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Home » Ein Gefühl wie beim Spielen
Bildung

Ein Gefühl wie beim Spielen

Susanna SklenarVon Susanna SklenarNovember 28, 20173 Minuten Lesezeit
© iStock
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Tipps, wie Sie Ihr Kind im Schulalltag sinnvoll unterstützen können.

Für viele Kinder (und Eltern) bedeutet Schule Leistungsdruck und Stress. Dabei sollte Lernen Spaß machen und positive Gefühle wecken. Wie es gelingen kann.

Von vielen wird sie immer noch als „Ernst des Lebens“ bezeichnet, die Schule. Und manche zitieren gar noch gerne, wenn auch mit gewissem Schmunzeln, den bekannten deutschen Schriftsteller Erich Kästner. Dieser schrieb einst – auf seine typisch pointierte, teils überzeichnete Art und Weise – in seiner „Ansprache zum Schulbeginn“: „Früchtchen seid ihr, und Spalierobst sollt ihr werden! Aufgeweckt wart ihr bis heute, und einwecken wird man euch ab morgen! So, wie man’s mit uns getan hat. Vom Baum des Lebens in die Konservenfabrik der Zivilisation – das ist der Weg, der vor euch liegt. Kein Wunder, dass eure Verlegenheit größer ist als eure Neugierde.”
Die Zeiten haben sich freilich geändert. Doch leider wird vielen Kindern immer noch durch unbedachte Aussagen oder eine vorgelebte Haltung der Spaß am Lernen verdorben. Wir haben Pädagogen und Entwicklungspsychologen um Tipps gebeten, wie man Kinder im Schulalltag sinnvoll unterstützen kann.

Sieben Tipps für den Schulallag

1. Neugier wecken

Experten warnen davor, eigene Ängste und negative Gefühle gegenüber Schule und Lernen auf die Sprösslinge zu übertragen. Vielmehr sollte man die natürliche Neugier der Kinder auf Neues zuversichtlich unterstützen.

2. Erfreuliches vermitteln

Vor allem den Volksschülern, die erst am Anfang ihrer schulischen Karriere stehen, sollte die Schule als etwas Positives vermittelt werden, das den Kindern immer wieder viel Neues bringt: Neue Freunde, neue Fähigkeiten und neue Erfahrungen. Kinder sollten die Schule möglichst wenig als Ernst des Lebens begreifen, denn das baut nur unnötige Ängste auf.

3. Spielerische Herangehensweise

Wenn Kinder spielen, lernen sie sich mit einer Sache zu beschäftigen, sie lernen Konzentration, diverse Geschicklichkeiten und optische und akustische Wahrnehmung. Das alles ist bestes Training auch für die Schule. Eltern sollten keinesfalls eine Art emotionale Trennung zwischen Spiel und Lernen fördern.

4. Positiver Ansporn

Größere Kinder und solche, die vielleicht nicht so gerne zur Schule gehen, kann man motivieren, indem man das Augenmerk auf ihre Stärken in der Schule legt und auf das, was ihnen dort Spaß macht. Auf keinen Fall sollte man auf Schwächen herumreiten.

5. Prüfungsangst bewältigen

Um eine generelle Prüfungsangst zu mindern, empfehlen Experten zielgerichtetes und rechtzeitiges Lernen, um mehr Sicherheit aufzubauen, realistische Ansprüche an sich selbst zu stellen und keine perfektionistischen Leistungsideale zu verfolgen. Eingeprägte Sätze wie „Ich lasse mich nicht aus der Fassung bringen!“ können als Bewältigungsstrategien dienen, und man kann sich die Prüfungssituation auch konkret in Gedanken vorstellen bzw. im Rollenspiel üben. Dies hilft, sie in der Realität leichter zu bewältigen.

6. Selbstwertgefühl stärken

Je höher das Selbstwertgefühl, umso leichter verkraftet man schlechte Prüfungsergebnisse. Selbstbelohnungen oder positiv belegte Rituale gleich nach erfolgreich abgelegten Prüfungen bewahren und stärken das Selbstwertgefühl.

7. Entspannungszeiten

Bewusste, eventuell gezielt eingelernte Entspannungsübungen (z.B. Atemtechniken), ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung das ganze Schuljahr helfen, sich in intensiven Lernphasen besser und länger konzentrieren zu können.

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Susanna Sklenar

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