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Home » In-App-Käufe: So werden Spiele-Apps nicht zur Abzocke
Digitale Welt

In-App-Käufe: So werden Spiele-Apps nicht zur Abzocke

adminVon adminAugust 1, 2020Aktualisiert:April 7, 20263 Minuten Lesezeit
© SCHAU HIN!
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Spiele-Apps wie „Brawl Stars“ und „Fortnite“ sind bei Heranwachsenden beliebt und zunächst kostenlos. Durch Zusatzkosten kann der virtuelle Spielspaß allerdings schnell teuer werden

Mit wenigen Klicks können Kinder innerhalb der Apps große Geldsummen für Spielerweiterungen, Gegenstände oder Überraschungspakete ausgeben. Doch wie lassen sich Kostenfallen vermeiden? Der Medienratgeber „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ rät Eltern, In-App-Käufe mit einem Passwort zu sichern und ein separates Kinderkonto zu erstellen.

Einfach App runterladen und los spielen: Der Einstieg ins Spiel ist nicht nur schnell und unkompliziert, sondern oft auch gratis. Früher oder später werden die NutzerInnen jedoch dazu verleitet, echtes Geld einzusetzen, um mit Hilfe einer digitalen Währung bessere oder schnellere Spielerfolge zu erzielen. „In-App-Käufe sind oft direkt in das Spielgeschehen eingebunden und werden mit vermeintlich günstigen Rabattangeboten beworben“, sagt SCHAU HIN!-Mediencoach Iren Schulz. „Für Kinder ist es nicht immer klar, dass für die angebotenen Juwelen, Goldtaler oder Schatzkisten echtes Geld ausgegeben wird.“ Das kann teuer werden: Beim beliebten Spiel „Brawl Stars“ betragen die Kosten für einen einzelnen Kauf bis zu 109,99 Euro.

Oft passiert der unbeabsichtigte In-App-Kauf über nur wenige Klicks. Möglich wird die Transaktion beispielsweise durch gespeicherte Kreditkarten- oder Kontonummern oder über die Handyrechnung. „Um böse Überraschungen zu vermeiden, ist es ratsam, dass Eltern auf dem Gerät des Kindes keine Bezahldaten hinterlegen und In-App-Käufe mit einem Passwort sichern, wenn auf dem Smartphone der Eltern gespielt wird“, rät Mediencoach Iren Schulz. Je nach Betriebssystem können In-App-Käufe in den Einstellungen des Geräts oder des App-Stores deaktiviert oder mit einem Passwort gesperrt werden. Gemeinsam mit ihrem Kind können Eltern ein separates Kinderkonto für dessen Smartphone einrichten und dort die Bezahlmöglichkeiten einschränken. Schritt-für-Schritt-Anleitungen finden Eltern unter www.schau-hin.info/smartphone-tablet.

„Free-2-play“ ist ein beliebtes Geschäftsmodell in der Onlinespielbranche. Die grundlegenden Spielinhalte können kostenlos genutzt werden, der Spielaufbau verleitet jedoch dazu, mit In-App-Käufen zusätzliche Inhalte freizuschalten. Auch in vielen bei Kindern beliebten Apps sind hohe Zusatzkosten möglich. Am besten wählen Eltern und Kinder neue Spiele-Apps gemeinsam aus. In den App-Stores ist gekennzeichnet, welche Apps In-App-Käufe anbieten. „Mit älteren Kindern können Eltern ein Budget für Zusatzinhalte vereinbaren, das anteilig oder vollständig vom Taschengeld bezahlt wird“, rät Schulz. Auch über die Spielmechanismen und die Absichten der Anbieter sollten Eltern und Kinder sprechen. „Kinder können verstehen, dass die Spielehersteller einige Level extra schwierig machen oder den Spielfortschritt verlangsamen, damit man Geld für die App bezahlt.“ Je besser sie das Geschäftsmodell begreifen, desto eher können sie verantwortlich mitentscheiden, ob und wieviel Geld sie für das Spiel ausgeben möchten oder ob sie das Geschäftsmodell ablehnen.

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