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Home » Auf in die Baby-Schule
Erwachsen werden

Auf in die Baby-Schule

Sandra WobrazekVon Sandra WobrazekNovember 9, 2021Aktualisiert:Feber 24, 20263 Minuten Lesezeit
© iStock
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Von Baby-Yoga über PEKIP bis Babyzeichensprache – das Angebot an Babykursen ist vielfältig. Sie zu besuchen fördert die Sinne und das soziale Miteinander der Kleinen und stärkt die Bindung von Eltern und Kind.

Wenn sich bei Happy Families die Teilnehmer zum gemeinsamen „Lernen“ treffen, ist die Chance groß, dass der Niedlichkeitsfaktor der „SchülerInnen“ enorm ist – denn in dem Wiener Eltern-Kind-Zentrum werden Kurse für Babys und Kleinkinder abgehalten. PEKIP-Gruppen können hier ebenso besucht werden, wie Sinnesspielgruppen oder eigene Babyzeichensprache- Einheiten – insgesamt sind es wöchentlich zehn bis 15 Kurse, die für die ganz Kleinen stattfinden.

Kontakte knüpfen

So wie bei Happy Families gibt es mittlerweile in ganz Österreich Kurse für die Jüngsten. Denn schon im ersten Lebensjahr profitieren Kinder, wenn sie Gleichaltrige treffen, ihre Sinne angesprochen werden und sie etwas mit Mama und Papa unternehmen können, wie Happy Families Geschäftsführer Christian Bauer weiß. Am beliebtesten sind bei ihm PEKIP-Kurse (Prager-Eltern-Kind-Programm), eine besondere Art der Krabbelgruppe, bei der  sich die Babys in einem mit Matten ausgekleideten Raum frei bewegen können. Das Ziel: dass die Kinder unterschiedlichste Eindrücke auf spielerische Art und Weise kennenlernen. „Es gibt dabei noch kein besonderes Spielzeug“, berichtet Bauer, „aber die KursleiterInnen bereiten verschiedene Materialien vor, mit denen die Babys dann in Berührung kommen. Für die Mütter sind PEKIP-Kurse oft die erste Möglichkeit, nach der Geburt rauszukommen und sich mit anderen über alles auszutauschen, was sie so beschäftigt.“

© iStock

Qualitätskriterien

Auch im „Zwergerlparadies“ von Sigrid Neudorfer sollen zukünftige oder frischgebackene Mütter und Väter die Möglichkeit haben, sich und ihren Kindern etwas Gutes zu tun. Die Diplompädagogin bietet Schwangerschaftsyoga ebenso an wie Eltern-Baby-Yoga, Babymassage oder Babyturnen. „Wir möchten Mamis und Papis aus ihrem Alltag rausholen und ihnen neue Ideen für das Zusammenleben mit ihren Kindern geben. Außerdem lernen sie in den Kursen Gleichgesinnte oder sogar neue Freunde kennen, mit denen sie sich austauschen können. In unseren Kursen werden die Babys zu nichts gezwungen. Wir orientieren uns an ihren Bedürfnissen wie Schlaf, Hunger, Durst und Kuscheln, der Zwergerln“, erklärt Neudorfer. Doch woran erkennt man in all der Fülle an Angeboten einen guten Kurs? Die Ausbildungen der Kursleiter sind, so die Expertin, ein wesentliches Qualitätskriterium. Hinzu kommt die geeignete Ausstattung: „Dazu gehören ein großer, heller Raum, ein barrierefreier Zugang, Spielzeug, das regelmäßig gereinigt und desinfiziert wird und Matten, die fürs Yoga angeboten werden – um nur einige Dinge zu nennen.“

Entspannt in die Kurse

Bei der Wahl der Kurszeiten rät Christian Bauer von Happy Families Eltern, immer auch auf die Schlafgewohnheiten der Babys Rücksicht zu nehmen – und die Kinder nicht mit übermäßigen Kursbesuchen zu überfordern. „Mehr als zwei Kurse die Woche würde ich nicht empfehlen, da es doch viele Eindrücke sind, mit denen die Kinder konfrontiert werden. Grundsätzlich ist es wichtig, dass die Eltern entspannt in den Kurs hineingehen und sich auch ein Stück weit überraschen lassen – dann funktioniert es.“

© iStock

Bewegung tut gut

In den meisten Kursen geht es übrigens um das Thema Bewegung. Denn, dass gesunde Babys einen gewissen Bewegungsdrang haben, liegt in der Natur des Menschen, sagt Sigrid Neudorfer. Zum Beispiel die Idee hinter Babyturnen: Das Baby mit einfachen, spielerischen Bewegungsübungen und Aktivitäten in seiner Bewegungsentwicklung zu fördern. „Der Stütz- und Bewegungsapparat“, so Sigrid Neudorfer, „wird gekräftigt und die gesamte körperliche Entwicklung unterstützt. Weitere positive Effekte sind die Anregung des Stoffwechsels und die Linderung von Blähungen des Babys.“ Außerdem wirken die Übungen entspannend auf die Muskulatur des Kindes – und „regelmäßiges Babyturnen stärkt die Bindung zwischen Eltern und ihrem Baby.“

Kreativ ausdrücken

Gyda Federer hat „Der Kreativraum“ gegründet, um schon ganz kleinen Kindern die Möglichkeit zu geben, sich kreativ und frei auszudrücken. In dem ganzheitlich orientierten Zentrum dreht sich vieles um Kunst und Bewegung. So gibt es unter anderem die „Klangzwerglein“, einen Musikkurs für Babys ab sechs Monaten. „Der Vorteil für die Eltern ist“, so die ausgebildete Kunsttherapeutin, „dass sie früh Begabungen erkennen und diese eventuell weiterfördern zu können.“ Bedingt durch die Corona-Pandemie musste man im Kreativraum eine eineinhalbjährige Zwangspause einlegen und bietet derzeit ein eingeschränkteres Angebot. Doch 2022 m.chten Gyda Federer und ihr Team wieder viele verschiedene Kurse auf die Beine stellen – damit auch die Kleinsten schon Freude an Bewegung, Musik und sozialen Kontakten entwickeln können.

Weitere Informationen:

Happy Families, www.happy-families.at

Kreativraum, www.derkreativraum.at

Zwergerlparadies, www.zwergerlparadies.at

© iStock
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Sandra Wobrazek

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