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Home » „Frag die Science Oma!“
Bildung

„Frag die Science Oma!“

ChriFloVon ChriFloJänner 3, 20255 Minuten Lesezeit
© ISTA
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Wissenschaft erfahren, selbst experimentieren – und die Freude an Wissenschaft an die junge Generation weitergeben. Das können Frauen ab 60 Jahren jetzt am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg machen. Das Programm „Frag die Science Oma!“ richtet sich an alle Interessentinnen aus der Umgebung – unabhängig davon, ob sie schon einen Bezug zu Wissenschaft haben. Gemeinsame Workshops bieten einfache praktische Erfahrungen im Labor für ‚Omas‘ und ihre jungen Begleitungen zwischen 6 und 12 Jahren. Später können einige der Teilnehmerinnen ein Training machen und selbst Workshops – an Schulen bzw. in Horten – anleiten.

„Das Konzept der – oft älteren – Lesepatin, die Freude an Büchern weckt, ist vielerorts bereits bekannt“, erklärt Projektmanagerin Laura Sartori vom ISTA. „Die Science Oma vermittelt analog dazu, als weibliches Vorbild und Sympathieträgerin, die Begeisterung für Wissenschaft an Kinder.“ Die ‚Oma‘ ist dabei natürlich immer in Anführungszeichen zu verstehen, als ein liebevoller und wertschätzender Begriff für die älteren Teilnehmerinnen. Diese können selbstverständlich auch mit Kindern von Freund:innen oder aus der Nachbarschaft zu den Workshops kommen. „Ich hatte selbst eine Art ‚Science Oma‘ in meiner Schulzeit, die mir wichtige Grundlagen der Naturwissenschaften nahegebracht hat“, so Sartori. „Ich weiß also, wie wichtig diese Rolle der Vermittlerin ist. Davon profitiert das Kind genauso wie die ‚Oma‘.“ Gemeinsam mit ihrer Kollegin Magdalena Bauer, welche das Projekt initiiert hat, organisiert und leitet Sartori die vielfältigen Angebote: Vorträge, Workshops, Stammtische – und später Besuche an Schulen. Das gesamte Angebot ist Teil des Wissenschaftsvermittlungs-Programms des Instituts, VISTA Science Experiences. Durch eine Förderung von „LEA – Let’s Empower Austria“ ist das ‚Science Oma‘-Programm kostenlos, um Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen wird jedoch gebeten.

Der erste generationsübergreifende Workshop des Jahres für Frauen (60+) und Kinder (6-12 Jahre) findet am 15. Jänner 2025 ab 15:30 am ISTA Campus statt: Unter dem Motto „Bausteine des Lebens“ erkunden dabei Jung und Alt gemeinsam, warum Lebewesen so unterschiedlich aussehen, und wo man den ‚Bauplan‘ dafür findet. Zwei Wochen später, am 28. Jänner, kann man unter dem Titel „Physik für Kids“ mit einer Kugelbahn die zentralen Naturgesetze von Bewegungen erforschen.

Wer noch nicht selbst im Labor anpacken möchte, aber neugierig ist, kann auch erstmal mit einem Vortrag für Science Omas & Freund:innen einsteigen. Am 18. Februar ab 17 Uhr gibt es für sie am ISTA den Vortrag der ISTA-Doktorandin und Biologin Laura Hofmann, die am Institut mit Zebrafischen forscht. Sie erklärt wie aus einer einzelnen Zelle ein Embryo und ein vollständiges Lebewesen wird. Weitere Termine folgen. 

Science Omas 1 c ISTA
© ISTA – Der erste generationsübergreifende Workshop des Jahres für Frauen (60+) und Kinder (6-12 Jahre) findet am 15. Jänner 2025 ab 15:30 am ISTA Campus statt.

Ende des Vorjahres hat das VISTA Science Experience Team des ISTA bereits erste Workshops, gewissermaßen als ‚Testballon‘ gestartet. Die Teilnehmerinnen hatten dabei unterschiedlichste Hintergründe, mit und ohne Vorerfahrung im Bereich Pädagogik und Wissenschaft. Das Feedback fällt durchwegs positiv aus. Andrea Fennes, eine Teilnehmerin aus Wien, meint: „Meine Schwiegertochter hat mich und meinen Enkel angemeldet, das kann sie wirklich gerne öfter tun. Es war total toll! Ich finde das einfach unglaublich, hier dabei sein zu können. Besonders gefallen hat mir die Campus Tour. Man sieht von außen gar nicht wie groß der ISTA Campus ist.“ Viele weitere frisch gebackene ‚Science Omas‘ pflichten ihr bei: Das Angebot sei eine spannende Bereicherung für Kinder wie für die älteren Teilnehmerinnen selbst. 

Und wenn der Funke besonders überspringt: Für besonders motivierte Teilnehmerinnen gibt es ein vertiefendes Trainingsangebot, nach welchem die ‚Science Omas‘ dann selbst Forschungs-Workshops in Schulhorten halten können. „Dafür werden sie dann – genauso wie unsere oft jüngeren Wissenschafts-Vermittler:innen – im Rahmen einer geringfügigen Anstellung auch bezahlt,“ erklärt Sartori. Erste Schulen mit Horten haben sich bereits gemeldet und um Besuche der ‚Science Omas‘ angefragt: „Alles, was direkt im Haus stattfinden kann, ist für uns eine super Bereicherung im Hortalltag,“ erklärt Birgit Lachnit, Hortleiterin der Volksschulen Weidling und Albrechtstraße in Klosterneuburg. Wir freuen uns, unseren Kindern Workshops mit ‚Science Omas‘ im Hort anbieten zu können.“ Im ersten Schritt sollen die ‚Science Omas‘ verschiedene Horte in Niederösterreich und Wien erreichen. 

© ISTA – „Science Omas“ halten Workshops mit Kindern in ausgewählten Horten ab.

Ein wichtiges Ziel des Programms ist es, dass Jung und Alt durch das Experimentieren Wissenschaft als Prozess kennenlernen, statt nur Faktenwissen auswendig zu lernen. Das schafft Grundlagen für kritisches Denken und informiertes Vertrauen in die Wissenschaft als ein sich ständig selbst kontrollierendes und korrigierendes System.

In jedem Fall sollen die Workshops aber bleibende Eindrücke und nachhaltige Begeisterung für die Welt der Wissenschaft zu hinterlassen. „Kindheitserinnerungen, die wir mit unseren Großmüttern verbinden, sind oft intensiv,“ so Projektmanagerin Sartori vom ISTA. „Wie cool wird es sein, wenn sich Kinder von heute später einmal an die tolle Zeit erinnern, in der sie mit ihrer Oma immer wissenschaftliche Experimente gemacht haben?“

Interessierte zukünftige ‚Science Omas‘ finden mehr Infos und Möglichkeiten zur Anmeldung unter: www.vistascience.at/join/scienceomas/

ISTA von oben c ISTA
© ISTA – Vorträge und Workshops des neuen „Frag die Science Oma!“-Programmes finden am Campus des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg statt.
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ChriFlo

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