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Home » Ein Löfferl für die Mama …
Gesund bleiben

Ein Löfferl für die Mama …

Gerit FischerVon Gerit FischerJänner 27, 2019Aktualisiert:Feber 25, 20263 Minuten Lesezeit
© Shutterstock
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Der Start in ein Leben als Esser verläuft oft ein wenig holprig. Wie kann man dem Baby den Weg ebnen, damit es ohne Umwege zum Genießer wird?

Automatisch öffnen Eltern und Geschwister den Mund, machen „Aaaah“ und „Hmmm“ und lächeln freundlich, um das Kind neugierig aufs Essen zu machen. Schließlich sind nicht alle Babys der Meinung, dass sie sich – wie die Fachleute empfehlen – ab dem sechsten Monat an Breikost gewöhnen sollen. Und solange das Baby mit ausschließlicher Milchernährung gut gedeiht, besteht auch kein Grund zur Eile.

Den genauen Zeitpunkt für die Umstellung gibt das Kind am besten selber an, und zwar durch seine Interessensbekundung. Oberstes Prinzip für die Eltern – wie sowieso immer beim Essen: Gelassen bleiben! Eine gereizte Stimmung ist der größte Appetitkiller. Ein Kind, das den Mund nicht mehr öffnet, hat genug.

Üben Sie niemals Druck aus! Das heißt auch, den Löffel nicht näher als zehn bis 20 Zentimeter an den Mund heranführen, solange er geschlossen ist. Schon gar nicht mit dem Löffel die Lippen anstupsen. Erst wenn das Kind den Mund von selbst öffnet, ist der Moment gekommen! Manchmal braucht es bis zu zehn Wiederholungen, bis etwas Neues angenommen wird. Babys erster Brei soll eine Gemüse-Fleisch-Mahlzeit mit Reis oder Kartoffeln sein. Das Fleisch wird benötigt, um die Eisenspeicher rasch wieder zu füllen. Dieses allererste Menü wird vorerst zwei Wochen lang beibehalten, damit der neue Geschmack vertraut wird.

© Shutterstock

Troubleshooting

Wenn das Kind beim Essen spielen will, darf es das. Sobald es aber mehr spielt als isst, wird die Mahlzeit freundlich beendet. Die Eltern bestimmen, was auf den Tisch kommt und wann; das Kind entscheidet, was von dem Angebotenen es isst, wie viel und ob überhaupt!
Wenn das Kind quengelt, ist es vielleicht nur frustriert, weil das Essen mit dem Löffel erst erlernt werden muss und viel umständlicher ist, als es das vom Stillen gewöhnt ist. Lassen Sie es für diesen Tag gut sein und probieren Sie es in zwei, drei Tagen wieder.

Wenn es den Brei wieder ausspuckt, nicht persönlich nehmen. Es muss erst üben, den Brei im Mund nach hinten zu befördern und zu schlucken. Auch zu viel Aufmerksamkeit kann Stress verursachen, Stichwort „Helikoptereltern“. Vielleicht wird Ihr Kind auf das neue Essen neugierig, wenn Sie es damit ein wenig sich selbst überlassen. Vorbilder wirken Wunder! Ein Kind, das von Essenden umgeben ist, wird eher motiviert sein, als wenn es allein gefüttert wird.

Kaufen oder selber kochen?

Die Bedeutung des Zufütterns darf nicht unterschätzt werden, Energie- und Nährstoffbedarf des Babys steigen jetzt rasant an. Ob der Brei selbst gekocht oder fertig gekauft wird, ist unerheblich. Vorbehalte gegenüber der industriell gefertigten Kindernahrung sind nicht angebracht, denn die Beikostverordnung im österreichischen Lebensmittelgesetz ist streng: Weder Farbstoffe noch Konservierungsmittel sind erlaubt, und die Richtlinien für Rückstände von Agrarspritzmitteln in Baby- und Kleinkinder-Lebensmitteln sind deutlich strenger als bei allen anderen Lebensmitteln.

Heimisch kaufen!

Das hat nichts mit übersteigertem Patriotismus zu tun: Bei Importware ist es oft unmöglich, die Produktionsbedingungen nachzuvollziehen – je weiter her, desto schwieriger. Vor allem bei den Fetten ist das ein Thema, etwa wenn Palmöl zugesetzt ist. Schadstoffrückstände oder -verunreinigungen sind hier nicht auszuschließen.

© Shutterstock

Tipps zum Füttern mit dem Löffel

■ Das Baby freundlich animieren
■ Geduldig sein und Zeit geben
■ Einen kleinen, runden Löffel verwenden, z. B. aus (Bio-)Kunststoff, Holz, Horn
■ Nur füttern, wenn es den Mund von selbst öffnet
■ Gemeinsam essen: Essen Sie dem Kleinen „etwas vor“!
■ Gelassen auf morgen verschieben, wenn es verweigert



Gesundes Krippenessen: Darauf kommt es an!

Mag.Claudia Ertl-Huemer
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Gerit Fischer

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