Das stimmungsvolle mexikanische Totenfest wird im Weltmuseum Wien auch heuer wieder zelebriert mit einem prachtvoll geschmückten Totenaltar, Führungen, Kreativworkshops und weiteren Programmpunkten.
Rund um den 1. November gedenken Familien in Mexiko ihrer verstorbenen Angehörigen und nahestehenden Menschen – allerdings nicht in stiller Trauer: Das Fest ist geprägt von Farben, Blumen, Musik, Essen und persönlichen Erinnerungen an die Verstorbenen. Der Tod wird dabei nicht ausgeblendet, sondern als Teil des Lebens und als Anlass verstanden, die Verbindung zu den Verstorbenen zu feiern.
Ein besonderer Höhepunkt der Feierlichkeiten im Weltmuseum Wien ist die Ofrenda – ein festlich geschmückter Totenaltar – der Künstlerin Stephany Daphne Rodríguez Cabañas, die vom 21. Oktober bis 1. November in der Säulenhalle zu sehen ist. Ofrendas sind ein zentraler Bestandteil des Día de Muertos. In Mexiko werden diese Altäre mit großer Sorgfalt und zahlreichen persönlichen und symbolischen Elementen für die Verstorbenen gestaltet. Rodríguez Cabañas hat für das Weltmuseum Wien zum wiederholten Male eine eindrucksvolle Ofrenda geschaffen, die diese Form des Erinnerns in den Museumsraum überträgt.
So wird die Säulenhalle des Weltmuseums Wien zu einem Ort, an dem Erinnern durchaus bunt sein darf – und der Tod für ein paar Tage mitten im Leben Platz nimmt.

Feiern, gestalten und Erinnerungen teilen
Wie funktioniert eine Ofrenda und welche Bedeutung haben Blumen, Kerzen, Speisen und Erinnerungsstücke? Die Kurzführungen La Ofrenda – Der Totenaltar (25. Oktober, 16:45 Uhr, 31. Oktober, 16:00 Uhr) geben Einblicke in die Tradition der Totenaltäre und ihre Bedeutung. Eine weitere Führung unter dem Titel „R.I.P.“ (25. Oktober, 15:45 Uhr) richtet den Blick auf Bestattungstraditionen und Objekte im Weltmuseum Wien, ihre Bedeutung in den jeweiligen Herkunftsgesellschaften und ihre Wege nach Wien.
Wer selbst kreativ werden möchte, kann in einem Workshop mit Stephany Rodríguez Cabañas am 31. Oktober um 14:00 Uhr einen eigenen Totenkopfschmuck gestalten. Inspiriert von der farbenfrohen Ästhetik des Día de Muertos entstehen dabei individuelle Schmuckstücke – für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren.
Auch Kinder und Familien kommen auf ihre Kosten: Ein vielfältiges Programm – von Mexikanische Totenköpfe verzieren über das Gestalten eines ganz persönlichen Bilderrahmens für die Ofrenda bis hin zum Basteln eines festlichen Blumenkopfschmucks oder Papierskelette – lädt dazu ein, sich spielerisch und kreativ mit den Traditionen des Día de Muertos auseinanderzusetzen.
Zum Höhepunkt der Feierlichkeiten am 1. November (13:30, 14:30, 15:30 und 15:30 Uhr) geben interaktive Führungen mit Künstlerin Stephany Rodríguez Cabañas Einblicke in die Gestaltung und Symbolik der Ofrenda. Dazu können Besucherinnen die mexikanischen Riesenfiguren Mojigangas aus nächster Nähe erleben und selbst ausprobieren. Die mexikanische Tanzgruppe Ameyallis sorgt mit einer Vorführung für einen stimmungsvollen Abschluss.
Der Zugang zur Ofrenda in der Säulenhalle ist für Besucherinnen kostenlos.




