Kurz vor dem Start der Sommerferien befragte Appinio im Auftrag des heimischen Online-Marktplatz refurbed 1.000 Österreicher:innen*, ob sie im Urlaub Smartphone & Co. weglegen würden: Tatsächlich wollen fast zwei Drittel (65,2 %) in ihrem Sommerurlaub weniger Zeit vor Bildschirmen verbringen und sogar mehr als drei Viertel (77,7 %) wären offen dafür, einen ganzen Tag bildschirmfrei zu verbringen. Jedoch gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern und je nach Alter.
Große Lust auf weniger Screentime
Spitzenreiter:innen beim Wunsch nach reduzierter Bildschirmzeit sind laut den Ergebnissen der aktuellen Umfrage die Menschen in Salzburg (80,4 %), in der Steiermark (69,2 %), in Kärnten (67,7 %) und in Wien (67,1 %). In Salzburg ist der Wunsch nach Bildschirm-Reduktion und Abstinenz insgesamt besonders hoch, denn ebenfalls über 80 Prozent (80,4 %) der Salzburger:innen möchten einen ganzen Tag ohne Bildschirm verbringen. Den Spitzenplatz belegen jedoch die Tiroler:innen gemeinsam mit der Steiermark, wenn es um einen gänzlich bildschirmfreien Tag geht: 82,9 Prozent der Befragten in Tirol bzw. der Steiermark wollen einen solchen im Urlaub verbringen.
Jüngere haben stärkeren Wunsch nach weniger Bildschirmzeit
Auch zwischen den Altersgruppen zeigen sich Unterschiede: Über drei Viertel (76,7 %) der 18- bis 30-Jährigen möchten ihre Bildschirmzeit im Urlaub reduzieren – möglicherweise auch deshalb, weil diese Altersgruppe analog zur Gen Z (wobei keine Minderjährigen befragt wurden) durch ihre Digitalaffinität insgesamt eine hohe „Screentime“ im Alltag aufweist. Das könnte auch erklären, warum bei den Ergebnissen mit dem Alter auch die Bereitschaft zur Bildschirmzeit-Reduktion abnimmt: Jene zwischen 31 und 45 Jahren stimmten zu 65,6 Prozent zu; jene zwischen 46 und 55 Jahren zu 62,9 Prozent und 56- bis 65-Jährigen nur noch zu 54,6 Prozent. Was den bildschirmfreien Tag angeht, zeigen sich jedoch die Ältesten am offensten (82,0 %), gefolgt von den Jüngsten (79,0 %).
„Die Ergebnisse bestätigen uns darin, dass Einschränkung im Konsumverhalten nicht immer gleichbedeutend mit ‚Verzicht‘ sein muss, sondern auch einem ‚Wunsch nach weniger‘ entsprechen kann“, so refurbed Co-Founder Kilian Kaminski über die Umfrageergebnisse. „Die Zahlen zeigen eindeutig, dass sich die Mehrheit der Österreicher:innen – unabhängig von Wohnort und Alter – eine Reduktion der Bildschirmzeit oder sogar einen bildschirmfreien Tag im Urlaub wünscht.“
Besonders spannend sei dabei, dass auch die Zustimmung der unter 30-Jährigen hoch ist. Auch bei ihnen scheint es ein Bewusstsein zu geben, wie Screentime von wertvollen Erfahrungen und schönen Momenten abhält. „Der offensichtlich achtsamere Umgang mit Smartphone & Co. ist ein erfreuliches Signal“, so Kaminski. „Das Hinterfragen der eigenen Nutzung lässt die Menschen hoffentlich auch auf anderen Ebenen bewusster mit ihrer Elektronik umgehen. Die längere Nutzungsdauer, die korrekte Wiederverwendung und die fachgerechte Entsorgung sind dabei ebenso zentral wie die eigene Lebenszeit, die nicht verschwendet werden sollte.“

© refurbed Co-Founder Kilian Kaminski
Tipps für weniger Bildschirmzeit im Urlaub
- Bildschirmfreie Zeiten festlegen: Im Alltag macht es Sinn, die Mahlzeiten zu bildschirmfreien Zeiten zu machen. Im Urlaub bietet es sich an, nach dem gemeinsamen Essen noch etwas am Tisch zu verweilen und für eine vereinbarte Dauer am Handy sein zu dürfen. Danach geht es ohne Bildschirm weiter mit dem Urlaubsprogramm.
- Benachrichtigungen deaktivieren: Um die Urlaubsaktivitäten ungestört und ohne Ablenkung genießen zu können, Apps deinstallieren bzw. sich ausloggen oder zumindest die Benachrichtigungen ausschalten. Eine Möglichkeit ist es auch, das Smartphone in den Flugmodus zu setzen.
- Fotos erst am Abend ansehen und teilen: Trotz Flugmodus kann das Smartphone nach wie vor Fotos und Videos aufnehmen. Abends im Hotel können diese dann in Ruhe angesehen, ausgewählt und mit den Liebsten zuhause oder auf Social Media geteilt werden.


