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Home » Heu-Heu-Heu-Hatschi!-Schnupfen – Experten-Interview
Gesund bleiben

Heu-Heu-Heu-Hatschi!-Schnupfen – Experten-Interview

Harald HavasVon Harald HavasJuni 6, 2019Aktualisiert:März 6, 20262 Minuten Lesezeit
© Lukas Dostal, @AZWW
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„Treten Beschwerden über längere Zeit auf, kann der Verdacht auf eine Pollenallergie gestellt werden.“ – Prim. Priv.-Doz. Dr. Fritz Horak im Interview.

Fritz Horak, Leiter des Allergiezentrums Wien West, über die Möglichkeiten der Behandlung von Pollenallergie.

Hat sich in den letzten Jahren in der Forschung und Behandlung von Pollen-Allergien etwas Neues ergeben?
Die größten Fortschritte wurden in den letzten Jahren sicher in der Entwicklung von Präparaten zur spezifischen Immuntherapien (auch Hyposensibilisierung) gemacht. Für viele Präparate zur Behandlung von Pollenallergien haben wir bereits heute sehr gute Studiendaten, andere sind noch in der „Forschungs-Pipeline“. Bei der Therapie mit selbstauflösbaren Tabletten gibt es heute für Pollenallergiker nur die Gräser-Tabletten, es werden aber in absehbarer Zeit auch Tabletten für Birkenpollen und Ragweed auf den Markt kommen. Weiters gibt es für die meisten relevanten Pollen auch Extrakte in Tropfenform oder zur Injektion unter die Haut. In der Forschungsphase befinden sich neue Impfpräparate, bei welchen nicht mehr der gesamte Pollenextrakt, sondern nur mehr spezielle Eiweißkörper, die für die allergische Reaktion relevant sind, geimpft werden. Man erwartet sich dadurch eine bessere Verträglichkeit bei steigender Wirksamkeit.

Wie erkennt man als Elternteil möglichst früh, dass ein Kind vielleicht unter einer Pollenallergie leidet?
Typische Symptome einer Pollenallergie sind eine juckende, rinnende oder verstopfte Nase sowie juckende, tränende, entzündete Augen (sogenannte allergische Rhino-Konjunktivitis) über mehrere Tage bis Wochen. Dazu können manchmal auch Asthmasymptome oder auch Allgemeinsymptome wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit kommen. Treten diese Beschwerden über längere Zeit unabhängig von einer Erkältung v. a. im Frühling und Sommer auf, kann der Verdacht auf eine Pollenallergie gestellt werden.

© Lukas Dostal, @AZWW – Prim. Priv.-Doz. Dr. Fritz Horak, Allergiezentrum Wien West

Die Behandlungen sind heutzutage schon sehr gut verträglich und haben kaum mehr ernst zu nehmende Nebenwirkungen.

Dr. Fritz Horak

Gibt es Methoden, die speziell Kindern helfen bzw. sogar eine Allergie bei Kindern endgültig heilen können?
Die einzige Möglichkeit ist im Moment die spezifische Immuntherapie. Dabei wird etwa vier Monate vor der jeweiligen Saison beginnend in regelmäßige Abständen das Allergen in veränderter Form entweder über mehrere Injektionen unter die Haut (sogenannte subkutane Immuntherapie, wird vom Arzt injiziert) oder als Tropfen bzw. lösliche Tabletten täglich unter die Zunge appliziert (sublinguale Therapie, kann zuhause eingenommen werden). Die Behandlungen sind heutzutage schon sehr gut verträglich und haben kaum mehr ernst zu nehmende Nebenwirkungen.

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