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Familienzeit

Generali Studie zeigt: Familie ist das Wichtigste, doch Zeitmangel belastet

Christian NeuholdVon Christian NeuholdApril 16, 20264 Minuten Lesezeit
© Getty Images
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Familie ist und bleibt der größte Rückhalt im Leben der Menschen in Österreich, zugleich gerät sie im Alltag zunehmend unter Druck – organisatorisch und mental. Das zeigt die Generali Familienstudie 2026, für die über 1.000 Menschen im Alter von 16 bis 70 Jahren im Rahmen einer repräsentativen Online-Erhebung, ergänzt durch qualitative Tiefeninterviews, befragt wurden. Die Ergebnisse geben Einblicke in Werte, Belastungen und Bedürfnisse modernen Zusammenlebens. Für die Generali ist Familie ein Schwerpunkt des Jahres 2026 und ein zentrales Handlungsfeld ihrer Positionierung als lebenslange Partnerin.

    „Die Generali Studie macht deutlich: Familie ist emotional unverzichtbar, aber fordert organisatorisch stark“ , sagt Gregor Pilgram, CEO der Generali Versicherung . „Die Menschen wünschen sich Sicherheit, Übersicht und Entlastung – genau hier sehen wir unsere Verantwortung.“

Familie als sicherer Hafen

Für 85 Prozent der Befragten ist Familie das Wichtigste überhaupt im Leben. 78 Prozent der spontanen Assoziationen sind positiv, am häufigsten genannt werden Zusammenhalt, Liebe und Vertrauen. Familie erfüllt damit zentrale psychologische Funktionen: emotionale Sicherheit, Zugehörigkeit und bedingungslose Unterstützung. Definiert wird Familie weniger über formale Strukturen als über den gemeinsam gelebten Alltag in unterschiedlichsten Konstellationen. Wer Zeit teilt und Verantwortung übernimmt, gehört dazu.

© Shutterstock

Zeitmangel und Mental Load als größte Belastung

Trotz dieser hohen emotionalen Bedeutung zeigt die Studie erhebliche Spannungsfelder: Angehörige geben starken emotionalen Halt, sind aber auch organisatorische Belastung. Zeitmangel und Stress sind die größten Sorgen, knapp gefolgt von der aktuellen Weltpolitik, der Gesundheit nahestehender Personen und Finanzen. Verantwortung zählt für 39 Prozent der Befragten zu den größten negativen Seiten des Zusammenlebens, gefolgt von Mehrfachbelastung und Verpflichtung.

    Besonders ausgeprägt ist die ungleiche Verteilung der mentalen Dauerverantwortung, also des sogenannten Mental Load: Frauen geben an, 72 Prozent der dauerhaften Organisations-, Koordinations- und Mitdenkaufgaben zu übernehmen, während Männer ihren Anteil auf 43 Prozent schätzen. Jüngere Paare zeigen zwar ausgewogenere Modelle, dennoch bleibt Mental Load insbesondere für Frauen ein zentrales Thema.

Kinder: Zwischen Sinnstiftung und Dauerverantwortung

Kinder stehen emotional klar im Zentrum: 78 Prozent der Eltern sagen, Kinder bereichern ihr Leben und machen es vollständig, 80 Prozent berichten, dass sie sich in der Auseinandersetzung mit Kindern persönlich weiterentwickeln. Gleichzeitig geht Elternschaft mit hoher Dauerverantwortung einher: 81 Prozent geben an, sich durch Kinder finanziell einschränken zu müssen, 80 Prozent sagen, dass der Nachwuchs ein persönliches Zurückstellen erfordert. Zudem empfinden 42 Prozent Kinder zumindest phasenweise als Belastung für die Paarbeziehung.

    Großeltern erweisen sich als wichtige Stütze im Alltag: 63 Prozent der Befragten werden von ihren Eltern bei der Kinderbetreuung und Organisation unterstützt. Für viele sind Großeltern damit eine entscheidende Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Alltagsbewältigung.

Absicherung relevant, aber komplex

Auch das Thema Absicherung ist relevant, wird jedoch oft als komplex wahrgenommen. Entscheidungen über Versicherungen erfolgen in rund drei Viertel der Familien (62 Prozent) gemeinsam. Der Wunsch nach einfacher, verständlicher Orientierung und nach finanzieller Bildung – insbesondere für Kinder – ist ausgeprägt. Als größte Absicherungsfelder nennen Befragte Eigentum (26 Prozent) und Einkommen (25 Prozent). Zudem wird der Wunsch nach finanzieller Bildung deutlich: Nur 42 Prozent der Eltern sorgen aktuell finanziell für ihre Kinder vor – ein Hinweis auf den Bedarf an verständlichen, transparenten Lösungen und frühzeitiger Aufklärung.

Blick in die Zukunft: Familie verändert ihre Form

Die Familie bleibt ein zentraler Sehnsuchtsort, ihre Formen verändern sich jedoch. 64 Prozent der 16- bis 40-Jährigen wünschen sich weiterhin eine klassische Kernfamilie, ein Ideal, das rückblickend noch für 72 Prozent der 40- bis 70-Jährigen ein Traum war. Zugleich blicken die Österreicher_innen differenziert in die Zukunft: Für das Jahr 2046 erwarten 69 Prozent eine größere Vielfalt an Familien- und Lebensmodellen, 67 Prozent rechnen mit weniger Kindern aufgrund globaler Unsicherheiten, 47 Prozent mit mehr Brüchen in Lebensläufen und einem veränderten Eheverständnis. Auch Freundschaften gewinnen an Bedeutung – für 36 Prozent ersetzen sie zunehmend klassische Familienstrukturen.

    „Die Ergebnisse der Generali Studie zeigen klar, dass das Bedürfnis nach Nähe, Schutz und Verlässlichkeit bleibt. Was sich verändert, ist die Art, wie diese Bedürfnisse organisiert werden“ , so Gregor Pilgram . „Als Versicherung und verlässliche Partnerin begleiten wir unsere Kund_innen in allen Lebensphasen – von der Jungfamilie über Patchwork-Familien bis hin zu Pflege- und Umbruchszeiten. Unsere Aufgabe ist es, sie zu unterstützen, damit sie sich im Alltag auf das Wesentliche konzentrieren können.“

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Christian Neuhold

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