Mode

Kinderschmuck – ja oder nein?

Ohrstecker und Kettchen mit Engelsanhänger sind sehr beliebt als Taufgeschenke. Doch abgesehen von diesen Geschenken bekommen Kinder in den folgenden Jahren weiterhin Schmuck oder wollen selbst bestimmte Stücke tragen. Das Thema wird mitunter sehr kontrovers diskutiert im Kreise der Großeltern, Eltern und Taufpaten.

 

Experten raten jedoch eher, Kindern unter sechs Jahren keinen Schmuck zu schenken. Mit einer kleinen Einschränkung: Sofern die Kinder unter Aufsicht sind und während des Tages spricht nichts gegen das Halskettchen. Über Nacht ist dieser Kinderschmuck jedoch tabu.

Wichtig ist bei der Auswahl für den passenden Kinderschmuck die Qualität. Modeschmuck, der besonders günstig ist, kann Substanzen wie Blei oder Cadmium enthalten – und damit für Kinder nicht geeignet. Cadmium ist wie Blei ein Schwermetall und gilt als gesundheitsschädlich. Blei schädigt das Nervensystem und kann sogar ein ungeborenes Kind schädigen. Fremdkörper, die Blei enthalten, sollten daher innerhalb von 48 Stunden über den Stuhl ausgeschieden werden. In Knochen kann das aufgenommene Blei zwischen fünf bis dreißig Jahren verbleiben.

In den letzten Jahren merken Hautärzte auch eine Zunahme an allergischen Reaktionen wie der Kontaktdermatitis. Hauptgrund ist der im Schmuck enthaltene Nickel. Wer also seinem Kind, Enkelkind oder Patenkind Kinderschmuck schenken möchte, sollte darauf achten, dass es ein hypoallergener Artikel ist. Folgende Metalle sind dabei empfehlenswert:

  • 18-käratiges Gold
  • Edelstahl
  • Sterlingsilber
  • Platin
  • Feinsilber

Ohrlöcher stechen

Eines der beliebtesten Geschenke für die Kleinsten sind Ohrstecker. Kinderärzte sehen das eher skeptisch, zumal das Kind sein Einverständnis nicht geben kann und es im Prinzip ähnlich wie ein Tattoo als Körperverletzung verstanden werden könnte. Spätestens in der Pubertät jedoch wächst bei vielen jungen Mädchen der Wunsch, sich Ohrlöcher stechen zu lassen.

Dabei ist es wichtig, hypoallergene Ohrstecker auszuwählen, um das Risiko einer Nickelallergie zu vermeiden. Auch ist hier die Vorbildwirkung der Eltern wichtig. Schmuck sollte verantwortungsbewusst getragen werden. Dazu zählt auch der richtige Umgang mit wertvollen Schmuckstücken wie beispielsweise die fachgerechte Reinigung und Aufbewahrung.

Aktive Kinder – Schmuck ablegen

Kinder sind aktiv, ob am Spielplatz oder im heimischen Garten. Es wird geklettert, gelaufen und vieles mehr. Beim Spiel mit den Freunden sollte die Halskette oder das Armband abgenommen werden. Auch die kleinsten Diamantohrstecker können sich im Spiel verfangen oder zu Verletzungen am Ohr führen. Schmuck zählt auch bei Kindern zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken. 48 Prozent schenken ihren Kindern an Weihnachten Geschenke.

Viele Frauen legen beispielsweise ihren Schmuck ab, bevor sie Sport betreiben. Bei Kindern sieht das kleine Herz am Ohr zwar süß aus, die Verletzungsgefahr ist aber gegeben. Lieber mal den Schmuck trotz des Protests aus dem Kindermund abnehmen und auf die Sicherheit des Kindes achten. Wichtig ist es, dem Kind auch zu erklären, warum es in bestimmten Situationen nicht sinnvoll ist, Schmuck zu tragen und klarzumachen, dass die eigene Gesundheit und die anderer Vorrang hat.

Modetrends für die Kleinsten

Natürlich wollen auch die Kleinen modisch unterwegs sein. Die Trends in der Kindermode ziehen sich ebenso durch Kindergarten und Schule wie bei ihren großen Vorbildern, den Eltern und Großeltern. Die Werbung spielt eine große Rolle, aber auch Geschwister oder Freunde.

Die Gesellschaft prägt das Umfeld, obwohl viele versuchen, ihre Kinder vor dem Einfluss durch die Medien zu schützen. Eine Taufkette für Mädchen sollte 40 bis 45 Zentimeter lang sein. Zu kurz oder zu lang birgt Risiken.

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