Geld

Sparen von den Kleinsten bis zu den Grossen

Auch wenn das Geld derzeit bei vielen knapp ist, sollte man seinen Kindern Taschengeld geben und ihnen das Sparen näher bringen.

Der Begriff „Sparen“ begleitet unseren heutigen Lebensalltag wohl wie kaum ein anderer. Dabei denken wir zunächst an alle derzeitigen Teuerungen, an unsere Umweltressourcen, an Nachhaltigkeit und unsere Finanzstrategien als Eltern. Unsere Kinder wachsen in einer Zeit auf, in der wir erleben, dass Ressourcen aller Art nicht unerschöpflich sind, sie erleben, dass in allen Lebensbereichen gespart werden muss. Damit ist nicht nur ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln, Strom und Energie, sparsamer Umgang mit Dingen des täglichen Bedarfes oder der Umstieg vom Auto auf die Bahn gemeint. Mehr denn je erfahren bereits kleine Kinder heute, dass die Einteilung des vorhandenen Geldes eine große Rolle spielt. Auch wenn das Geld für viele von uns derzeit knapp ist, sollten wir unseren Kindern das Sparen näherbringen und ihnen einen guten Umgang mit Taschengeld beibringen.

Taschengeld ab den vierten Lebensjahr
Ihr Kind soll vom Kleinkindalter an erfahren, dass es eigenen Besitz haben darf und Ziele und Wünsche mit Anstrengung erreichbar sind. Das funktioniert am besten, wenn Sie Ihrem Kind ab dem vierten Lebensjahr an Taschengeld geben. Auf diese Weise lernt ihr Kind, dass es Geld besitzt und dafür etwas kaufen kann. Zu Beginn reichen etwa 50 Cent in der Woche, für die Ihr Kind die Verantwortung übernehmen soll. Größere Beträge von Verwandten kann man gleichzeitig auf einem Sparbuch sparen. Spätestens beim Eintritt in die Schule weiß ihr Kind, dass es teure und billige Sachen zu kaufen gibt, Dinge, die viel kosten und solche, die man ganz einfach mit wenig Geld bekommt. Gehen Sie beim Einkauf und im täglichen Leben stets mit gutem Beispiel voran! Sie können Ihrem Kind in diesem Alter durchaus Ihr Haushaltsbuch zeigen und ihm erklären, wie Sie mit Ihrem Geld umgehen. Spätestens  jetzt tauchen bei Ihrem Sprössling Wünsche auf. Überlegen Sie gemeinsam, wie lange und wie viel Ihr Kind sparen muss, um sich einen bestimmten Wunsch zu erfüllen. Zeigen Sie Ihrem Nachwuchs, dass auch Sie für Anschaffungen außerhalb des Haushaltsbuches Geld sparen müssen. (z.B.: Urlaub)

Kleine, erreichbare Sparziele festlegen
Beginnen Sie dabei mit den Wünschen des Kindes mit erreichbaren, kleinen Zielen. Es macht keinen Sinn, zwei Euro wöchentlich für ein Auto zur Seite zu legen, das ist für ein sechsjähriges Kind noch nicht überschaubar. Geht es jedoch vielleicht um den Kauf eines neuen Glitzerstiftes oder eines Stickeralbums, dann ist das Ziel in wenig Zeit erreicht. Ihr Kind lernt so, dass die gekauften Gegenstände sein Eigentum sind, das etwas wert ist, etwas, das es nicht umsonst gab. Durch die eigenständige Anschaffung erhalten die Dinge nicht nur eine andere Wertigkeit, sie sind dann wirklich eigener Besitz und ihr Kind übernimmt die Verantwortung. Das fördert unter anderem das Selbstbewusstsein Ihres Kindes. Es lernt auch, eigene Entscheidungen zu treffen. Hebt es das Geld weiter auf für etwas anderes oder gibt es das gewünschte Objekt vielleicht woanders billiger? Bis zum Alter von 10 Jahren sollte Ihr Kind wöchentlich bis zu drei Euro bekommen, ab dann kann man zu einer monatlichen Zahlung übergehen. Bis zum fünfzehnten Lebensjahr ist ein Betrag zwischen 15 und 20 Euro angemessen, je nachdem, welche Vereinbarung mit dem Jugendlichen getroffen wird, welche Dinge vom Taschengeld gekauft werden dürfen oder müssen. Danach ist bis zum Erwachsenwerden genau zu klären, welche Bereiche das Taschengeld Ihres Kindes abdecken soll. Als Richtwert gilt ein Betrag zwischen 60 und 80 Euro monatlich, der im besten Fall regelmäßig auf ein Jugendkonto fließt.
Fast alle Banken bieten Sparformen für Kinder und Jugendliche an. Die Kleinsten können bis zum Alter von 10 Jahren mit der Sumsi Karte der Raiffeisen Bank den Umgang mit Geld spielerisch erlernen. Die Volksbank bietet ab sieben Jahren und bis zum vierzehnten Lebensjahr an die Mike-Card. Bei der Bawag kann Ihr Kind bis es vierzehn Jahre alt ist eine Safe&Cool Karte benutzen. Die Bank Austria lädt kleine Kunden bis 10 Jahre mit der Spar Card ein, mit Geld umgehen zu lernen und bietet die Mega Card für Kinder zwischen zehn und zwanzig Jahren. Hierbei kommen zum Teil Abhebefunktionen zur Geltung, das Konto kann aber nicht überzogen werden. Experten empfehlen den Übergang zu einem Bankkonto ab dem zehnten Lebensjahr. Erfahrungen als junge Bankkunden steigern dann das Allgemeinwissen und das Selbstbewusstsein Ihres Kindes.

HILFREICHE LINKS:
raiffeisen.at
oesterreich.gv.at
sparkasse.at
jugendinfo-noe.at
bankaustria.at
bawag.at

Gehen Sie beim Sparen immer mit gutem Beispiel voran und beherzigen Sie folgende Tipps beim Erlernen des Umgangs mit Taschengeld:
• Taschengeld ist kein Erziehungsmittel (nicht „zur Strafe streichen“), sondern eine verlässliche, konstante Zahlung;
• Erfüllen Sie Ihrem Kind außerhalb des Taschengeldes nicht JEDEN Wunsch, sodass es einen Grund hat, zu sparen;
• Erstellen Sie mit dem Kind einen Plan, wie lange es für etwas sparen muss;
• Das Taschengeld wird regelmäßig und pünktlich ausbezahlt;
• Bleiben Sie konsequent, es gibt nicht mehr, aber auch nicht weniger;
• Definieren Sie klar, was vom Taschengeld gekauft werden MUSS und was gekauft werden DARF (kein Alkohol, Zigaretten, beinhaltet es den Kauf von Kleidung, Schulutensilien?)
• Nicht zu wenig und nicht zu viel, Zusatzleistungen können abgegolten werden und erleichtern das Sparen (Geschirr spülen, Haushalt machen)
• Urteilen Sie nicht über die Wünsche und gekauften Dinge Ihres Kindes!

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