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Gesund bleiben

So schmeckt mein Sommer – von Astrid Lindgren

Ob Pippi Langstrumpf oder Geschichten aus Bullerbü - in den Büchern von Astrid Lindgren spielen der Sommer und das Essen eine wichtige Rolle. Jetzt gibt es Astrid zum Nachkochen.
Malu WinklerVon Malu WinklerAugust 11, 2026Aktualisiert:August 11, 20266 Minuten Lesezeit
© Oetinger
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Brennesslsuppe mit wachsweichen Eiern

Für 4 Portionen

ZUTATEN:

250 g Brennnessln

1 Handvoll frischer Spinat

½ gelbe Zwiebel

1 EL Butter

100 ml Weißwein

800 ml Gemüsebrühe

200 ml Obers

1 TL Maisstärke

Salz

weißer Pfeffer

1 TL frisch gepresster Zitronensaft

geriebene Muskatnuss

4 wachsweich gekochte Eier

ZUBEREITUNG:

Brennesslsuppe lässt sich auf verschiedene Arten zubereiten. Einige essen sie wie eine Brühe, andere binden sie. Alles geht auf Traditionen zurück und auf das, was die Leute früher auf dem Hof zur Verfügung hatten. Nur wer Kühe besaß, konnte mit Schlagobers binden. Aber ein paar Dinge hatten alle Rezepte gemeinsam: Die Brennessln müssen ganz zart sein, die Gemüsebrühe muss eine sehr gute Qualität haben, und dann darf die Suppe nicht zu lange kochen – sonst wird sie grau.

Um das ganze Jahr über Brennesslsuppe zubereiten zu können, kannst du ein Nesslpüree herstellen: Die Nesseln blanchieren, rasch abkühlen, pürieren und dann portionsweise einfrieren.

In einem großen Topf Wasser aufkochen und die Brennessln für zwei Minuten hineingeben. Anschließend sofort in Eiswasser abschrecken. 

Brennessln und Spinat glatt pürieren, bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen, damit der Mixer es etwas leichter hat.

Die Zwiebel schälen, fein hacken und in der Butter anschwitzen. Dann Wein und Gemüsebrühe angießen und etwa 10 Minuten einkochen. Schließlich das Obers zugeben und alles weitere fünf Minuten kochen.

Mit Maisstärke binden, damit die Suppe leicht sämig wird. Anschließend das Brennesslpüree hinzufügen und die Suppe aufkochen. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Muskatnuss abschmecken.

© Oetinger

Geschmorte Schweinekoteletts mit in Butter und Dill gebackenen Karotten

Für 4 Portionen

ZUTATEN:

4 Schweinekoteletts

1 EL Weizenmehl

Salz und weißer Pfeffer

1 EL Butter

100 ml Weißwein

1 EL Sojasoße

200 ml Obers

1 EL Dijonsenf

1 Bund Karotten, etwa 500 g

50 g Butter

1 Bund Dilldolden, ca 20g

ZUBEREITUNG:

Früher waren Schweinekoteletts ein fester Bestandteil des wöchentlichen Speiseplans, heute kommen sie nicht mehr so häufig vor. Dabei verdienen die Koteletts ein Comeback! Manche sorgen sich vielleicht wegen der Knochen, aber gerade in ihnen steckt so viel Geschmack, und wenn man Fleisch mit Knochen zubereitet, bringt das herrlich viel Aroma. Am besten brätst du sie goldbraun – bei nicht zu hoher Temperatur. Hier servieren wir die Koteletts mit jungen Dill-Karotten. Diese kleine Gemüsebeilage eignet sich auch hervorragend als Vorspeise.

Zunächst die Koteletts mit Mehr bestäuben, salzen und pfeffern.

In etwas Butter die Koteletts bei mittlerer Hitze gut 3 Minuten von jeder Seite braten, dann aus der Pfanne nehmen und die Pfanne mit Weißwein, Sojasoße und Obers ablöschen. Die Soße aufkochen lassen. Mit Dijonsenf, Salz und Pfeffer abschmecken, anschließend die Koteletts wieder in die Pfanne legen.

In Butter und Dill gebackene Karotten

Den Ofen auf 200°C vorheizen.

Die Karotten abschrubben, abspülen, auf ein Blech legen und die Butter in Klecksen draufgeben. Salzen und pfeffern.

Die Hälfte der Dilldolden abzupfen und auf die Karotten verteilen. Je nach Dicke des Gemüses im Ofen 15-20 Minuten backen – sie dürfen ruhig noch einen etwas festeren Kern haben.

Vor dem Servieren mit dem restlichen Dill garnieren.

Zu den Koteletts reichst du die gebackenen Karotten, Cocktailtomaten und in Petersilie geschwenkte junge Kartoffel. 

© Oetinger

Smaländische Kartoffelknödel

Für 4 Portionen

ZUTATEN:

1 kg mehlig kochende Kartoffeln

300 g gepökelter Schweinebauch

1 gelbe Zwiebel, fein gehackt

1 ½ TL frisch gemahlener Piment

1 Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1 Ei

120 g Weizenmehl

1 TL Salz

ZUBEREITUNG:

Kartoffelknödel gibt es in vielen verschiedenen lokalen Varianten. Dies ist ein klassisches Rezept aus gekochten Kartoffeln, wie es für diese Art von Knödel üblich ist. Die Beilagen unterscheiden sich, am typischsten sind rohes Preiselbeerkompott und geklärte Butter.Kartoffelknödel mögen nicht unbedingt als Sommeressen durchgehen, dürfen aber in einem Kochbuch mit von Astrid Lindgren inspirierten Rezepten nicht fehlen. Und man KANN auch im Sommer Winterkartoffeln im Geschäft bekommen, wenn man keine mehr im Keller hat.

Die Kartoffeln schälen, in leicht gesalzenem Wasser weichkochen und abkühlen lassen.

Den Schweinebauch fein würfeln und in der Pfanne knusprig braten. Dann die Zwiebeln hinzufügen und ein paar Minuten mitbraten. 

Mit Piment und Pfeffer abschmecken. Abkühlen lassen.

Jetzt die Kartoffeln in eine Schüssel pressen und vorsichtig mit dem Ei, Mehl und Salz vermengen.

Den Kartoffelteig zu einer Rolle formen und diese in 12-14 Stücke zerteilen. In jedes Teigstück eine Vertiefung drücken und 1 EL der Füllung hineingeben. Dann die Teiglinge zu Kugeln rollen und leicht flach drücken.

In einem Topf 2 l Wasser mit 1 EL Salz aufkochen.

Die Kartoffelknödel nach und nach hineingeben, köcheln lassen, bis sie alle an die Oberfläche steigen, und dann weitere 5 Minuten köcheln lassen.

Zum Schluss die Knödel mit einem Schöpflöffel herausnehmen und mit Preiselbeeren, geklärter Butter und Obers servieren. Alternativ kannst du sie abkühlen lassen, halbieren und vor dem Servieren in Butter braten. 

© Oetinger

Zimtschnecken

Für etwa 30 Stück

ZUTATEN FÜR DEN WEIZENHEFETEIG:

450 ml Milch

15 g Hefe

840 g Weizenmehl (Type 550)

160 g Zucker

160 g zimmerwarme Butter

1 ½ EL zerstoßener Kardamon

1 TL Salz

1 Ei

ZUTATEN FÜR DEN ZUCKERSUD:

45 g Zucker

50 ml Wasser

Für die Zimtfüllung:

250 g zimmerwarme Butter

180 g Zucker

4 EL gemahlener Zimt

Zum Bepinseln:

1 verquirltes Ei

Topping: Hagelzucker

ZUBEREITUNG WEIZENTEIG:

Die Milch auf 37°C erwärmen und die Hefe darin auflösen.

Mehl, Zucker, Butter, Kardamon, Salz und 1 Ei hinzufügen. Das Ganze in der Maschine oder von Hand 10-15 Minuten zu einem elastischen Teig verkneten. Er sollte weich und glänzend sein.

Lege den Weizenhefeteig auf eine bemehlte Arbeitsfläche und drücke ihn ein wenig platt, dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit einem Backtuch abdecken. Für 1 Stunde ruhen lassen.

Während der Teil geht, die Zimtfüllung zubereiten und den Zuckersud kochen. 

ZUCKERSUD

In einem Topf Zucker und Wasser verrühren und aufkochen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Abkühlen lassen.

ZIMTFÜLLUNG

In einer Schüssel Butter, Zucker und Zimt vermischen. Zur Seite stellen; die Füllung sollte Zimmertemperatur haben, damit sie nicht zu kalt ist, wenn du sie auf dem Teig verteilen willst. Jetzt den Teig zu einer 30 x 60 cm großen Teigplatte ausrollen.

Die Zimtfüllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen und diesen von der Längsseite her aufrollen. Die Rolle in etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden und diese mit der Schnittfläche nach oben in Muffinförmchen legen und auf ein Blech stellen.

Mit einem Backtuch abdecken und 2-3Stunden gehen lassen, bis sich ihre Größe annähernd verdoppelt hat.

Den Ofen auf 225° C vorheizen.

Das Ei verquirlen und die Schnecken damit einstreichen. Mit Hagelzucker bestreuen. Die Schnecken auf mittlerer Schiene 8-10 Minuten backen, bis sie schön goldbraun sind.

Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Zimtschnecken mit dem Zuckersud bestreichen, damit sie schön saftig werden.

© Oetinger
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Malu Winkler

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