Im März war „Tag der Zahnschmerzen“ – natürlich nicht um diese zu feiern, sondern um möglichst gut vorzubeugen. Das gilt natürlich auch für Kinder, auf deren Zahngesundheit nicht nur an diesem Tag geachtet werden sollte. Hier sind ein paar einfache und kindgerechte Möglichkeiten, diesen Tag ganz entspannt und doch bewusst zu nützen …
- Zähneputzen ab dem ersten Zahn: Die zweimal tägliche Routine muss einfach – Routine werden! Kindern wird es dadurch selbstverständlich, morgens und abends zur Zahnbürste zu greifen. Auch wenn das Putzen eines einzigen Zahns irgendwie merkwürdig erscheint: Schon dieser Zahn braucht von Anfang an Schutz, damit er später nicht anfällig für Schäden wird.
- Zuckerarme Ernährung: Dass Zucker die Zähne schädigt, ist kein Geheimnis. Darum die Aufnahme von Zucker begrenzen und auf möglichst zuckerfreie Produkte achten. Paradebeispiel ist der gezuckerte Tee im Fläschchen, den Kleinkinder oft über lange Zeit eigenständig nuckeln: Damit „baden“ die Zähne geradezu in einer Zuckerlösung, und das über Stunden und oft vor dem Schlafen gehen, wo es am schädlichsten ist.
- Naschen an Fixpunkten im Tagesablauf, nicht zwischendurch: Größeren Kindern kann man erklären, dass das Naschen zwischendurch zwar gut schmeckt, aber viele gesundheitliche Nachteile hat – auch für die Zähne. Weil Kinder aber Süßes lieben, kann man ihnen entgegenkommen und fixe Naschzeiten am Tag vereinbaren, wo Süßes in Maßen total OK ist. Da ist auch ein gutes Training für Disziplin und die Fähigkeit, spontane Wünsche aufschieben zu können.
- Angstfrei zu Zahnarzt/ärztin: Wie das Putzen soll auch dieser Fixtermin eine entspannte Selbstverständlichkeit sein – von Anfang an. Kleine Belohnungen für Besuche „ohne Befund“ sind gut, vor allem wenn es sich bei der Belohnung nicht um eine Süßigkeit handelt …
- Krankheiten dürfen die Zahnpflege nicht unterbrechen: Sind Kinder krank, wird alles mühsamer. Den Alltag durch Verzicht auf die Zahnpflege etwas zu erleichtern, ist allerdings der falsche Ansatz. Denn die Chemie im Mund nimmt leider keine Rücksicht auf Krankheiten und wirkt weiterhin negativ auf die Zähne ein. Das gilt übrigens auch bei Zahnschmerzen – das Putzen nicht einstellen, und möglichst rasch ärztlichen Rat einholen.
- Vorbildfunktion als Eltern(teil) wahrnehmen: Kinder beobachten sehr genau, und wenn Eltern anders handeln als sie reden, entscheiden sie sich meist dafür, das Handeln zu kopieren. Wenn Kinder also sehen, dass Zähneputzen auch für Erwachsene selbstverständlich ist, werden sie dem auch selbst eher folgen.

