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Home » The Wall
Gesund bleiben

The Wall

WIE WANDÜBUNGEN BECKENBODEN UND HALTUNG IN SCHWANGERSCHAFT UND RÜCKBILDUNG UNTERSTÜTZEN.
Malu WinklerVon Malu WinklerAugust 21, 20263 Minuten Lesezeit
© fitmom/ Ben Leitner
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Sanfter Einstieg mit großer Wirkung

Wandübungen bieten einen idealen Einstieg in die Rückbildung und den behutsamen Wiedereinstieg in die Bewegung. Die feste Fläche dient als Orientierung und gibt unmittelbares Feedback zur eigenen Haltung. Wer mit Rücken, Schultern oder Hinterkopf die Wand berührt, spürt sofort, ob der Körper aufgerichtet ist oder in ein Hohlkreuz beziehungsweise eine Rundhaltung ausweicht.

Gerade in der Zeit nach der Geburt ist dieses bewusste Wahrnehmen entscheidend. Denn der Beckenboden arbeitet eng mit der tiefen Bauch- und Rückenmuskulatur zusammen. Dieses Zusammenspiel, oft als „Körpermitte“ bezeichnet, stabilisiert den Rumpf, stützt die inneren Organe und sorgt für Belastbarkeit im Alltag. 

Ob beim Tragen des Babys, beim Heben der Babyschale oder bei längerem Stehen: Eine gut koordinierte Muskulatur schützt vor Beschwerden und Überlastung.

Den Beckenboden wieder spüren lernen

Viele Frauen müssen nach der Geburt zunächst das Gefühl für ihren Beckenboden neu entdecken. Wandübungen helfen dabei, diese tiefliegende Muskulatur gezielt zu aktivieren, ohne sie zu überfordern. In aufrechter Position an der Wand lassen sich Atmung und Spannung bewusst miteinander verbinden: Beim Ausatmen wird der Beckenboden sanft nach innen und oben gezogen, beim Einatmen wieder gelöst.

Stabilität für den Alltag

Die Übungen bitte erst nach der ärztlichen Sportfreigabe (in der Schwangerschaft) und nach dem abgeschlossenen Wochenbett (frühestens 6 Wochen nach vaginaler Geburt bzw. 10 Wochen nach dem Kaiserschnitt) durführen.Rückbildung ist kein Wettlauf, sondern ein Prozess. Wandübungen zeigen, dass effektives Training weder kompliziert noch zeitaufwendig sein muss. Mit bewusster Aufrichtung, kontrollierter Atmung und regelmäßigen Übungen kann die Körpermitte Schritt für Schritt an Kraft gewinnen.

Sonja Wolf ist Fitness- und Personal Trainerin, www.fit-mom.at/trainerinnen/sonja-wolf, www.sports-for-women.at

© fitmom/ Ben Leitner

ÜBUNG 1

Wall sit: Körpermitte – Wahrnehmung 

AUSFÜHRUNG: Füße in etwa Hüftbreit positionieren. Mit dem Rücken an eine Wand langsam hinuntergleiten, bis die Oberschenkel und Knie etwa einen 90°-Winkel bilden. Knie sind über den Knöcheln. Rücken bleibt komplett an der Wand, Hände locker an den Oberschenkeln ablegen. (Hände nicht an den Knien abstützen). In der Ausatmung langsam erst den Beckenboden nach innen obenspannen, danach Bauchnabel sanft nach innen Richtung Wirbelsäule ziehen und die Rippenbögen schließen. In der Einatmung langsam Bauch und Beckenboden lösen. 

© fitmom/ Ben Leitner

ÜBUNG 2 

Wall sit – Heel Raises

AUSFÜHRUNG: Anfangsposition „Wall sit“ wie bei Übung 1 einnehmen. In der Ausatmung gleichzeitig Fersen heben und dabei die Körpermitte aktivieren. In der Einatmung Fersen wieder langsam zum Boden führen und dabei Bauch- und Beckenboden lösen.

ANZAHL: 15-20 Wiederholungen

© fitmom/ Ben Leitner

ÜBUNG 3 

Wall Sit – Kicks

AUSFÜHRUNG: Anfangsposition „Wall sit“ wie bei Übung 1 einnehmen. Arme an der Wand ablegen. In der Ausatmung langsam ein Bein nach vorn oben strecken – Körpermitte aktivieren. In der Einatmung Bein abstellen und in der Ausatmung am anderen Bein die Bewegung wiederholen. 

ANZAHL: 15-20 Wiederholungen

© fitmom/ Ben Leitner

ÜBUNG 4 

Wall Sit – Miniband Schulter

AUSFÜHRUNG: Anfangsposition „Wall sit“ wie bei Übung 1 einnehmen. Das Miniband an den Handgelenken einhängen – Handflächen zeigen zueinander. In der Ausatmung Körpermitte aktivieren und gleichzeitig vor dem Brustkorb das Band auseinanderziehen. In der Einatmung lösen und danach das Band überkopf in der der Ausatmung auseinanderziehen.

ANZAHL: 15-20 Wiederholungen pro Arm-Position

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Malu Winkler

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