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Home » Kaum Schutz bei Musik-Streaming: Angebote für Kinder absichern
Digitale Welt

Kaum Schutz bei Musik-Streaming: Angebote für Kinder absichern

adminVon adminMärz 29, 2020Aktualisiert:April 7, 20262 Minuten Lesezeit
© Shutterstock
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Neben Kinderliedern und Hörspielen für Heranwachsende beinhalten beliebte Streaming-Dienste wie Spotify oder Apple Music auch Inhalte, die für den Nachwuchs nicht altersgerecht sind.

Das Streamen von Musik, Podcasts und Hörbüchern ist beliebt. Viele Eltern nutzen Angebote wie Spotify, Apple Music, Deezer und Amazon Prime Music nicht nur für sich, sondern auch für ihre Kinder. „Die gängigen Musik-Plattformen sind nicht für Kinder ausgelegt“, sagt Kristin Langer, Mediencoach der Initiative SCHAU HIN!. „Deshalb ist es für Eltern wichtig, die Anwendungen zu prüfen und zu sichern, bevor ihre Kinder sie nutzen.“

Die Streaming-Anbieter schreiben in ihren Nutzungsbedingungen ein Mindestalter für die Nutzung der Dienste vor. Bei den verbreiteten Angeboten Spotify, Apple Music, Deezer und Amazon Prime Music wird für Jugendliche unter 18 Jahren immer das Einverständnis der Eltern oder Erziehenden vorausgesetzt. Bei keiner Plattform ist eine Nutzung unter 13 Jahren vorgesehen, für einige Dienste müssen Heranwachsende das 16. Lebensjahr erreicht haben, bevor sie ein eigenes Konto anlegen dürfen. „Die Plattformbetreiber sichern sich durch diese Altersvorgaben ab und übergeben die Verantwortung für den Schutz Heranwachsender an die Eltern“, sagt Kristin Langer.

Für jüngere Kinder ist es sicherer, Streaming-Dienste offline zu nutzen. „Eltern können ihren Kindern geeignete Inhalte herunterladen oder gemeinsam auf die Suche nach neuen Titeln gehen“, sagt Kristin Langer. „Ohne Internetverbindung können so nur die ausgewählten Songs oder Hörspiele abgespielt werden.“
Wenn Musikinhalte über einen App Shop oder systemeigene Angebote wie „Apple Music“ heruntergeladen werden, bringen Einstellungen etwas mehr Sicherheit. Bei Geräten mit iOS-Betriebssystem können Musiktitel, die als „anstößig“ gekennzeichnet wurden, durch Inhaltsbeschränkungen im Menüpunkt „Bildschirmzeit“ ausgeblendet werden. Für Android-Smartphones werden Jugendschutzoptionen direkt im Play Store aktiviert: Von den Anbietern als „explizit“ markierte Musik kann hier eingeschränkt werden. Welche Kriterien diesen Einstufungen zugrunde liegen, ist jedoch unklar. Die Einstellungen in den Geräten bieten daher keinen zuverlässigen Schutz. Kindgerechte Musikportale finden Eltern auf den Seiten von seitenstark.de und klick-tipps.net.

Wenn Heranwachsende Musik oder Podcasts hören, die sich an Erwachsene richten, sollten Eltern über problematische Inhalte sprechen. „In einigen Musikgenres geht es verbal auch mal härter zu – da ist es Aufgabe der Eltern, mit ihrem Kind künstlerische Grenzen zu diskutieren und über die Botschaften der Songtexte zu sprechen“, sagt Mediencoach Kristin Langer. Auch in Podcasts können beispielsweise beleidigende Äußerungen verbreitet werden. „Wichtig ist, dass Eltern mit Heranwachsenden im Gespräch bleiben“, rät Langer. „Nur so können sie gegensteuern, wenn die Inhalte unangemessen sind.“

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