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Home » Muttertag: Wir Mütter müssen zusammenhalten!
Familienzeit

Muttertag: Wir Mütter müssen zusammenhalten!

Claudia WeberVon Claudia WeberMai 9, 2018Aktualisiert:April 7, 20265 Minuten Lesezeit
© Shutterstock
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Fünf Frauen sprechen darüber, wie hart es manchmal ist, Mama zu sein und was sie sich von Herzen gerne zum Muttertag wünschen.

Jedes Jahr werden Mütter am Muttertag mit Geschenken, Karten und lieben Worten beschenkt. Doch sind Blumen und Pralinen wirklich die Herzenswünsche? familiii hat nachgefragt, was sich Mütter zum Muttertag wirklich wünschen.

Wünsche zum Muttertag

© Katharina Stögmüller – Daniela Egelwolf, 43 Jahre, verheiratet, 4 Kinder: Jakob (18), Anna (15), Sarah (11), Miriam (9), Sonderschuldirektorin

„Ich liebe es, Mutter zu sein und bin sehr stolz auf meine Kinder. Aber manchmal ist es schwer, Freiräume für mich zu schaffen und ein Individuum zu bleiben. Plötzlich ist man nur noch Mutter und nur noch für die Kinder da, weil man sich ständig zurücknimmt. Das muss einen bewusst werden und ich arbeite daran, immer wieder bei mir selbst zu bleiben. Das ist manchmal ganz schön hart. Zum Muttertag wünsche ich mir tatsächlich etwas Selbstgebasteltes von meinen Kindern, das von Herzen kommt und natürlich Zeit mit ihnen und mit meinem Mann. Ein gemeinsames Frühstück wäre toll oder ein Ausflug. Aber auch Zeit mit meiner Mutter. Ich bin ihr so dankbar für alles, was sie für mich getan hat und noch immer macht. Und wenn ich mir noch etwas wünschen darf, dann ist es mehr Wertschätzung für mich als Mutter – vor allem in der Gesellschaft. Was wir Mütter leisten, verdient viel mehr Anerkennung!“

© Katharina Stögmüller – Mag. Ruth Theuermann-Bernhardt, 35 Jahre, verheiratet, 2 Kinder: Noah (5) & Alva (3), Kinesiologin und Gründerin von mastermum.at

„Mit zwei kleinen Kindern ist immer etwas los. Der Stress beginnt schon in der Früh, wenn es darum geht, sie anzuziehen, zu füttern und rechtzeitig in den Kindergarten zu bringen. Für mich ist das Härteste am Muttersein allerdings, mich immer wieder aufs Neue mit meinen Erwartungen auseinanderzusetzen, sie zu hinterfragen und neu zu definieren. Wir Mütter haben unglaublich hohe Erwartungen an uns selbst, wie wir zu sein haben, wie etwas zu funktionieren hat. Darum wünsche ich mir zum Muttertag, für mich, für meine Arbeit und für alle Mamas: Lasst uns aufhören, uns gegenseitig zu bewerten, uns miteinander zu vergleichen und uns kleinzumachen. Jede Mama ist so einzigartig und großartig. Inspirieren wir uns lieber gegenseitig, lernen wir von einander und unterstützen wir uns, wo wir nur können. Ich wünsche mir, dass wir Mütter miteinander viel ehrlicher sind und den Tabus rund ums Mamasein ein Ende setzen.“

© Katharina Stögmüller – Monika Gundinger, 42 Jahre, verheiratet, 3 Kinder: Herbert (20), Barbara (16), Georg (14), Diplomierte psychologische Beraterin

„Da meine Kinder jetzt schon älter sind, beginnt bei mir derzeit die Phase der Loslösung. Das ist ein neuer Lebensabschnitt, der mir gerade etwas schwer fällt. Mir wird immer mehr bewusst, dass meine Kinder mich einfach nicht mehr so brauchen wie früher und gut gemeinte Ratschläge oftmals zurückweisen. Sie machen jetzt ihr eigenes Ding und ihre eigenen Fehler, was vollkommen okay ist, aber eben noch ungewohnt für mich. Auch die gemeinsamen Zeiten mit der ganzen Familie werden aufgrund ihres Alters immer weniger, aber dadurch auch wertvoller. Aus diesen Gründen wünsche ich mir zum Muttertag vor allem Zeit mit meinem Mann und unseren drei Kindern. Eine Wanderung fände ich sehr schön oder ein anderes Erlebnis, an das wir uns später gerne erinnern können.“

© Katharina Stögmüller – Claudia Schauflinger, 35 Jahre, verheiratet, 2 Kinder: Simon (10) & Samuel (6), Autorin, Bloggerin, Vortragende www.kinderhausmittel.com

„Als meine Kinder noch klein waren, hat mich der ständige Schlafentzug die meiste Energie gekostet. Das war für mich eine echte Herausforderung. Jetzt kostet mich vor allem das ständige Bewerten von Außen enorme Kraft. Fremde Menschen, die mir sagen, wie ich meine Kinder zu erziehen habe, die glauben, es besser zu wissen. Dieses ungefragte Einmischen geht mir auf die Nerven. Hinzu kommen die Ansprüche der Gesellschaft an das Muttersein und natürlich meine eigenen Ansprüche, die das Mamasein manchmal schwer machen. Aber im Grunde bekomme ich so viel von meiner Familie, dass ich mir zum Muttertag nur eines wünsche: Zeit mit meiner eigenen Mutter. Erst als ich selber Mama wurde, ist mir klar geworden, wie großartig sie ihre Aufgabe erfüllt hat. Ich habe unglaublich viel aus meiner Kindheit mitgenommen, vor allem das Wissen über Gesundheit und Hausmittel, was mich schließlich zu meiner Berufung geführt hat. Darum wünsche ich mir, dass ich meiner Mama etwas zurückgeben darf.“

© Katharina Stögmüller – Iwana Sudimac, 33 Jahre, Alleinerzieherin, 1 Kind: Emilia (10), Kindermädchen, Bürogehilfin, Fotografin

„Für mich ist es manchmal schwer, zeitlich alles unter einen Hut zu bekommen. Zwei Jobs, schulische Verpflichtungen meiner Tochter, mit ihr Zeit zu verbringen, sie zu fördern und sie zu unterstützen, aber auch für mich Freiraum zu schaffen und meinen Hobbies nachzugehen. Auch finanziell ist es als Alleinerziehende manchmal schwer. Andererseits muss ich bei der Erziehung keine Kompromisse mit einem Partner eingehen und kann alles selbst entscheiden. Wobei ich mir oft Austausch und einen Rat wünschen würde, um zu hören, wie es andere machen. Da sollten wir Frauen zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen. Dabei müssen wir aber auch ehrlich zueinander sein und Tabus ansprechen. Viele Frauen geben in der Gruppe einfach nur an, wie toll sie alles hinbekommen, dabei macht jeder Fehler, wir reden nur viel zu wenig darüber. Zum Muttertag wünsche ich mir ein authentischeres, herzlicheres und harmonischeres Miteinander und weltweit mehr Anerkennung für das was Mütter leisten.“

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Claudia Weber

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