Close Menu
familiiifamiliii
  • Familienzeit
  • Erwachsen werden
  • Bildung
  • Gesund bleiben
  • Digitale Welt
  • Unsere Zukunft
  • Gut zu wissen
  • Mehr erleben
Mein Konto
  • ABO
  • Einloggen
  • Mein Konto

Jetzt zum Newsletter anmelden!

Erhalten Sie die neuesten News von familiii.at rund um Familienleben, Bildung & Erziehung, Gesundheit & Ernährung und vieles mehr...

Bitte bestätigen Sie Ihr Abonnement!
Einige Felder fehlen oder sind fehlerhaft!
Was ist angesagt?
Juni 1, 2026

„Tradwives predigen das Rosarote vom Hausfrauenhimmel“

Mai 30, 2026

Hass im Netz

Mai 28, 2026

Kultur zum Mitmachen

Facebook Instagram YouTube TikTok
Anzeige
  • „Tradwives predigen das Rosarote vom Hausfrauenhimmel“
  • Hass im Netz
  • Kultur zum Mitmachen
  • Kleine und große Abenteuer
  • Ferienwelt Kesselgrub – Das Komplettangebot für die ganze Familie
  • Ein virales Video – und die Frage, wie weit Worte gehen dürfen
  • Frühling – Heute gehen wir in den Wald!
  • Falco im Glas – der Geschmack einer Legende
  • Startseite
  • ABO
  • E-Paper
  • Gewinnspiele
Facebook Instagram YouTube TikTok
familiiifamiliii
Login Mitglied werden
  • Familienzeit
  • Erwachsen werden
  • Bildung
  • Gesund bleiben
  • Digitale Welt
  • Unsere Zukunft
  • Gut zu wissen
  • Mehr erleben
familiiifamiliii
Home » „Tradwives predigen das Rosarote vom Hausfrauenhimmel“
Familienzeit

„Tradwives predigen das Rosarote vom Hausfrauenhimmel“

Journalistin und Buchautorin Barbara Haas widmet sich in ihrem neuesten Buch den Tradwives und ihrem verführerischen Versprechen einer ruhigen und heilen Welt. Warum das für junge Frauen höchst gefährlich ist.
Christian NeuholdVon Christian NeuholdJuni 1, 20266 Minuten Lesezeit
© Shutterstock
Share
Facebook Twitter LinkedIn Pinterest Email WhatsApp Copy Link

Schon der Buchtitel lässt an Klarheit nichts zu wünschen übrig. In „Bullshit mit Blümchenkleid“ geht es um das Phänomen der Tradwives und ihre einflussreichen Auftritte in den sozialen Medien. Denn die machen die Redakteurin der „Kleinen Zeitung“ und Mutter vierzehnjähriger Zwillinge grantig. Denn sie versprechen Frauen in ihren Auftritten das Rosarote vom Himmel und verbreiten dabei doch nur ultrakonservative Frauenbilder. Denn hinter Topstyling und viel Glamour wird das Bild des „Frauchens am Herd“ gepredigt, die zuhause mit möglichst vielen Kindern immer lächelnd das Essen für den alleinverdienenden Mann zubereitet. Tradwives wie Hannah Neeleman und ihr Channel „Ballerina Farm“ in den USA, die Deutsche Nara Smith oder die in Wien lebende Brittany Sellner, Gattin des ehemaligen Identitären-Chefs Martin Sellner, verdienen mit ihren bis ins letzte Detail durchkomponierten Online-Auftritten Millionen und predigen gleichzeitig ein verführerisches Leben als Hausfrau und Mutter. Vom Sauerteigbrot zum Weltbild des Bundes Deutscher Mädel ist es dabei ein extrem kurzer Weg. „familiii“ sprach mit ihr über die Sehnsucht junger Frauen nach einer vermeintlich heilen Welt und die politische Agenda, die dahintersteckt.

„familiii“: Warum sind Tradwives wie Hannah Neeleman, die trotz acht Kindern wie ein Topmodell aussieht und scheinbar nebenbei kocht und bäckt, auch hierzulande so erfolgreich?

Haas: Die Ästhetik der Videos von Hannah Neeleman ist einfach verführerisch. Da wird sinnlich gekocht, da werden zahlreiche Produkte, von Marmeladen bis zu eingelegten Gurken, selbst von Grund auf produziert, die Kinder sind immer happy und herausgeputzt. Alles vermittelt den Eindruck der Ruhe und Zufriedenheit. Für diese scheinbare Idylle interessieren sich nach Corona und zahlreichen anderen Krisen sichtlich Millionen von Frauen. Viele von ihnen leiden unter der Doppelbelastung von Beruf und Familie. Für die ist das Abbiegen ins reine Hausfrauenleben daher oft sehr reizvoll.

© Shutterstock

Warum fällt diese propagierte Familienidylle bei ihnen auf so fruchtbaren Boden?

Viele junge Frauen sehen ihre Mutter, die täglich versucht, der Doppelrolle Beruf und Hausfrau gerecht zu werden und sich dabei aufreibt. Da der berufliche Druck in den letzten Jahren immer stärker geworden ist, sind viele ältere Frauen an ihre Belastungsgrenzen geraten. Da wollen viele junge Frauen nicht mehr mitspielen. Für sie ist Familie als Wert so wichtig, dass sie ihr Leben darauf ausrichten wollen. Sie wollen das Leben mit ihren Kindern genießen und nicht ständig schon um sieben Uhr früh genervt sein.

Was ist daran falsch?

Die Frauen übersehen, dass sie sich in eine totale Abhängigkeit von ihren Männern begeben. Davor kann ich nur warnen. Die Abhängigkeit geht weit über das rein Finanzielle hinaus. Wir sehen in fundamentalistischen Gesellschaften, etwa dem radikalen Islam oder den Evangelikalen in den USA, dass mit diesem Weltbild die Stellung des Mannes als Patriarch einzementiert wird. Das hat sehr viel mit Macht und Gewalt zu tun, der gerade traditionell lebende Frauen oft von ihrem Umfeld unbemerkt, ausgesetzt sind. Liberale Gesellschaftsformen sind diesen Bewegungen ein Dorn im Auge, denn sie bedrohen das männliche Alleinstellungsmerkmal. 

Sie schreiben auch, dass der Tradwives-Trend auf so fruchtbaren boden fällt, weil sich die „Girl Boss“-Mentalität der 2000er Jahre nicht erfüllt hat, als es eine Zeit lang so schien, als würde die gläserne Decke, die Frauen von Toppositionen in der Wirtschaft abhält, verschwinden. 

Damals hieß es, wenn man sich als Frau nur stark genug engagiert und reinhängt, kann man beruflich alles erreichen. Das hat sich aber nicht erfüllt, den an der Struktur der Gesellschaft, daran, dass Frauen nach wie vor die meiste Care-Arbeit leisten, hat sich nichts geändert. 

Spätestens mit Geburt des ersten Kindes erleiden Frauen Einkommensverluste und die Karriere wird jäh abgebremst. Das haben junge Frauen natürlich bei ihren Müttern mitbekommen und finden es nicht besonders attraktiv, auch in dieses Hamsterrad einzusteigen. Sie übersehen allerdings, dass durch traditionelle Rollenbilder der Wert der Frauen in der Gesellschaft sinkt, wenn sie rein aufs Kinderkriegen und den Haushalt reduziert werden.

Was übersehen die jungen Frauen, die Tradwives nacheifern wollen, noch?

Sie übersehen das völlig verlogene Frauenbild, dass hier auf Social Media transportiert wird. Es gibt keine dicken Tradwives, die auch mal unfrisiert vor der Kamera stehen. Die sind alle jung, superschlank, solariumgebräunt, topfit und haben keine Sorgen. Es gibt auch keine älteren Tradwives. Das entspricht natürlich nicht dem richtigen Leben. Der Tradwive-Boom ist auch eine eigene Industrie geworden, mit der wenige Protagonistinnen Millionen verdienen.

© Shutterstock

Ist der Erfolg der Tradwives auch eine Bildungsfrage?

Mit Sicherheit, denn gebildete Frauen wollen heute keine Kinder, da sie klar erkannt haben, dass sie diese in ihrer Entwicklung bremsen. US-Vizepräsident JD Vance, Republikaner mit starkem Hang zum Bau einer „Christian Nation“, hat sie im Wahlkampf verächtlich als „childless Cat-Ladies“ bezeichnen, die keine Kinder, aber eine Katze zuhause haben. Und er hat es nicht freundlich gemeint. Tradwives sind in den USA ja nur die schicke Vorhut des fundamentalen Christentums. 

Wieso propagieren dann beruflich höchst erfolgreiche Frauen wie die deutsche Rapperin Shirin David das Hausfrauentum?

Es kommt ja nicht zum ersten Mal vor, dass Frauen die Arschkarte der völligen Abhängigkeit vom Mann verteidigen. In den 1970er Jahren hat die republikanische Politologin Phyllis Schlafly mit ihrer Anti-Feminismus-Kampagne zum Scheitern des „Equal Rights Amendments“ gesorgt. Dabei hätte ein Verfassungszusatz die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der US-Verfassung festgeschrieben. Wäre das damals passiert, hätte sich die Gesellschaft in den USA wohl völlig anders entwickelt. Doch gesellschaftliche Veränderungen sind scheinbar auch für viele Frauen nicht erstrebenswert.

Wie kann man diese neokonservativen Tendenzen aufhalten?

Man könnte politische Maßnahmen wie in Skandinavien setzen, die es für Frauen wieder attraktiver machen, Kinder zu bekommen und sich trotzdem im Beruf entwickeln zu können. Dafür müsste die Väterkarenz so aufgewertet werden, dass Unternehmer immer damit rechnen müssen, dass auch der Mann zuhause bei den Kindern bleibt, das würde sehr rasch für mehr Gleichbehandlung am Arbeitsplatz sorgen.

Ist das alles wirklich eine Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Familie?

Nein, da kommen noch viele andere Faktoren hinzu. Da wir seit Corona nicht den Weg aus gesellschaftlichen Krisensituationen finden, haben immer mehr junge Menschen das Bedürfnis, sich irgendwo festzuhalten. Strenge konservative Wertekataloge vermitteln da eine vermeintliche Sicherheit, vor allem, wenn sie wie durch die Tradwives, schick und modern in sozialen Medien präsentiert werden. Ein Musterbeispiel dafür ist Erica Kirk, die Witwe des ermordeten Gründers von „Turning Point USA“, die diese extrem konservative Bewegung heute mit den Methoden der Tradwives führt. 

Wie kann eine aufgeklärte, liberale Gesellschaft hier gegensteuern?

Derzeit hilft die politische Großwetterlage den superkonservativen Kräften, egal mit welcher religiösen Basis. Doch Aufklärung ist nach wie vor die beste Waffe. Man muss jungen Frauen ständig vor Augen halten, was eine ausschließlich vom Ehemann abhängiges Hausfrauendasein im Ernstfall bedeutet. Altersarmut mangels Einzahlen ins Pensionssystem, keine Entscheidungsfreiheit bezüglich der eigenen Entwicklung und jener der Kinder, das Erdulden von Gewalt zuhause bis hin zu Femiziden. 

Und eines muss man bei dieser Diskussion auch betonen: Nicht alle Männer kommen mit der Rolle des Alleinverdieners klar. Das bedeutet auch für den Mann einen ständig stärker werdenden Druck.

Share. Facebook Twitter Pinterest Email WhatsApp Copy Link
Christian Neuhold

Ähnliche Beiträge

Hof am Park: Familienidylle im Grünen

Mai 12, 2026 Familienzeit

Harald Glööckler und seine Vergangenheit: Wie Kindheitserlebnisse das Leben formen

Mai 10, 2026 Familienzeit

Liebe in Echtzeit

Mai 3, 2026 Familienzeit
Hinterlasse eine Antwort Cancel Reply

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.

Familiii.at
Neueste Beiträge

„Tradwives predigen das Rosarote vom Hausfrauenhimmel“

Hass im Netz

Kultur zum Mitmachen

Kleine und große Abenteuer

Bleiben Sie in Kontakt
  • Facebook
  • Instagram
  • YouTube
  • TikTok
Nicht verpassen
Familienzeit

„Tradwives predigen das Rosarote vom Hausfrauenhimmel“

Christian NeuholdJuni 1, 20266 Minuten Lesezeit

Schon der Buchtitel lässt an Klarheit nichts zu wünschen übrig. In „Bullshit mit Blümchenkleid“ geht es…

Mai 30, 2026

Hass im Netz

Mai 28, 2026

Kultur zum Mitmachen

Jetzt zum Newsletter anmelden!

Erhalten Sie die neuesten News von familiii.at rund um Familienleben, Bildung & Erziehung, Gesundheit & Ernährung und vieles mehr...

Bitte bestätigen Sie Ihr Abonnement!
Einige Felder fehlen oder sind fehlerhaft!
Familiii.at
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • YouTube

Österreichs erste Multi-Media-Community für Eltern und Kinder mit dem Ziel, den buntesten und anspruchsvollsten Familien-Club in Österreich aufzubauen. familiii dient der Förderung des Miteinanders innerhalb der Familie und dem intensiven Erfahrungsaustausch.

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGBs
  • Mediadaten

Menü

  • Familienzeit
  • Erwachsen werden
  • Bildung
  • Gesund bleiben
  • Digitale Welt
  • Unsere Zukunft
  • Gut zu wissen
  • Mehr erleben

Links

  • ABO
  • E-Paper
  • Gewinnspiele
Partner von familiii

Jetzt zum Newsletter anmelden!

Erhalten Sie die neuesten News von familiii.at rund um Familienleben, Bildung & Erziehung, Gesundheit & Ernährung und vieles mehr...

Bitte bestätigen Sie Ihr Abonnement!
Einige Felder fehlen oder sind fehlerhaft!

Copyright © 2026 Familiii.at. All rights reserved. Developed by studiopetrov.com & picassa.at

Geben Sie den Suchbegriff oben ein und drücken Sie Enter, um zu suchen. Drücken Sie Esc, um abzubrechen.

Sign In or Register

Welcome Back!

Login below or Register Now.

Lost password?

Register Now!

Already registered? Login.

A password will be e-mailed to you.