erste Bank

TIPP 4: Sorgsamkeit kann man lernen
Sensibilität und äußerste Sorgsamkeit sind gerade bei finanziellen Angelegenheiten wichtig. Bewusst gemacht werden sollte den Kindern, dass sie mit ihren Kontodaten, ihrer Debitkarte und ihrem PIN-Code sorgsam umgehen müssen und dass die Debitkarte bei Verlust sofort gesperrt werden sollte.

TIPP 5: Mobile Banking mit dem Smartphone
Ab dem 14. Lebensjahr können Jugendliche zum Beispiel auch kostenlos Apple Pay nutzen und so Zahlungen via Smartphone abwickeln. Da die Teenager heutzutage oft keine Geldbörse mehr mithaben, ist diese Möglichkeit – auch speziell für Notfälle – eine Alternative. Piskin: „Gerade junge Leute machen alles mit dem Handy. Um den Überblick über die Transaktionen zu behalten, empfehlen wir sowohl den jungen Kontoinhabern aber auch den Erziehungsberechtigen, unsere Internetbanking-App „George“ auf den jeweils eigenen Smartphones zu installieren.“

TIPP 6: Gratis-Konto mit Kartennutzung und Sicherheitsnetz
Ein Jugendkonto ist kostenlos und läuft auf Guthaben-Basis. Damit muss man auch nicht fürchten, dass das Jugendkonto, bei dem meist eine Debitkarte inkludiert ist, überzogen wird. „Jugendliche können mit der Debitkarte Bargeld limitiert abheben, oder kleinere Einkäufe bezahlen. Zudem haben viele Bankkarten auch schon die Funktion, dass sie für den Online-Einkauf genutzt werden können. Um in keine Fallen zu tappen, erklären und üben sie deshalb mit ihren Kindern den richtigen Umgang hinsichtlich Internet-Shopping“, rät Experte Piskin.

spark7 – das Jugendkonto von Erste Bank und Sparkasse. Einfach und intuitiv den Umgang mit dem eigenen Konto und der Debitkarte lernen. Mehr Infos unter: www.spark7.at

TIPP: Spielerisch zu mehr Finanzwissen

Finanzbildung stellt einen weiteren wichtigen Grundbaustein dar, um verantwortungsvoll mit Geld umgehen zu können. Denn: nicht nur ein eigenes Konto und die Sensibilisierung durchs Elternhaus sind wichtig, auch das Interesse an finanziellem Wissen gilt es zu fördern. Spannende Podcasts, unterhaltsame Rätsel, Challenges, Artikel und vieles mehr für Kinder und Erwachsene gibt es zum Beispiel unter: www.sparkasse.at/finanzbildung

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